Tour of the Alps - 2. EtappePellizzari gewinnt Bergankunft nach Red-Bull-Dominanz im Finale

Sebastian Lindner

 · 21.04.2026

Tour of the Alps - 2. Etappe: Pellizzari gewinnt Bergankunft nach Red-Bull-Dominanz im FinaleFoto: Getty Images / Tim de Waele
Giulio Pellizzari gewinnt für Red Bull - BORA - hansgrohe die 2. Etappe der Tour of the Alps.
Giulio Pellizzari (Red Bull - BORA - hansgrohe) hat das erste Kräftemessen der Klassementfahrer bei der Tour of the Alps 2026 für sich entschieden. Der Italiener gewann die Bergankunft aus einer sechsköpfigen Spitzengruppe heraus vor Thymen Arensman (INEOS Grenadiers) und Mattia Gaffuri (Team Picnic PostNL).

Neben Pellizzari, der nach einer Etappe bei der Vuelta a Espana im vergangenen Jahr nun seinen zweiten Sieg als Profi feierte, waren auch seine Teamkollegen Lorenzo Finn und Aleksandr Vlasov Teil der Spitze, daneben noch Egan Bernal (INEOS Grenadiers). Die Gruppe hatte sich über mehrere Schritte im Schlussanstieg des Tages gebildet. Nur Gaffuri war bereits Teil der frühen Ausreißer.

Pellizzari führt nach seinem Sieg auf der 147 Kilometer langen Etappe von Telfs in Österreich nach Martell in Südtirol nun auch die Gesamtwertung an, vier Sekunden Vorsprung hat er dort auf Arensman. Andere hochgehandelte Profis konnten die Erwartungen nicht erfüllen. Tom Pidcock (Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team), der trotz Platz zwei am Vortag über Schwäche geklagt hatte, kam mit sieben Minuten Rückstand ins Ziel. Derek Gee-West (Lidl - Trek) kassierte eine Minute, Ben O’Connor (Team Jayco AlUla) 25 Sekunden, Vorjahressieger Michael Storer (Tudor Pro Cycling Team) 19. Das Klassement hat also bereits deutlich Form bekommen.

Drei, zwei, eins ... Pellizzari

Zudem liefert das Vorbereitungsrennen für den Giro d’Italia damit auch Hinweise auf die Form der Profis, die bei der ersten Grand Tour des Jahres starten werden. Pellizzari soll dort gemeinsam mit Jai Hindley Red Bulls Doppelspitze bilden. Die Form dafür scheint beim 22-Jährigen zu passen. Genau wie seine Bilanz bei der Tour of the Alps. Zum dritten Mal stand der Italiener hier nun am Start. Bei seiner ersten Teilnahme 2023 beendete er eine Etappe als Dritter, ein Jahr später als Zweiter. Der Sieg nun ist quasi folgerichtig.

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“Es war ein verrückter Tag. Endlich habe ich hier eine Etappe gewonnen”, sagte Pellizzari dann im Ziel. “Ich muss mich bei meinen Teamkollegen bedanken. Nach dem ersten Anstieg habe ich mich etwas müde gefühlt, danach wurde es dann aber immer besser.”

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Tour of the Alps 2026 - Ergebnisse der 2. Etappe



So lief die 2. Etappe der Tour of the Alps 2026

Das Profil der 2. Etappe der Tour of the AlpsFoto: Tour of the AlpsDas Profil der 2. Etappe der Tour of the Alps

Rund zehn Kilometer nach dem Start begann das Rennen so richtig. Oliver Stockwell (Bahrain - Victrious) initierte ein Gruppe, die auf bis zu neun Fahrer anwuchs. Mit dabei ein klassischer Ausreißer: Davide Bais (Team Polti VisitMalta). Aber auch das österrischische Kontinental Team Vorarlberg präsentierte sich mit dem Mann im Bergtrikot, Emanuel Zangerle, und dem Deutschen Dominik Röber wieder vorn. Die österreischische Nationalmannschaft war mit drei Fahrern vertreten.

Nach 60 Kilometern - die größte Hürde des Tages, der Piller Sattel, war bereits überquert - lag der Vorsprung der Ausreißer bei fünf Minunten. Über den nächsten Anstieg, den Reschenpass, die Grenze zwischen Österreich unf Italien, halbierte sich der Vorsprung allerdings. Tudor und Jayco AlUla, später auch INEOS Grenadiers übernahmen die Hauptaufgabe in der Nachführarbeit. Am Fuße des Schlussanstieges war noch etwa eine Minute übrig.

Bernal und Vlasov verschieben die Kräfte in der Spitzengruppe

Storer, Finn und Arensman waren die ersten, die sich dort aus einer größeren Favoritengruppe lösten. Drei Kilometer vor dem Ziel kam Pellizzari dazu, der sich dort aber nicht lange aufhielt und schnell weiter nach vorn fuhr. Denn die Rennspitze bildete zu diesem Zeitpunkt noch der letzte Ausreißer Gaffuri, den Pellizzari 2,2 Kilometer vor dem Ziel einholte. Gleichzeitig hatte Bernal an das Verfolgertrio angedockt, dort das Tempo erhöht und die Lücke zur Spitze 1,4 Kilometer vor dem Zie geschlossen. An der Bergwertung, 900 Meter vor dem Ziel, hatte dann auch noch Vlasov den Sprung geschafft.

Im danach kurz abschüssigen Teil war es der Russe, der das Tempo mit einer Attacke wieder anzog. Als das INEOS-Duo um Bernal und Arensman die Verfolger wieder heranbrachten, ging es - wieder auf ansteigendem Terrain - bereits in den Zielsprint. Dort hatte Pellizzari dann die besten Beine.

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