Fahrradsättel haben sich seit dem 19. Jahrhundert in ihrem Design kaum geändert. Beschrieben wird das von SaddleSpur etwa so: “Fahrradsättel sehen seit 1800 gleich aus und fühlen sich gleich an: ein unbequemer Hocker, auf dem man sitzt, während Beine und Arme die ganze Arbeit machen.”
Egal, ob zwei Kilometer oder 200 - Fahrradfahren sollte nicht wehtun. Deshalb hat es SaddleSpur zur Aufgabe gemacht, den Fahrradsattel neu zu denken.
Die Grundform, also die Sitzfläche ist vergleichbar mit vielen gängigen Fahrradsätteln. Was aber direkt ins Auge fällt ist ein Sporn hinten am Sattel. Sporn auf englisch heißt Spur, daher kommt auch der Name SaddleSpur. Der patentierte Sporn stielt den übrigen Highlights etwas die Show. Auch das kontuierte Design und ein eingearbeitetes Memory Pad als zusätzliche Komfortschicht sollen den Sitzkomfort erhöhen. Montiert wird der Sattel genauso, wie jeder andere Fahrradsattel.
Der Hersteller gibt an, dass der Sattel die ISO-Norm für Fahrradsättel erfüllt (ISO-4210-9).
Der Sporn hinten am Sattel soll eine eine sichere Basis bieten, einen Drehpunkt, der jedem Tritt mehr Kraft verleiht. Das Becken werde neu positioniert und der Körper gestützt. So soll das Radfahren effizienter werden und der Sattel zu maximalem Komfort und maximaler Leistung verhelfen.
Laut SaddleSpur passt der Sattel für alle Arten, Rad zu fahren. Rennrad, Gravel, MTB, City und mehr. Das muss er sicher erst noch beweisen. Gerade im Gelände und gerade auf dem MTB, wenn man den Hintern schon mal über dem Sattel vor und zurück bewegt, kommt der Sporn sicher schnell mal in die Quere. Generell kann er beim Aufsteigen hinderlich wirken, wenn das Bein dazu über Sattel und Hinterrad geschwungen wird.
Wir sind gespannt, wie der Sattel sich in der Praxis schlagen wird - und wie er angenommen wird mit seinem speziellen Design. Beim Hersteller kann man ihn für 125 britische Pfund, etwa 143 Euro, vorbestellen.
Sättel mit Rückenlehne gibt es vor allem im Rehabilitations-Bereich, wo Patientinnen und Patienten durch die Lehne mehr Sicherheit auf dem Fahrradergometer haben.
Von SQlab gibt es den Sattel 600 active, ein Sattel, bei dem der Dammbereich zu 100 % frei, also nicht belastet ist. Der Sattel ist für aufrechte Sitzpositionen, also zum Beispiel fürs Citybike gemacht.
Noch ein Design, das sicher kontrovers diskutiert wir, sind die Sättel von Infinity Bike Seat. Der Sattel entlastet die Sitzknochenbereiche und eignet sich für sportliches Fahren und spricht Triathleten und Triathletinnen sowie Ultradistanzradfahrerinnen und -radfahrer an. Nicht umsonst ist die Marke offizieller Partner des Race Across America. In der Praxis ist mir der Sattel schon mehrfach begegnet und die Besitzerinnen waren immer außerordentlich begeistert. Eine ist damit das Northcape4000 gefahren.

Redakteurin