«Monster»Rivalinnen loben deutsche Roubaix-Siegerin Koch

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 · 13.04.2026

«Monster»: Rivalinnen loben deutsche Roubaix-Siegerin KochFoto: Jean-Francois Badias/AP/dpa
Franziska Koch feiert ihren Sieg.
Die deutsche Meisterin Franziska Koch gewinnt sensationell Paris-Roubaix. Ihre Rivalinnen zeigen sich beeindruckt.

Die Siegerin der Tour de France wählte martialische Worte, um von der Leistung der deutschen Paris-Roubaix-Gewinnerin Franziska Koch zu schwärmen. «Sie ist ein Monster, sie ist sehr stark. Ich wusste, wie stark sie zuletzt war. Aber ich wusste nichts über ihre Sprint-Fähigkeiten. Aber jetzt weiß ich es für das nächste Mal», sagte Pauline Ferrand-Prévot. Die Französin wurde bei der sechsten Ausgabe des Frauenrennens Dritte. 

Die deutsche Straßenrad-Meisterin Koch gewann sensationell das Eintagesrennen mit dem Ziel im Velodrom von Roubaix. «Es ist unglaublich. Ja, ich habe immer davon geträumt, dieses Rennen zu gewinnen», sagte sie. «Es ist ein Traum.»

Sprint-Show im Velodrome

Die 25-Jährige setzte sich im packenden Sprint gegen die frühere dreimalige Weltmeisterin Marianne Vos durch. Auch die Niederländerin war voll des Lobs für die Konkurrentin: «Vielleicht ist sie der breiten Öffentlichkeit noch kein großer Name», sagte die routinierte 38-Jährige. «Ich war nicht überrascht. Sie ist sehr, sehr stark», lobte Vos. 

Der Sieg bedeutet für die Frau aus Mettmann, die aber auch in Spanien lebt, der größte bisherige Erfolg in der Karriere. Sie selbst zeigte sich nicht allzu überrascht über ihre Fähigkeiten: «Wenn man mich letztes Jahr verfolgt hat, dann konnte man schon ganz gut sehen, dass ich in einer guten Form bin. Aber es ist doch schön, wenn ich sie überraschen konnte», sagte Koch. «Ich bin keine reine Sprinterin, aber ich kann nach einem harten Rennen trotzdem noch einen guten Endspurt hinlegen.»

Koch kommt aus einer Radsport-begeisterten Familie. Ihre Eltern lernten sich bei einem Radrennen kennen. «Ich war neun Jahre, als ich mein erstes Radrennen gefahren bin», sagte die jüngste von vier Geschwistern. 

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Bei den deutschen Meisterschaften will sie im Sommer zum dritten Mal nacheinander gewinnen. Koch fährt für das französische Team FDJ United - SUEZ. Ob sie bei der Tour de France zum vierten Mal startet, stehe noch nicht fest. Ihre Chancen sind zumindest nicht geringer geworden durch den Achtungserfolg. 

Frauenrennen am selben Tag wie das der Männer

Lange lieferten sich die drei Fahrerinnen an der Spitze einen Schlagabtausch in der Spitzengruppe. Knapp vier Kilometer vor dem Ziel attackierte Koch die beiden Teamkolleginnen, doch konnte beide nicht nachhaltig abschütteln. Es lief also auf den Showdown im Velodrom hinaus, den Koch für sich entschied. 

Zum ersten Mal wurde das Frauenrennen am selben Tag wie das der Männer ausgetragen. Die Frauen kamen etwa zwei Stunden nach den Männern ins Ziel. Zuvor hatte sich der Belgier Wout van Aert in einem packenden Zweikampf im Sprint gegen Weltmeister Tadej Pogacar durchgesetzt.

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