Sebastian Lindner
· 20.04.2026
Ein anderer, Thymen Arensman (INEOS GRenadiers), hatte versucht, die Etappe an der letzten Welle fünf Kilometer vor dem Ziel zu entscheiden. Im verwinkelten Innsbruck, wo die 144 Kilometer lange Etappe nicht nur endete, sondern auch begann, war sein Team mit Vollgas gefahren, bremste dann aber hinter dem Niederländer, der sich so ein paar Meter Vorsprung herausfuhr. Der reichte bis auf die Zielgerade, aber nicht über den Strich.
Das von UKYO angeführte Feld flog an Arensman vorbei. Am Sprinter des japanisch-italienischen Teams, Dati, aber keiner mehr. Der siegte vor Pidcock und Florian Stork (Tudor Pro Cycling Team). “Wir wussten, dass an diesem letzten kleinen Anstieg vielleicht noch jemand angreift“, sagte Dati im Siegerinterview. “Ich hatte versucht, mitzugehen. Als Arensman dann die Lücke hatte, habe ich versucht, so viel Energie zu sparen wie möglich. Ich hatte mich sehr auf die Etappe gefreut. Jetzt endete sie, wie ich es mir erträumt hatte.“
Für den 23-Jährigen war es der zweite Sieg in einem Profirennen. Seinen ersten hatte er vor rund drei Woche bei Coppi e Bartali gefeiert. Schon dort hatte er überraschend Mauro Schmid (Team Jayco AlUla) im Sprint aus einem kleinen Feld in Schach gehalten.
| RG | Fahrer | Zeit |
|---|---|---|
| 1 | Team UKYO | 03:21:35 |
| 2 | Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team | +00:00:00 |
| 3 | Tudor Pro Cycling Team | +00:00:00 |
| 4 | Team Polti VisitMalta | +00:00:00 |
| 5 | Team UKYO | +00:00:00 |
| 6 | Team Jayco AlUla | +00:00:00 |
Ein deutsch-österreichisches Trio bestimmte den größten Teil des Tages. Tobias Nolde (Vorarlberg), sein Teamkollege Emanuel Zangerle und dessen österreichischer Landsmann Josef Dirnbauer (Nationalmannschaft Österreich) fuhren sich auf den ersten 60 Kilometern maximal fast fünf Minuten heraus. Nachdem die Differenz gegen Mitte des Rennens schrumpfte, wuchs sie vor der ersten Überquerung des zweiten Doppel-Anstiegs nochmal auf viereinhalb Minuten an.
Nach der zweiten Bergwertung, die wie schon die erste Zangerle für sich entschied und damit auch das Bergtrikot übernahm, erhöhten hinten im Feld Jayco AlUla und INEOS Grenadiers aber massiv das Tempo und halbierten den Abstand in nur wenigen Kilometern.
Über den letzten Anstieg fielen erst Nolde und dann Dirnbauer zurück. Der Österreicher rettete sich aber noch hauchdünn vor dem Feld und Jefferson Cepeda (EF Education EasyPost), der im Sprint noch zwei Sekunden erbte, über den Bonussprint. Zangerlege hingegen kämpfte noch lange gegen seine Einholung und wurde erst fünf Kilometer vor Schluss gestellt.
Dort, an der letzten Welle des Tages, versuchten die INEOS Grenadiers und ihr Kapitän Arensman mit einem cleveren Move, ein paar Sekunden herauszuholen. Der Vorsprung des Niederländers war war rund 300 Meter vor dem Ziel aufgebraucht. Das Feld raste heran und vorbei, ganz vorne war Dati schneller als Pidcock und Stork.