Laurin Lehner
· 16.06.2026
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Musik beim Radfahren? Für viele gehört der Soundtrack zur Tour dazu. Das Problem: Klassische In-Ear-Kopfhörer dichten die Ohren ab – und man bekommt weder das herannahende Auto noch die Klingel des Rennradfahrers mit. Gefährlich. Open-Ear-Kopfhörer wie die von Shokz lösen das Dilemma: Sie sitzen außen am Ohr, der Gehörgang bleibt frei. So hört man Musik und gleichzeitig den Verkehr. Gerade auf Gravel-Touren oder langen Straßenfahrten ein echter Vorteil. Und auch im Alltag praktisch: Wenn der Kollege was fragt, muss man nicht erst die Stöpsel rausfummeln.
Die neue Serie setzt auf eine Clip-On-Bauweise. Die OpenDots 2 nutzen dafür eine flexible Nickel-Titan-Legierung mit Silikonüberzug – Shokz nennt das JointArc™-Struktur. Mit 6,4 Gramm pro Earbud sollen die Teile auch bei längerem Tragen nicht drücken. Der Vorteil: Man bekommt mit, was um einen herum passiert – praktisch im Straßenverkehr oder wenn der Kollege was fragt.
Beim Klang verspricht Shokz mit der hauseigenen Bassphere™ 2.0-Technologie kräftige Bässe – wie gut das bei offenen Ohren funktioniert, muss sich zeigen. Die OpenDots 2 unterstützen außerdem Dolby Audio für räumlicheren Sound.
Das Mikrofonsystem soll Stimmen auch bei Wind sauber isolieren. Gesteuert wird über Drucksensoren am Earbud. Die günstigere Air-Variante wiegt 6,3 Gramm und soll mit bis zu 36 Stunden Akkulaufzeit punkten – ein ordentlicher Wert.
Die OpenDots 2 kosten 199 Euro und sind in Pearl White, Grey und Black erhältlich. Die OpenDots Air gibt's für 139 Euro in Black und Daybreak Purple.
Musikhören ist beim Radfahren grundsätzlich erlaubt. Dennoch bleibt es ein Sicherheitsfaktor. Studien und Expertinnen und Experten zeigen, dass bereits mittlere Lautstärke die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen kann – vor allem im dichten Stadtverkehr. Besonders problematisch sind Noise-Cancelling-Kopfhörer oder stark isolierende In-Ears, weil sie Umgebungsgeräusche deutlich abschirmen. Wer auf Nummer sicher gehen will, setzt auf offene Systeme wie die open Dots oder verwendet nur einen Ohrhörer.
Open-Ear-Kopfhörer sind vor allem für Sportler und Pendler sinnvoll. Klanglich können sie mit klassischen In-Ears meist nicht mithalten – dafür nervt kein Stöpsel im Ohr und man bekommt den SUV in der Innenstadt akustisch besser mit, der dir die Vorfahrt nehmen will. Ob die neuen Shokz-Modelle überzeugen, bleibt abzuwarten.

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