Itzulia Women 2026Drei Tage Klassiker-Terrain

Leon Weidner

 · 12.05.2026

Itzulia Women 2026: Drei Tage Klassiker-TerrainFoto: Getty Images/Szymon Gruchalski
Im vergangenen Jahr konnte Mischa Bredewold zwei Etappen gewinnen, musste sich im Gesamtklassement aber Demi Vollering geschlagen geben
Nach der Vuelta geht es für die Frauen in Spanien direkt weiter. Die Itzulia Women steht an, drei Tage voll mit kurzen Anstiegen – fast schon eine “Klassiker-Rundfahrt”. Hier gibt es keine Etappe zum ausruhen, die Beine müssen immer da sein.

Für die meisten ist die große Spanien-Rundfahrt erst ein paar Tage her, da geht es schon wieder weiter. Im autonomen Baskenland geht es für die Women’s WorldTour bei der Itzulia Women 2026 über die für die Region typischen kurzen Anstiege. Wer sich nach der Vuelta nicht richtig erholen konnte, wird hier gnadenlos abgestellt. Von Zarautz bis nach San Sebastián verläuft die Strecke auf 372 Kilometern an drei Tagen teils im Inland und teils an der Küste entlang.

​​Itzulia Women 2026: Das Wichtigste in Kürze

  • Termin: 15.-17. Mai
  • Distanz: 372,4 Kilometer
  • Start: Zarautz, Ziel: San Sebastián
  • Profil: wellig
  • UCI Kategorie: Women’s WorldTour
  • Premiere: 2022, 5. Austragung

​Das sind die Etappen der Itzulia Women 2026

​1. Etappe | Freitag, 15. Mai | Zarautz - Zarautz | 121,3 Kilometer | 2400 Höhenmeter

Das Höhenprofil der 1. EtappeFoto: OcetaDas Höhenprofil der 1. Etappe

Ohne die Chance auf ein gemütliches Einrollen geht es direkt los. Nach wenigen Kilometern auf nahezu flacher Straße geht es fast nur noch hoch und runter. Mit fünf Bergwertungen der dritten Kategorie und einer der Zweiten dürfte es schon beim Auftakt im Baskenland zu Abständen kommen. Der Anstieg nach Santa Ageda liegt kurz nach der Hälfte der Etappe und ist mit 8 Kilometern bei 6,8 Prozent die längste Herausforderung. Mit dem Anstieg Etumeta, der 7,5 Prozent im Schnitt aufweist und 4,5 Kilometer lang ist wird das Finale eingeläutet, in dem nicht weit vom Ziel noch der Anstieg nach Garate bewältigt werden muss. Dieser ist zwar nicht ganz so schwer, von dort aus sind es aber keine acht Kilometer mehr bis ins Ziel. Ein Solo oder der Sprint aus einer kleinen Gruppe sind hier am wahrscheinlichsten.

​​2. Etappe | Samstag, 16. Mai | Abadiño - Amorebieta-Etxano | 138 Kilometer | 2560 Höhenmeter

Das Höhenprofil der 2. EtappeFoto: OcetaDas Höhenprofil der 2. Etappe
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Mit fünf Bergwertungen der dritten Kategorie ist es ein Tag an dem es nicht eine einzige Schlüsselstelle gibt, sondern vielmehr eine Kumulation der Anstiege die Beine schwer werden lässt. Die ersten drei dieser Anstiege kommen direkt zu Beginn der Etappe, danach geht es trotzdem ständig auf und ab. Nach dem Aretxabalgane, der 23 Kilometer vor Ziel überfahren wird, kommt noch ein weiterer unkategorisierter Anstieg unmittelbar vor Amorebieta-Etxano.

​​3. Etappe | Sonntag, 17. Mai | San Sebastián - San Sebastián | 113,1 Kilometer | 1840 Höhenmeter

Das Höhenprofil der 3. EtappeFoto: OcetaDas Höhenprofil der 3. Etappe

Der auf dem Papier leichteste Tag bringt mit dem Jaizkibel einen der bekannten Anstiege des Klassikers San Sebastián mit sich. Dieser ist als Berg der Kategorie eins eingestuft, muss jedoch schon vor der Hälfte der Etappe absolviert werden, entscheidende Attacken kommen wohl erst später. Nämlich am Mendizorrotz, der auf 6,4 Kilometern bei 5,2 Prozent die perfekte Gelegenheit für einen Angriff bietet. Sobald die Profis oben angekommen sind geht es eine Abfahrt hinunter, nach der es nur noch knapp 3 Kilometer bis ins Ziel sind. Hier entscheidet sich die Rundfahrt endgültig.

Leon Weidner

Werkstudent

Leon Philip Weidner ist Kölner, verfolgt den Profi-Radsport intensiv und ist selbst leidenschaftlich auf dem Rennrad unterwegs. Neben langen Kilometern im Sattel des Straßenrads sitzt er auch regelmäßig auf dem Zeitfahrrad – stets mit dem nächsten Triathlon im Blick. Seine Expertise verbindet sportliche Praxis mit Szenewissen.

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