In diesem Artikel verwenden wir sogenannte Affiliate Links. Bei jedem Einkauf über diese Links erhalten wir eine Provision vom Händler. Alle vermittlungsrelevanten Links sind mit gekennzeichnet. Mehr erfahren.
Für den kurzen Stopp im Café, Biergarten oder an der Bäckerei bieten Minischlösser eine leichte und platzsparende Sicherung gegen Gelegenheitsdiebe. Sie passen in die Trikot- oder Satteltasche, ersetzen jedoch keinen vollwertigen Diebstahlschutz. Wir haben sechs Modelle von Abus bis Zefal zwischen 13 und 40 Euro verglichen.
Zwei Schlösser im Test sichern das Fahrrad mit einem dünnen Spiralkabel, vier Modelle setzen auf metallverstärkte Bänder nach dem Prinzip eines abschließbaren Kabelbinders. Alle Testkandidaten verfügen über ein Zahlenschloss. In der Praxis zeigen sich dabei deutliche Unterschiede: Manche Zahlenwalzen lassen sich präzise und leicht bedienen, andere verlangen beinahe Uhrmacherfinger.
Auch beim Packmaß gibt es Unterschiede. Die kompakten Schlösser verschwinden zwar problemlos in einer Trikot- oder kleinen Satteltasche, Kabel und Band lassen sich jedoch nicht immer gleich komfortabel verstauen. Für Rennradfahrer, die jedes Gramm und jeden Kubikzentimeter beachten, ist das ein wichtiger Punkt.
Das dünne Spiralkabel ist flexibel und lässt sich einfach um einen Fahrradständer, ein Geländer oder einen Tischfuß legen. Die Kunststoffummantelung schützt den Lack vor Kratzern. Dafür bietet ein Kabel grundsätzlich weniger Widerstand gegen gewaltsame Angriffe als ein stärkeres Metallband.
Die Band-Schlösser wirken kompakter und sind bei gleichem Sicherungsprinzip oft schwerer zu knacken. Ihre starre Konstruktion kann das Anschließen allerdings erschweren. Beim Test bewerteten wir deshalb nicht nur die Widerstandsfähigkeit, sondern auch die Bedienung im Alltag. Ein Schloss, das sich nur fummelig öffnen und schließen lässt, verliert beim kurzen Café-Stopp schnell an Attraktivität.
Das Zefal K-Traz Zip 3 XL* ist fast baugleich mit dem Abus Combiflex. Das etwas geringere Gewicht resultiert aus dem schmaleren Kabel, das sich im Test dennoch als widerstandsfähig erwies. Das Zahlenschloss lässt sich gut bedienen und die Zahlenwalzen sind sauber erreichbar.
Der Schiebeöffner ist jedoch etwas schwer zugänglich. Dadurch leidet das Handling, besonders wenn es beim schnellen Stopp unkompliziert gehen soll. Das Zefal eignet sich damit vor allem als leichte und praktische Abschreckung gegen den schnellen Zugriff eines Gelegenheitsdiebs. Wer sein Rennrad unbeaufsichtigt an einem belebten Ort zurücklässt, sollte trotzdem in Sichtweite bleiben.

Redakteur
Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.