20 Fotos aus dem NovemberDie besten Radsport-Bilder des Monats

Wolfgang Papp

, Thomas Goldmann

 · 30.11.2022

Ja ist denn schon …? Nein, nicht Flandern-Rundfahrt! Koppenbergcross am 1. November 2022
Foto: Getty Velo

Im November 2022 war einiges los im Radsport. Im Gelände lieferten sich die Stars der Cross-Szene packende Duelle und auf der Bahn ging es in der UCI Track Champions League zur Sache. TOUR zeigt die 20 spektakulärsten Fotos des Novembers.

Cross-EM in Namur

Die Crosssaison ist in vollem Gange. Anfang November fanden die Europameisterschaften in Namur statt. Bei den Männern prägten Lars van der Haar und Michael Vanthourenhout das Rennen, wobei sich der Belgier Vanthourenhout letztlich gegen seinen niederländischen Widersacher durchsetzte. Bei den Frauen siegte Fem van Empel nach beeindruckender Aufholjagd. Die 20-jährige Niederländerin erlitt zu Beginn des Rennens einen Reifenschaden, schaffte es aber, den Anschluss zur Spitze wiederherzustellen und krönte sich vor Ceylin del Carmen Alvarado zur neuen Europameisterin.



Pidcock & van der Poel melden sich zurück

Tom Pidcock feierte beim UCI Cyclocross-Worldcup-Rennen in Overijse einen erfolgreichen Saisoneinstand.Foto: Getty Velo
Tom Pidcock feierte beim UCI Cyclocross-Worldcup-Rennen in Overijse einen erfolgreichen Saisoneinstand.

Ein weiteres Highlight des Cross-Novembers: der Saisoneinstand von Tom Pidcock. Der britische Radkünstler startete zunächst am 19. November beim Superprestige Event in Merksplas, wo er nach Startschwierigkeiten und einem Sturz Siebter wurde. Einen Tag später holte der Cyclocross-Weltmeister beim Worldcup in Overijse den zweiten Platz hinter dem frisch gebackenen Europameister Vanthourenhout - obwohl ihm direkt nach dem Start noch die Kette abgesprungen war.



Eine Woche nach Pidcock feierte auch Mathieu van der Poel seinen Saisoneinstand - und wie! In Hulst zeigte der Niederländer der Konkurrenz gleich mal die Grenzen auf und siegte vor Laurens Sweeck aus Belgien. Auch Pidcock konnte lange Zeit mit van der Poel mithalten, doch spätestens nachdem er sich das Hinterrad seiner Pinarello-Crossmaschine an einem Begrenzungspfosten anschlug war Pidcock wohl klar, dass er van der Poel nicht mehr einholen kann. Der Brite probierte noch zu Fuß, die Wechselzone zu erreichen, gab das Rennen aber nach einigen Metern auf.

Mit Wout van Aert steigt der dritte große Star der Cross-Szene bald in die Saison ein. Der Belgier wird seine Cyclocross-Saison 2022/2023 am 4. Dezember beim UCI Worldcup-Stopp in Antwerpen beginnen. Van Aert hat allerdings gegenüber einer belgischen Zeitung bereits verlauten lassen, dass sein Hauptziel diese Saison ganz klar auf der Cyclocross-Weltmeisterschaft am 5. Februar 2023 in Hoogerheide liegen wird.


UCI Track Champions League

Pauline Grabosch fährt die Ellbogen aus. UCI Track Champions League im Velodrom von Palma de Mallorca, 12. November 2022Foto: Alex Whitehead/SWpix.com
Pauline Grabosch fährt die Ellbogen aus. UCI Track Champions League im Velodrom von Palma de Mallorca, 12. November 2022

Auf der Bahn wurde im November auch gefahren, im Rahmen der UCI Track Champions League. Zum Auftakt machte die Rennserie in Palma de Mallorca Station. Lea Sophie Friedrich schloss die Wettkämpfe auf der Balearen-Insel auf Rang vier ab. Teamsprint-Weltmeisterin Pauline Grabosch aus Cottbus belegte nach der ersten von fünf Runden Platz acht.

Für Friedrich war sieben Tage später allerdings Schluss. Die deutsche Sprinterin musste ihre Saison in der Track Champions League nach der zweiten Runde in Berlin vorzeitig beenden. “Ich habe eine starke Erkältung und seit einigen Tagen versucht, mich aufzupäppeln und neue Energie zu finden - das hat aber nicht geklappt”, sagte die Vorjahres-Gesamtzweite unter Tränen.

Gedränge beim Ausscheidungsfahren der Männer. UCI Track Champions League im Velodrom von Berlin, 19. November 2022Foto: Alex Whitehead/SWpix.com
Gedränge beim Ausscheidungsfahren der Männer. UCI Track Champions League im Velodrom von Berlin, 19. November 2022

Der letzte Halt der UCI Track Champions League im November war Saint-Quentin-en-Yvelines bei Paris. In der dritten von fünf Runden der Rennserie konnte Stefan Bötticher seinen dritten Platz in der Gesamtwertung dort verteidigen, büßte allerdings Boden auf die beiden Top-Fahrer Harrie Lavreysen aus den Niederlanden und Matthew Richardson aus Australien ein. Das Finale der UCI Track Champions League 2022 steigt am 2. und 3. Dezember mit zwei aufeinanderfolgenden Runden in London.