Die Stimmen zur 20. Etappe“Endlich wieder wie ich selbst gefühlt”

Thomas Huber

 · 22.07.2023

Die Stimmen zur 20. Etappe: “Endlich wieder wie ich selbst gefühlt”Foto: Getty Velo
Tadej Pogacar siegt bei der letzten Bergetappe der Tour de France
Tadej Pogacar gewinnt die 20. Etappe der Tour de France 2023. Am letzten Anstieg setzte er sich mit einer fünfköpfigen Gruppe ab und entschied dann den Zielsprint vor Felix Gall für sich. Im Ziel äußerte sich der Slowene zu seinem Etappensieg und zur Rundfahrt - die Stimmen.

Tadej Pogacar (Team UAE Emirates), Etappensieger im offiziellen Interview:

“Heute habe ich mich endlich wieder wie ich selbst gefühlt. Es tut gut, sich vom Start bis zum Ziel nach so vielen anstrengenden Tagen wieder gut zu fühlen. Es heute ins Ziel gebracht zu haben, stimmt mich wirklich glücklich. Ab jetzt könnte ich die Tour noch ein bisschen länger fahren - nein, lasst uns lieber ab morgen nach Hause gehen. Ich habe extra auf Adam (Yates; Anm. d. Red.) gewartet, er hat wieder einmal seinen starken Bruder mitgebracht. Ich kenne Adam mitterweile echt gut, daher ist er für mich echt perfekt angefahren. Danke an ihn! Ich bin glücklich, dass das Team einmal mehr einen super Job gemacht hat. Was mich glücklich auf die Tour de France zurück blicken lässt, ist die Atmosphäre im Teambus. Besonders schlimm waren Marc Solers Blicke, als ich am Berg die Möglichkeit auf den Gesamtsieg verloren habe.”

Yates mit Tour de France nur teilweise zufrieden

Adam Yates (Team UAE Emirates), Etappenfünfter bei Eurosport:

“Wir wollten, dass Tadej (Pogacar; Anm. d. Red.) heute die Etappe gewinnt. Wir haben versucht, das Rennen unter Kontrolle zu bringen, was bei der letzten Bergetappe nicht immer so leicht ist. Ich habe dann mit Simon (Yates; Anm. d. Red.) die drei vorderen Fahrer gejagt - am Ende bin ich für meine Fähigkeiten echt noch ein gutes Leadout gefahren. Ich habe heute an Tadej geglaubt. Er hatte nur einen schlechten Tag. Wir können heute glücklich sein, dass wir das Rennen gewonnen zu haben. Im nächsten Jahr können wir auf diese Leistung aufbauen. Für mich ist der dritte Platz im Gesamtklassement die beste Platzierung bei einer Grand Tour überhaupt. Natürlich bin ich glücklich. Wir sind aber eigentlich hierher gekommen, um das Gelbe Trikot zu gewinnen, das trübt den Eindruck ein wenig. Am Ende gab es aber nur einen Fahrer, der besser war - das ist okay.“

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Simon Yates (Jayco-AlUla), Etappenvierter bei Eurosport:

“Ich habe zuerst auf den Etappensieg geschielt, da gab es aber heute Schnellere als mich. Am Ende habe ich einfach versucht, das beste für meine Platzierung im Gesamtklassement zu geben. Ich hatte Glück, dass ich meinen Bruder an meiner Seite hatte, um die Lücke zu den Führenden zu schließen. Dann habe ich versucht, auf Sieg zu fahren und Zeit auf Carlos (Rodriguez; Anm. d. Red.) herauszufahren. Es war für mich sehr wichtig, dass mein Bruder an meiner Seite war. Ich bin sicher, dass wir demnächst darauf eine Flasche Rotwein trinken werden.”



Ungemütlicher Tag für Jumbo-Visma

Frans Maasen (Technischer Direktor, Jumbo-Visma), bei Eurosport:

“Ich bin sehr glücklich! Es gab heute viel zu verlieren, weil es eine hektische Etappe war. Nach dem Sturz von Sepp Kuss, war es nicht mehr so entspannt. Was Sepp passiert ist, hätte genauso Jonas (Vingegaard; Anm. d. Red.) passieren können. Nach dem Sturz wurde es im Auto ungemütlich. Bei Rodriguez ist der Reifen geplatzt, sodass auch Kuss gestürzt ist. Es war nicht gut für uns - Kuss hat noch um die Top-8 im Klassement gekämpft.”

Tom Pidcock (Ineos Grenadiers), bei Eurosport:

“Es war heute ein entspannter und kontrollierter Beginn. Bei der Abfahrt ist das Feld dann auseinandergefallen und ich war vorne mit dabei. Weil das Radio nicht wirklich funktioniert hat, habe ich erst mit Verzögerung mitbekommen, dass Carlos (Rodriguez; Anm. d. Red.) gestürzt ist. Ich hoffe, dass es ihm gut geht - noch habe ich mit nicht geredet. Am Ende war es ein weiterer harter Tag. Als Team hatten wir eine ganz gute Tour de France. Matejs (Mohoric; Anm. d. Red.) Interview schildert auch meine Gedanken ganz gut. Am Anfang habe ich ein wenig gehofft, im Fight ums Gesamtklassement mitkämpfen zu können - das hat dann irgendwann nicht mehr so gut funktioniert. Gegen Mitte der Tour hatte ich eine mental schwierige Phase, heute war ich aber wieder vorne mit dabei. Ich freue mich, dass ich die Tour heute auf positive Weise ausklingen lassen konnte.”

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