Merida Bikes: Eine taiwanesisch-deutsche Erfolgsgeschichte

Der taiwanesische Fahrradhersteller Merida bereichert seit mehr als 50 Jahren die Radsport-Industrie mit neuen Innovationen und aufregenden Designs. Hinter dem Unternehmen steckt eine deutsch-taiwanesische Zusammenarbeit. Bei TOUR finden Sie interessante Hintergrundinformationen zur Brand und informative Testberichte zu den neuesten Rennrad-Modellen.

Made in Taiwan: Wie Merida auf dem Inselstaat Geschichte schrieb

Auf einer Geschäftsreise in die USA bemerkte der Taiwaner Ike Tseng, wie schlecht es um das Image von Fahrrädern „Made in Taiwan“ stand. Diesen Umstand wollte er ändern und gründete 1972 mit Merida Industries sein eigenes Fahrradunternehmen. Zunächst produzierte er nur japanische Motorräder, sogenannte „Minibikes“ mit Hubräumen zwischen 50 und 100 cm. Ab 1975 konzentrierte sich das Unternehmen zunehmend auf die Herstellung von 10-Gang-Rennrädern und BMX Bikes für den amerikanischen Markt. In den 80ern startete Merida als eines der ersten Unternehmen die MTB-Produktion.

Zunächst stellte Ike Tseng nur Fahrräder für andere Marken her. Dies änderte sich allerdings, als er 1988 die Marke Merida ins Leben rief. Das Unternehmen expandierte immer weiter und vergrößerte im Zuge dessen sein Produktportfolio für den internationalen Markt. Aufgrund des raschen Erfolgs, der insbesondere auf der Einführung von computergesteuerten Produktionsabläufen beruhte, ging Merida als erster börsennotierter Fahrradhersteller an die taiwanesischen Börse.

Das Besondere an Merida ist, dass der komplette Produktionsprozess im eigenen Haus abläuft. Der Hauptsitz des Fahrradherstellers ist in Yuanlin, Taiwan. Auch die Fahrräder und Einzelteile werden in Taiwan sowie auf dem chinesischen Festland produziert. Das Forschungs- und Entwicklungszentrum, das hinter den Technologien steht, befindet sich hingegen im deutschen Magstadt im Innovationsraum Stuttgart. Auch die Montagestätte für den europäischen Markt liegt in Deutschland.

Auf diese Weise profitiert das Unternehmen von einer engen Zusammenarbeit zwischen Entwicklern und Produzenten. Deren Ziel ist es, Räder zu kreieren, die Qualität, Design und maximale Leistung kombinieren. Dabei präsentiert die Fahrradmarke Merida regelmäßig Neuheiten und Modelle für verschiedene Zwecke, um sowohl Gelegenheitsfahrer als auch Profis anzusprechen.

Aluminium, Carbon oder Magnesium: Technologien, die die Welt beeindrucken

Merida strebt danach, seine Produktionsverfahren und Fahrräder immer weiter zu verbessern. Daher forschte das Unternehmen schon in der Vergangenheit insbesondere im Hinblick auf neue Werkstoffe. Im Jahr 1995 führte Merida in der Fahrradbranche erstmals das TIG-Schweißen von Aluminium ein. Diese Schweißmethode ist bis heute ein wichtiges Element bei der Herstellung der Aluminiumrahmen. 1995 sorgte Merida mit der Produktion des Pedelec, einem E-Bike der ersten Generation, für Aufsehen und gilt seither als Vorreiter auf diesem Gebiet.

Ike Tseng trieb die Entwicklungsarbeit seines Unternehmens immer weiter voran, sodass Merida 1996 dank seiner hohen Standards in Qualität, Effizienz und Sicherheit als erster ISO-zertifizierter Fahrradhersteller in Taiwan ausgezeichnet wurde. Zudem erprobte sich die Brand beim Bau von Magnesium-Rahmen, die durch das geringe Gewicht und die hohe Steifigkeit überzeugten. Bereits kurze Zeit nach der Entwicklung fuhren die ersten Profi-Sportler auf den Merida Magnesium-Hardtails und konnten zahlreiche Erfolge verbuchen.

Auch in der Entwicklung der Carbon-Produktion gehört Merida zu den führenden Fahrradherstellern. Spätestens mit dem Sieg von José Antonio Hermida auf seinem CARBON-FLX-Rahmen bei den Olympischen Spielen 2004 stand für Merida fest, dass Carbon in Zukunft Magnesium-Hardtails ablösen wird. Bis heute präsentiert der Fahrradhersteller in regelmäßigen Abständen Neuheiten, Innovationen für die Fahrradbranche und kommuniziert dabei weitere Vorhaben bei der Entwicklungsarbeit.

