Bike AheadGravel- und Rennrad-Cockpit in 60 Konfigurationen, auch für 32 Zoll

Josh Welz

 · 08.10.2026

"The Cockpit": 60 Konfigurationen, ab 299 Gramm leicht, 899 Euro teuer. Auf Wunsch lässt sich das Bauteil individuell lackieren und optisch an das Fahrrad anpassen.
Foto: Bike Ahead

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​Mit neuer besonders kurzer Vorbaulänge, 60 Konfigurationen, individuellen Lackierungen und einem Gewicht ab 299 Gramm bietet die deutsche Carbonschmiede bike ahead composites mit „The Cockpit“ Rennrad- und Gravel-Fahrern viel Freiheit bei Ergonomie, Integration und Abstimmung.

​Der deutsche Carbon-Spezialist bike ahead composites erweitert sein integriertes Lenker-Vorbau-System “The Cockpit” um eine besonders kurze Vorbaulänge von 77 Millimetern. Die neue Ausführung richtet sich an Fahrräder mit modernen, länger ausgelegten Rahmengeometrien. Zugleich wurde sie für innovative Plattformen mit 32-Zoll-Laufrädern entwickelt, bei denen kompakte Vorbauten eine wichtige Rolle im Geometriekonzept spielen.


​Unser Fazit

Mit der 77-Millimeter-Version erweitert Bike Ahead “The Cockpit” zu einem besonders vielseitigen Lenker-Vorbau-System. Die Auswahl an Längen, Breiten und Drop-Formen erleichtert eine individuelle Abstimmung auf Fahrer und Fahrrad. Hinzu kommen das niedrige Gewicht, die breite Rahmenkompatibilität, der integrierte GPS-Halter und die Fertigung in Deutschland. Das Konzept überzeugt durch seine Variantenvielfalt und konsequente Integration.

Mit der zusätzlichen Größe umfasst das System sechs Vorbaulängen: 77, 88, 99, 111, 122 und 133 Millimeter. Diese wiederum lassen sich mit fünf Lenkerbreiten von 360 bis 440 Millimetern und zwei Drop-Varianten kombinieren, wodurch sich insgesamt 60 Konfigurationen. Damit deckt “The Cockpit” unterschiedliche Sitzpositionen und Einsatzbereiche ab. Schmale Lenker und kurze Vorbauten ermöglichen kompakte, aerodynamisch orientierte Set-ups. Breitere Varianten kommen Fahrern entgegen, die mehr Kontrolle oder eine komfortbetonte Position für lange Gravel-Touren suchen. Länge, Breite und Lenkerform können unabhängig voneinander gewählt und auf Körperbau, Rahmengeometrie und Einsatzzweck abgestimmt werden.

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Drop-Formen für Race und Gravel

Bei der Lenkerform stehen eine Gravel- und eine Race-Ausführung zur Wahl. Die Gravel-Variante besitzt einen stärker ausgestellten Unterlenker (Flare) für bessere Kontrolle auf losem Untergrund. Die Race-Version orientiert sich dagegen an einem klassischen, runderen Rennrad-Drop und weist weniger Flare auf. Sie richtet sich an Fahrer, die eine kompakte und sportliche Griffposition bevorzugen. Zusammen mit den verschiedenen Breiten und Vorbaulängen entsteht ein flexibles System für Straße und Gravel.

Carbon-Lay-up für kontrollierten Flex

Technisch setzt Bike Ahead auf einen Carbon-Aufbau, den man als „Sweet Spot Stiffness“ beschreibt. Mit dieser Technologie will man eine gezielte Balance zwischen Komfort und Steifigkeit erreichen – genauer gesagt: einen definierten Flex im Oberlenker, der Vibrationen und Stöße reduzieren soll. Insbesondere auf schlechten Straßen, langen Touren und Gravel-Passagen kann das die Belastung für Hände und Oberkörper verringern. Gleichzeitig verspricht der Hersteller ausreichend strukturelle Steifigkeit für präzises Lenkverhalten, direkte Kraftübertragung und hohe Spurtreue. Die aerodynamisch optimierte Oberlenkerform ist ebenfalls Teil dieses Konzepts.

