WD-40 Fahrradreiniger ausprobiertGut Geputzt ist gut gepflegt

Matthias Borchers

 · 19.10.2026

WD 40 Fahrradreiniger
Foto: Sandra Schuberth

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Im Herbst braucht der Renner öfter eine Pflegedusche als im trockenen Sommer. Der WD-40 Fahrradreiniger löste den Schmutz an unserem Gravelrad ohne Bürsteneinsatz. Die 500-Milliliter-Flasche liegt gut in der Hand. Beim gezielten Einsprühen schmaler Rahmenrohre zeigt der breite Sprühstrahl allerdings seine Grenzen.

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Gut dosierbar, breit verteilt

Mit dem Sprühkopf lässt sich das Mittel leicht dosieren und fein verteilen. Das erleichtert das Einsprühen größerer Flächen und passt zur Reinigung eines kompletten Fahrrads. Wer dagegen nur einzelne Stellen behandeln möchte, muss genauer aufpassen: Der Strahl fällt recht breit aus. Um schmale Rahmenrohre gezielt zu treffen, dürfte er stärker gebündelt sein.

Die Handhabung hinterließ insgesamt einen guten Eindruck. Die Flasche lässt sich sicher greifen, die gewünschte Menge unkompliziert auftragen. Die breite Verteilung bleibt dennoch ein Kompromiss zwischen flächigem Auftrag und präzisem Arbeiten. Gerade an schmalen Rohren landet dadurch ein Teil des Sprühnebels neben der eigentlich vorgesehenen Stelle.

Schmutz löst sich ohne Bürste

Laut Hersteller wird das Rad zunächst mit Wasser abgespült. Anschließend trägt man den Reiniger unverdünnt auf und wäscht ihn vor dem Antrocknen mit klarem Wasser wieder ab. An unserem verdreckten Gravelrenner funktionierte dieses Vorgehen gut: Nach etwas Einwirkzeit löste sich der Schmutz beim anschließenden Abduschen leicht. Eine Bürste brauchten wir dafür nicht.

Das beschreibt unsere Erfahrung mit dem vorhandenen Schmutz, ersetzt aber keinen standardisierten Vergleich verschiedener Produkte. Wie sich Reinigungsleistung und Materialverträglichkeit systematisch prüfen lassen, zeigt der TOUR-Vergleichstest von zwölf Fahrradreinigern. Für die Einordnung zählt schließlich nicht allein, ob ein Rad nach der Wäsche sauber aussieht.

Verbrauch hängt vom Sprühen ab

WD-40 nennt Kunststoff, Gummi, Carbon, Chrom und Lack als geeignete Oberflächen. Eine eigene langfristige Prüfung der Materialverträglichkeit war nicht Bestandteil unseres Ausprobierens. Die Angaben zu den geeigneten Materialien stammen deshalb vom Hersteller.

Wie ergiebig die Flasche ist, hängt davon ab, wie großzügig man sprüht. Nach unserem Verbrauch reichen die 500 Milliliter für etwa fünf bis acht Radwäschen. Beim angegebenen Preis von 8,39 Euro entspricht das rechnerisch rund 1,05 bis 1,68 Euro pro Reinigung. Der tatsächliche Verbrauch kann mit Verschmutzung und behandelter Fläche variieren.

Fazit: Gute Reinigung, begrenzte Präzision

Am verschmutzten Gravelrad überzeugte der WD-40 Fahrradreiniger mit guter Reinigungswirkung: Der Schmutz ließ sich nach kurzer Einwirkzeit ohne Bürste abspülen. Dazu kommen die angenehm zu greifende Flasche und die leichte Dosierbarkeit. Der wichtigste Kritikpunkt bleibt der breite Sprühstrahl. Für ganze Räder passt die flächige Verteilung; an einzelnen, schmalen Stellen erschwert sie präzises Arbeiten. Ein stärker gebündelter Strahl würde die gezielte Anwendung dort erleichtern.

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Matthias Borchers ist im Test-Ressort von TOUR, Experte für Bekleidung und Zubehör. Als Hobbyradsportler hat er die TOUR-Transalp und die TOUR-Trans Austria absolviert. Prägend sind zudem Reportage-Reisen von San Francisco bis Sakai sowie 17 Trips zur Tour de France mit rund 30.000 Wohnmobilkilometern.

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