Itzulia Women 2026Die Favoritinnen – wer gewinnt im Baskenland?

Leon Weidner

 · 14.05.2026

Itzulia Women 2026: Die Favoritinnen – wer gewinnt im Baskenland?Foto: Getty Images/Szymon Gruchalski
Wer kann die Rundfahrt durch das Baskenland für sich entscheiden?
Von Freitag bis Sonntag geht es für die Frauen quer durchs Baskenland und bis nach San Sebastián. Durch die kurzen Anstiege bekommt die Strecke einen echten Klassikercharakter. Wir sagen euch, wer auf diesem Terrain ganz vorne mitmischen kann.

Während die meisten Fahrerinnen des Gesamtklassement der Vuelta sich von der großen Rundfahrt ausruhen, geht es für die meisten anderen Profis direkt weiter. In Spanien wartet mit der Itzulia Women 2026 die nächste Rundfahrt, diesmal jedoch nur drei Tage lang. Im Baskenland gleicht das Gelände eher dem typischen Klassiker-Terrain, welches die Fahrerinnen allerdings an drei aufeinanderfolgenden Tagen bezwingen müssen. Flach ist hier ein Fremdwort, es geht dauern bergauf oder bergab. Aber wem kommt diese Strecke entgegen und wer kann sich den Gesamtsieg schnappen?

Die Favoritinnen der Itzulia Women 2026

Die Vorjahressiegerin Demi Vollering wird 2026 nicht an den Start der dreitägigen Rundfahrt gehen. Damit ist Platz für eine neue Siegerin, denn auch Marlen Reusser steht nicht am Start. Die beiden haben die Itzulia bis jetzt gewonnen, Reusser einmal, Vollering dreimal. Dafür ist die zweifache Etappensiegerin und Zweite aus 2025 bei der spanischen Rundfahrt wieder dabei. Mischa Bredewold konnte erst kürzlich eine Etappe bei der Vuelta gewinnen und dürfte gute Chancen auf den Sieg bei der Itzulia haben. Anstelle von Demi Vollering startet Juliette Berthet als Kapitänin, sie könnte Bredewold vor allem an den schweren Anstiegen davon fahren. Diese beiden Fahrerinnen haben im Baskenland die besten Siegchancen.

Für das AG Insurance - Soudal Team geht Ashleigh Moolman-Pasio als erfahrene Kapitänin an den Start, ob sie jedoch die stärkste Fahrerin ist, ist wohl fraglich. Zuletzt konnte die 40-Jährige Fahrerin keine Top-Ergebnisse mehr einfahren, Justine Ghekiere könnte diese Rolle übernehmen. Auch das UAE Team ADQ hat mit Karelijn Swinkels und Dominika Włodarczyk zwei Fahrerinnen, die um den Gesamtsieg mitmischen können. Besonders Zweite hat schon gezeigt, wie stark sie ist und kommt ausgeruht zur Itzulia.

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Als echte Klassiker-Spezialistinnen kommen die Weltmeisterin Magdeleine Vallieres und Yara Kastelijn ebenfalls für ein Podium in Frage, für ganz vorne müsste ihre Leistung jedoch außergewöhnlich stark sein. Mindestens so stark wie die beiden zuvor genannten Fahrerinnen ist aktuell Usoa Ostolaza. Die Lokalmatadorin kommt aus dem Start- und Zielort der ersten Etappe und hat bei der Vuelta überraschend den vierten Platz geholt. Mit den heimischen Fans im Rücken könnte sie für eine ganz große Überraschung sorgen, sie sollte man definitiv im Auge behalten.

Die Deutschen mit guten Chancen

Ebenfalls gute Karten haben die deutschen Fahrerinnen. Mit Liane Lippert, Antonia Niedermaier und Ricarda Bauernfeind gibt es gleich drei Profis, die im erweiterten Favoritinnenkreis sind. Niedermaier belegte schon im vergangenen Jahr den achten Platz, könnte diesmal noch weiter nach vorne fahren. Bauernfeind ist wohl das größte Fragezeichen, fuhr bei der Vuelta auf einen guten 15. Platz, während Lippert die stärkste der Drei ist. Für den Sieg wird es vermutlich aber nicht reichen, ganz vorne machen andere Fahrerinnen die Top-Platzierungen unter sich aus.

Leon Weidner

Werkstudent

Leon Philip Weidner ist Kölner, verfolgt den Profi-Radsport intensiv und ist selbst leidenschaftlich auf dem Rennrad unterwegs. Neben langen Kilometern im Sattel des Straßenrads sitzt er auch regelmäßig auf dem Zeitfahrrad – stets mit dem nächsten Triathlon im Blick. Seine Expertise verbindet sportliche Praxis mit Szenewissen.

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