Klein, leicht, günstig, jedoch nicht sicherDas Minisafe von BBB

Matthias Borchers

 · 11.08.2026

BBB Minisafe
Foto: Matthias Borchers

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Mal eben einen Espresso trinken, im Biergarten einkehren oder an der Bäckerei halten: Für solche kurzen Stopps wünschen sich viele Rennradfahrer eine unkomplizierte Wegfahrsperre. Minischlösser passen in die Trikot- oder Satteltasche und wiegen wenig. Einen vollwertigen Diebstahlschutz ersetzen sie jedoch nicht. Wir haben sechs Modelle von Abus bis Zefal zwischen 13 und 40 Euro getestet.

Themen in diesem Artikel

Kompakt, leicht und schnell zur Hand

Minischlösser richten sich an Situationen, in denen das Fahrrad nur kurz unbeaufsichtigt bleibt. Sie sollen vor allem den schnellen Zugriff eines Gelegenheitsdiebes verhindern. Gegen organisierte Diebe oder hochwertiges Werkzeug bieten die kompakten Modelle dagegen nur begrenzten Schutz. Das entspricht auch den Erfahrungen aus umfangreicheren Fahrradschloss-Tests, in denen stabile Falt-, Bügel- und Kettenschlösser deutlich mehr Widerstand leisten.

Im Testfeld sichern zwei Modelle das Fahrrad mit einem dünnen Spiralkabel. Vier weitere setzen auf ein metallverstärktes Band nach dem Prinzip eines abschließbaren Kabelbinders. Beide Varianten sind mit einer Kunststoffummantelung versehen, die den Lack vor Kratzern schützen soll. Beim Packmaß und beim Gewicht liegen die Schlösser nah beieinander, bei der praktischen Bedienung zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede.

Zahlenschlösser mit Licht und Schatten

Alle sechs Minischlösser arbeiten mit einem Zahlencode. Das macht sie unkompliziert, weil kein Schlüssel verloren gehen kann. Allerdings lassen sich die Zahlenwalzen unterschiedlich gut bedienen. Manche Modelle bieten klar fühlbare Rastpunkte und gut ablesbare Ziffern. Andere verlangen beinahe Uhrmacherfinger, besonders beim Einstellen des Codes oder beim Öffnen unter Zeitdruck.

Auch die Sichtverhältnisse spielen eine Rolle. Beim BBB Minisafe ist der Zahlencode bei Tageslicht gut zu erkennen. In der Dämmerung fällt das Ablesen dagegen schwer. Für den kurzen Stopp am hellen Nachmittag ist das kein großes Problem, beim Besuch im Biergarten am Abend kann es jedoch lästig werden.

Sicherheit bleibt der Schwachpunkt

Die Bauart bestimmt maßgeblich, wie viel Widerstand ein Minischloss leisten kann. Dünne Spiralkabel sind leicht und flexibel, lassen sich mit geeignetem Werkzeug aber vergleichsweise schnell durchtrennen. Metallbänder sind deutlich robuster und verteidigen das Fahrrad im direkten Vergleich meist wehrhafter. Einen schweren Seitenschneider oder Bolzenschneider halten auch sie jedoch nicht zuverlässig auf.

Das ist unser Fazit vom BBB Minisafe

Das BBB Minisafe ist mit 57 Gramm das kleinste und leichteste Schloss im Test. Mit 13,95 Euro (hier erhältlich) gehört es außerdem zu den günstigsten Modellen. Beim Diebstahlschutz reicht es allerdings nur für zwei von fünf Sternen. Ein kleiner Seitenschneider trennt das Kabel im Nu durch. Besser schneidet es beim Handling ab, hier erreicht es 3 von 5 Sternen.

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Matthias Borchers ist im Test-Ressort von TOUR, Experte für Bekleidung und Zubehör. Als Hobbyradsportler hat er die TOUR-Transalp und die TOUR-Trans Austria absolviert. Prägend sind zudem Reportage-Reisen von San Francisco bis Sakai sowie 17 Trips zur Tour de France mit rund 30.000 Wohnmobilkilometern.

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