Vuelta a Burgos Feminas 2026Back to back Erfolg für Bredewold?

Leon Weidner

 · 21.05.2026

Vuelta a Burgos Feminas 2026: Back to back Erfolg für Bredewold?Foto: Getty Images/Szymon Gruchalski
Die Favoritinnen für die Burgos-Rundfahrt rollen bis zu den entscheidenden Anstiegen hinten im Feld mit
Mit der Vuelta a Burgos steht die letzte Rundfahrt auf spanischen Boden in 2026 an. Auf vier Etappen geht es durch den Norden Spaniens, für viele Fahrerinnen ist es der letzte Test vor der anstehenden Italien-Rundfahrt. Das sind die Favoritinnen auf den Rundfahrt-Sieg.

Von Donnerstag bis Sonntag geht es für die Frauen der WorldTour zum letzten Mal in Spanien in diesem Jahr um einen Rundfahrt-Sieg. Bei der Vuelta a Burgos 2026 gibt es gleichzeitig auch den letzten Härtetest für die kommende Italien-Rundfahrt. Während die ganz großen Favoritinnen noch einmal in der Höhe trainieren, nutzen viele Profis die viertägige Rundfahrt als letzte Vorbereitung auf den Giro d’Italia. Mit dabei ist auch Mischa Bredewold, die Siegerin der vor wenigen Tage geendeten Baskenland-Rundfahrt. Bei der Vuelta a Burgos finden die Fahrerinnen wieder welliges Terrain vor, jedoch dürfte es bei dieser spanischen Rundfahrt zwei Sprintankünfte geben.

Die Favoritinnen der Vuelta a Burgos

Auch deshalb stehen die besten Sprinterinnen der Welt am Start der viertägigen Burgos-Rundfahrt. Lorena Wiebes, Elisa Balsamo, Chiara Consonni, Clara Copponi und Ally Wollaston werden wohl die ersten beiden Etappen unter sich aufteilen, um den Gesamtsieg fahren jedoch andere Frauen aus der WorldTour.

Die bereits genannte Mischa Bredewold sieht aktuell besonders stark aus, konnte die Baskenland-Rundfahrt gewinnen und kommt mit viel Selbstvertrauen an den Start. Während ihre Teamkollegin Wiebes die große Favoritin auf den Sprintetappen ist, könnte Bredewold auf welligem Terrain überzeugen. Die Bergankunft in Lagunas de Neila könnte mit 10 Prozent im Schnitt jedoch etwas zu steil für die Niederländerin sein.

Für Dominika Włodarczyk hingegen könnten die Etappen drei und vier genau richtig kommen. Bei der Baskenland-Rundfahrt gewann sie zwei von drei Etappen, konnte Bredewold das Führungstrikot aber nicht mehr entreißen. Sie wirkt an den schwierigeren Anstiegen aber noch stärker, könnte daher im Finale des letzten Tages zeigen, dass sie eine echte Leaderin für ihr Team UAE ADQ sein kann. Für das Team FDJ United - Suez hat Évita Muzic die besten Karten, um am Anstieg Lagunas de Neila den Unterschied zu machen. Sonst meist als Helferin eingeplant, hat sie hier freie Fahrt.

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In ähnlich starker Verfassung wie Bredewold und Włodarczyk kommt Yara Kastelijn zur Vuelta a Burgos. Sie belegte im Baskenland den zweiten Platz, die kurzen und harten Anstiege liegen ihr. Eine Rundfahrt konnte Kastelijn noch nicht gewinnen, es wäre also das Debüt.

Oder doch eine Überraschung?

In der zweiten Reihe der Favoritinnen stehen Fahrerinnen wie Cédrine Kerbaol. Die Französin konnte bei der Vuelta a Espana eine Etappe gewinnen, fuhr für das Gesamtklassement und am Angliru zu inkonstant. Für eine Überraschung ist sie jedoch gut, bei der Burgos-Rundfahrt gibt es nur einen schweren Anstieg. Während die genannten Fahrerinnen bereits in den vergangenen Tagen in Spanien gestartet sind, kommt Mie Bjørndal Ottestad mit ganz frischen Beinen zur Vuelta a Burgos. Bei ihr steht daher aber ein großes Fragezeichen, es ist schwer ihre aktuelle Verfassung vorherzusagen. Genau wie Kerbaol könnte sie aber das Gesamtklassement richtig aufwirbeln.

Die Lokalmatadorin Usoa Ostolaza hat schwere Erwartungen auf ihren Schultern zu tragen. Ein starker vierter Platz bei der Vuelta a Espana und der siebte Platz bei der Baskenland-Rundfahrt lassen die spanischen Fans auf mehr hoffen. Insgeheim hatten sie auch vorher von noch besseren Platzierungen geträumt, das kann Ostolaza jetzt wahr machen. Die Chancen stehen nicht schlecht, um einen Podiumsplatz wird sie aber kämpfen müssen.

Leon Weidner

Werkstudent

Leon Philip Weidner ist Kölner, verfolgt den Profi-Radsport intensiv und ist selbst leidenschaftlich auf dem Rennrad unterwegs. Neben langen Kilometern im Sattel des Straßenrads sitzt er auch regelmäßig auf dem Zeitfahrrad – stets mit dem nächsten Triathlon im Blick. Seine Expertise verbindet sportliche Praxis mit Szenewissen.

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