Zwift Hub RollentrainerZwift stellt eigenen Smarttrainer vor

Stefan Loibl

 · 06.09.2022

Zwift Hub Rollentrainer: Zwift stellt eigenen Smarttrainer vorFoto: Hersteller

Zwift steigt mit einem eigenen Rollentrainer ins Hardware-Business ein. Der smarte Zwift Hub kostet inklusive Kassette 499 Euro. Der Direktantrieb-Trainer soll vor allem durch sein realistisches Fahrgefühl und die einfache Bedienung überzeugen.

Lange wurde in der Indoor-Cycling-Community darüber spekuliert, nun ist es endlich soweit. Zwift bringt seinen ersten, eigenen smarten Rollentrainer auf den Markt. Mit dem Zwift Hub steigen die Software-Experten aus Kalifornien damit ins Hardware-Business ein und müssen sich ab sofort mit etablierten Rollentrainer-Herstellern wie Tacx, Wahoo und Elite messen. Der brandneue Rollentrainer von Zwift ist ein Direktantrieb-Gerät, er kommt serienmäßig mit vorinstallierter Kassette und soll auch Gelegenheits-Radfahrern - egal ob mit Rennrad, Gravelbike oder Mountainbike - den Einstieg in die virtuelle Indoor-Fahrradwelt so einfach wie möglich machen. Dazu ruft der Marktführer für Radsport-Trainingssoftware einen echten Kampfpreis für seinen Zwift Hub Rollentrainer auf: 499 Euro sind eine echte Ansage an die Konkurrenz. Erhältlich wird der neue Smarttrainer ab 3. Oktober über die Zwift-Website sein.

Der neue Zwift Hub Rollentrainer soll ab 3. Oktober 2022 über die Zwift-Website erhältlich sein.Foto: Hersteller
Der neue Zwift Hub Rollentrainer soll ab 3. Oktober 2022 über die Zwift-Website erhältlich sein.

Zwift Hub Rollentrainer - die Fakten

  • Preis: 499 Euro
  • Gewicht: 15,0 Kilogramm
  • max. Leistung: 1800 Watt
  • max. Steigung: 16 %
  • mittlere Abweichung der Wattwerte: +/- 2,5 % (laut Hersteller)
  • max. Fahrergewicht: 130 kg
  • Schwungmasse 4,7 Kilogramm
  • 8/9/10/11/12-fach Shimano/SRAM kompatible Kassette im Lieferumfang
  • kompatibel für 130/135 mm Schnellspanner und 142/148 mm Steckachsen

Mittelklasse-Smarttrainer zum Kampfpreis

Orientiert man sich rein nach den technischen Daten, dann spielt der neue Zwift Rollentrainer nicht in der Liga der Top-Geräte mit. Er lässt sich eher in der Mittelklasse der Indoortrainer einordnen. Damit steht er etwa in Konkurrenz zum Tacx Flux S Smarttrainer oder dem Wahoo Kickr Core, die allerdings beide deutlich teurer sind. Alleinstellungsmerkmal des Zwift Hub ist allerdings die vorinstallierte und im Kaufpreis enthaltene Kassette. Ähnlich wie es Elite oder Wahoo bei manchen ihrer Rollentrainer optional anbieten, gibt man das passende Ritzelpaket bereits beim Kauf an. Zwift bietet mit Shimano- und SRAM-Schaltungen kompatible Kassetten von 8-12fach-Antriebe an. Auch Campagnolo-Kassetten kann man an Zwifts Rollentrainer nutzen, allerdings muss man vorher den Freilaufkörper wechseln. Die Abstufungen liegen bei 11-28 Zähnen (8-11fach) und 11-30 bei der 12fach-Kassette.

Das solide und einfache Design mit den zwei Standfüßen soll stabil genug sein für explosive Sprints. Gleichzeitig verspricht Zwift ein realistisches Fahrgefühl in seinen virtuellen Welten, Widerstandsänderungen sollen sanfte und ohne Verzögerung weitergegeben werden. Selbst bei hohen Geschwindigkeiten verspricht Zwift, das der Hub-Rollentrainer “flüsterleise” bleibt. Das werden wir demnächst selbst testen, denn ein Testgerät ist auf dem Weg in die TOUR-Redaktion.

Relativ kompakt fällt der Zwift-Rollentrainer aus.
Foto: Hersteller

Zwift Rollentrainer soll möglichst universell einsetzbar sein

Um den neuen, smarten Rollentrainer für möglichst viele Radfahrer als Trainingsgerät oder Schlechtwetter-Option interessant zu machen, lassen sich in den Zwift Hub nicht nur Räder mit klassischen Schnellspann-Hinterachsen einspannen, sondern auch Steckachsen mit 142 oder 148 Millimeter Breite. Die kommen auch bei immer mehr Gravelbikes zum Einsatz. Zwift spricht davon, dass man die Montage von 500 Bikes von mehr als 70 Herstellern bei der Entwicklung getestet habe. Zur Übertragung und Verbindung von Sensoren und Geräten hat der Zwift-Trainer alle gängigen Übertragungsstandards wie ANT+ (FE-C) oder BLE an Bord. Zudem kann der Smarttrainer mit seiner Bluetooth-Funktion als Brücke für Herzfrequenzmesser mit BLE oder ANT+ genutzt werden. Das ist vor allem für Radsportler interessant, die Apple TV fürs Indoor-Training nutzen.

Foto: Hersteller

Eingebettet ins Zwift-Universum

Selbstverständlich haben die US-Amerikaner bei ihrem neuen Rollentrainer ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass er sich möglichst geschmeidig mit den anderen Zwift-Produkten kombinieren lässt. Über mögliche Firmware-Updates wird man in der Companion App informiert, auch die Installation läuft per Bluetooth über die Zwift-App. Die Kalibrierung übernimmt die Zwift-Software während des Fahrens auf der Plattform. Eine Auto-Kalibrierung soll in nächster Zeit folgen. Auch individuelle Grafiken auf der “Pairing-Seite” hat Zwift für den Hub-Smarttrainer entworfen. Nach der ersten Fahrt damit bekommen Hub-Besitzer zudem ein spezielles Trikot aus dem Drop Shop übergestreift. Trotz der einfachen Anbindung zu anderen Zwift-Produkten kann man den Hub-Rollentrainer natürlich auch mit Indoor-Cycling-Software und Apps anderer Anbieter nutzen - wie beispielsweise Rouvy, Wahoo SYSTM oder Bkool.

Foto: Hersteller