Auf direktem Weg an die Spitze: Merida als Sponsor im Radsport

Merida erlangte durch seine Bike-Innovationen zunehmend an Ansehen und fasste immer mehr Fuß im Profi-Radsport. Um diesen Positiv-Trend weiter anzutreiben, gründete die taiwanesische Fahrradmarke Anfang der 2000er das Frauen-Mountainbike-Team: Sabine Spitz, Gunn-Rita Dahle Flesjå und Irina Kalentieva konnten unzählige Meisterschafts- und Weltcup-Titel im Cross-Country-Sport für sich und Merida verbuchen.

Im Jahr 2004 gründete Merida zusammen mit Volkswagen das Multivan Merida Biking Team. Dessen Profis fuhren in den 13 Jahren des Bestehens zahlreiche Siege in den Disziplinen Eliminator, Marathon und Cross-Country ein.

Ein Jahr nach der Präsentation des ersten Aero-Rads im Jahr 2012, stieg Merida in den Straßensport ein. Um die UCI WorldTour für die eigene Reichweite zu nutzen, gründete Merida das Team Lampre-Merida. Und auch im Profi-Straßenradsport wurde das Unternehmen seinem Ruf als Vorreiter gerecht: Als einer der ersten Hersteller stattete Merida seine Fahrer auf den Grand Tours mit Scheibenbremsen aus.

Nach der Auflösung von Lampre-Merida wurde der taiwanesische Fahrradhersteller Teil des Bahrain-Merida Pro Cycling Teams, das sich später aufgrund von wechselnden Sponsoren zu Bahrain-McLaren und schließlich zu Bahrain Victorious entwickelt. Die Sportler des Teams werden bis heute von Merida-Rennrädern ausgerüstet und erreichen regelmäßig Erfolge.

Cyclocross, Trekking und Sprint: Die Produktvielfalt von Merida

Merida bietet ein großes Produktsortiment mit verschiedenen Mountainbikes, Road-, Fitness-, Cross- und Trekking-Fahrrädern sowie Gravelbikes. Bei den Mountainbikes haben Sie die Wahl zwischen MTB Hardtails, Trail-, All Mountain- und Enduro-Rädern. Highlights sind das racige Trail-Bike ONE-TWENTY RC, das Stadt-Bike für Einsteiger BIG.NINE und das NINETY-SIX RC für besonders anspruchsvolle Marathon-Strecken.

Zudem bietet der Hersteller auch spezielle Kinderfahrräder und eine Bandbreite an verschiedenen E-Bike-Modellen an. Von E-Mountainbikes über E-Trekking & City bis hin zu E-Road Bikes – Merida vertreibt Produkte für Profis und Anfänger sowie verschiedene Terrains. Besonders stechen hierbei das mehrfach ausgezeichnete eONE-SIXTY mit Shimano EP8-Antrieb und das vielseitige eBIG.NINE 700 hervor, das sowohl im Gelände aber auch in der Stadt eine gute Figur macht.

Um herauszufinden, welches Merida Bike am besten zu Ihnen passt, können Sie sich an einen Partner-Händler bei Ihnen vor Ort wenden. Dieser wird Sie zu den verschiedenen Modellen informieren und Sie auch hinsichtlich der benötigten Rahmengröße beraten. Nach einer Probefahrt können Sie das Fahrrad einfach vor Ort oder im Online-Shop des Händlers bestellen. Oft werden die Fahrräder älterer Modelljahre zu einem günstigeren Preis angeboten, können aber mit den neuen Bikes immer noch gut mithalten.

Merida – der taiwanesische Fahrradhersteller mit hohen Ambitionen

Schon seit mehr als 60 Jahren trägt Merida mit seinen Bikes „Made in Taiwan“ zur Weiterentwicklung der Radsport-Technologien bei. Dabei verzeichnet das Unternehmen mit seinen Mountainbike-Teams und als Radrennsport-Sponsor zahlreiche Erfolge. Auch die Merida E-Bikes sind bei vielen Kunden aufgrund ihres Designs, der langen Laufzeit und des erschwinglichen Preises beliebt. Das alles ist dank einer effektiven Zusammenarbeit zwischen deutscher Entwicklungsforschung und taiwanesischem Produktions-Know-how möglich.

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