Sebastian Lindner
· 22.01.2024
Für die beiden Altmeister wäre ein Platz in den Top 10 ein Riesenerfolg. Brandau, 38 Jahre alt, die nach anderthalb Jahren Babypause im Dezember wieder in den Wettkampfsport zurückkehrte, konnte bei ihrem Comeback beim Weltcup im italienischen Val die Sole als Elfte ihr bestes Saisonergebnis bei den großen Rennserien liefern. Beim Azencross in Loenhout, Belgien belegte sie bei guter Konkurrenz zwei Tage vor Silvester einen Platz 7.
Auch für den 35-Jährigen Meisen war ein elfter Rang beim Superprestige in Diegem kurz nach Weihnachten das Topresultat auf internationalem Terrain. Bei kleineren Events konnte er aufs Podium fahren, ein C2-Rennen in Frankreich auch für sich entscheiden. Während er im Elitebereich der Männer allein auf weiter Flur ist, kann Brandau mit Judith Krahl auf eine zweite Deutsche im Startfeld setzen. Die 22-Jährige, Zweite der Deutschen Meisterschaft, war im Vergleich zu Brandau in der Saison sogar etwas konstanter. Elfte Plätze beim X2O-Renn in Melden und beim Superprestige in Heusden-Zolder (jeweils Belgien) stehen für sie zu Buche.
Deutlich breiter aufgestellt ist das deutsche Aufgebot im männlichen Nachwuchsbereich. Der deutsche U23-Meister Hannes Degenkolb könnte bis zu sechs Kollegen mit an den Start bringen. Junioren-Meister Benedikt Benz könnte auf bis zur vier Teamkollegen zählen. In beiden Klassen steht eine letzte Leistungsüberprüfung nach dem letzten Weltcup vor der WM in Hoogerheide an, die fünf Kandidaten erst noch meistern müssen.
Kaija Budde, Deutsche Meisterin der Juniorinnen, ist hingegen Einzelkämpferin. In der U23 schickt der BDR gar keine Starterin nach Tabor. Wie auch im männlichen Bereich sind keine absoluten Topplatzierungen zu erwarten. Die Wettkämpfe werden vom 2. bis 4. Februar ausgetragen.