Erst vor wenigen Tagen hatte Hutchinson seine breiteren Reifen vorgestellt - auch Conti folgt dem Trend. Continental stellt zwei neue Reifenbreiten der Grand Prix 5000 Serie vor. Der GP5000 S TR kommt in 35 mm, der GP5000 TT TR in 30 mm. Beide Modelle sind ab sofort weltweit über ausgewählte Handelspartner und die offiziellen Continental Vertriebskanäle erhältlich. Die Grand Prix 5000 Serie umfasst verschiedene Rennradreifen für unterschiedliche Einsatzbereiche. Der S TR ist als Allrounder konzipiert und soll Geschwindigkeit mit Zuverlässigkeit verbinden. Der TT TR setzt auf eine reduzierte Karkasskonstruktion für geringes Gewicht und niedrigen Rollwiderstand. Das Kürzel TR steht für Tubeless Ready. Den 5000 S TR gab es bisher in 25, 28, 30 und 32 Millimetern.
Die neue 35-mm-Variante des GP5000 S TR wiegt 380 g und kostet 91,95 Euro. Die größere Breite soll laut Hersteller einen geringeren Luftdruck ermöglichen und Vibrationen reduzieren. Continental sieht den Einsatz auf langen, leistungsorientierten Ausfahrten und auf wechselnden Untergründen. Die Konstruktion bleibt bei der bekannten S TR Spezifikation mit schneller und robuster Auslegung. Der Reifen soll sich für Rennen unter verschiedenen Bedingungen eignen.
Der GP5000 TT TR in 30 mm wiegt 280 g und kostet offiziell 113,95 Euro. Die Breite liegt zwischen den bisherigen Varianten und soll eine größere Aufstandsfläche bieten. Continental verspricht erhöhte Stabilität und Grip in schnellen Kurven. Eine spezielle 2-Lagen-Karkasse soll den Rollwiderstand minimieren. Der TT TR bleibt nach Herstellerangaben der schnellste Reifen im GP5000 Sortiment. Die Konstruktion soll ein ruhiges, kontrolliertes Fahrgefühl auf langen Distanzen unterstützen.
Alle Reifen der GP5000 Serie nutzen vier Kerntechnologien. BlackChili Compound soll Grip und Rollwiderstand verbessern. Vectran Breaker dient dem Pannenschutz. Active Comfort soll Vibrationen reduzieren. Lazer Grip soll den Halt in Kurven verbessern. Hannah Ferle, Produktmanagerin für Rennradreifen bei Continental, erklärt, die neuen Größen seien eine Antwort auf den Trend zu breiteren Reifen. Die größere Aufstandsfläche soll laut Ferle nicht nur zu besserer Vibrationsdämpfung führen, sondern auch Performance-Vorteile bieten. Die neuen Varianten sollen eine präzise Abstimmung von Luftdruck und Grip auf die Streckenbedingungen ermöglichen.
Das neue Modell in der Breite 35 mm haben wir noch nicht getestet - das Urteil über das Modell fiel grundsätzlich positiv aus. Es fiel aber auf, dass der Rollwiderstand im TOUR-Test etwas schlechter war, als beim Vorgängermodell, das noch nicht Tubeless Ready war. Das Fazit damals: “Absolut gesehen sind die Rollwerte immer noch spitze, da der alte Grand Prix 5000 sensationell gut rollte – auf Zeitfahrreifenniveau, aber mit dem Pannenschutz eines Allrounders.”

Redakteur