Integration für mehr als 20 Marken

Spezifische Top-Cover, Steuersatzdeckel und Transition Spacer sollen einen sauberen Übergang zwischen Rahmen und Cockpit ermöglichen. Nach Angaben des Herstellers ist das System mit Fahrrädern von mehr als 20 Marken kompatibel, darunter 3T, Basso, BMC, Colnago, Orbea, Rose, Specialized und Wilier.

Für bislang nicht unterstützte Modelle bietet Bike Ahead individuelle Adapterlösungen an. Sofern Rahmen und Leitungsführung die technischen Voraussetzungen erfüllen, sollen diese normalerweise innerhalb von vier bis sechs Wochen entwickelt werden können. Dabei profitiert das Unternehmen von seiner eigenen Konstruktion und Carbon-Fertigung.

Zum Lieferumfang gehört außerdem ein integrierter, patentierter GPS-Halter. Der wird durch zwei Carbonröhrchen innerhalb des Cockpits fixiert und benötigt keine zusätzliche äußere Klemmung. Die leichteste Ausführung wiegt laut Hersteller ab 12,5 Gramm. Optional gibt es längere und winkelverstellbare Varianten sowie eine Actioncam-Halterung.

Ab 299 Gramm und Made in Germany

Das Gewicht des Carbon-Cockpits beginnt bei 299 Gramm und variiert je nach Größe und Ausführung. Gefertigt wird das System in der Carbon-Manufaktur von Bike Ahead in Veitshöchheim. Dort produziert das Unternehmen neben Cockpits auch Laufräder, Sattelstützen, Sättel und Fahrradrahmen. Zu den einschlägigen Eigenentwicklungen zählen das Mountainbike “The Frame HT”, das Gravelbike “The Superfast” und das 2025 vorgestellte 32-Zoll-Mountainbike “The Frame 32”.

Kennzeichnend für das Cockpit ist eine True-Carbon-Oberfläche, bei der die Struktur des Werkstoffs sichtbar bleibt. Auf Wunsch lässt sich das Bauteil individuell lackieren und optisch an das Fahrrad anpassen. Nicht vorrätige Konfigurationen sollen über das Partnernetzwerk oder die eigene Fertigung in der Regel innerhalb von vier Wochen nachproduziert werden. Für “The Cockpit” gelten die gesetzliche Gewährleistung und eine zweijährige Herstellergarantie auf Material- und Verarbeitungsfehler. Erstbesitzer erhalten darüber hinaus Zugang zu einem lebenslangen Crash-Replacement-Programm mit vergünstigten Ersatzkonditionen.

Die zehn wichtigsten Fakten zu “The Cockpit”

  • Vorbaulängen: 77, 88, 99, 111, 122 und 133 Millimeter
  • Lenkerbreiten: 360, 380, 400, 420 und 440 Millimeter
  • Drop-Varianten: Race und Gravel
  • Gewicht: ab 299 Gramm
  • Kompatibilität: Lösungen für mehr als 20 Fahrradmarken
  • Individualisierung: Lackierungen und spezielle Adapter möglich
  • GPS-Halter: serienmäßig integriert
  • Garantie: zwei Jahre Herstellergarantie und Lifetime Crash Replacement für Erstbesitzer
  • Preis: 899 Euro
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Josh Welz

Josh Welz

Chefredakteur

Josh Welz ist studierter Sportjournalist und prägt als Chefredakteur die publizistische Ausrichtung der BIKE. 2016 griff Welz den E-Trend auf und entwickelte den Titel EMTB. Entsprechend bewegt er sich gerne zwischen den Welten. Da seine Begeisterung für knackige Trails aber größer ist als sein Trainingsfleiß, schlägt das Pendel häufig in Richtung „E“ aus.

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