GrenzgängerCampagnolo präsentiert All-Road-Laufrad Zonda Carbon

Josh Welz

 · 03.07.2026

Campagnolo Zonda Carbon: 1.550 Gramm, 1.420 Euro.
Foto: Campagnolo

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Der italienische Hersteller Campagnolo bringt mit dem Zonda Carbon All Road ein vielseitiges Carbon-Laufrad für wechselnde Untergründe.

​Grenzgänger zwischen Asphalt und Schotter

In den vergangenen Jahren hat sich die strikte Trennung zwischen reinen Rennrädern für den Asphalt und Gravelbikes für unbefestigte Wege zunehmend aufgelöst. Viele Radfahrer, insbesondere Gravelbiker, bewegen sich heute auf Strecken, die zwischen glattem Asphalt, holprigen Belägen und Schotter wechseln. Genau für diese Zielgruppe wurde das neue Campagnolo Zonda Carbon All Road entwickelt.

Innerhalb des Produktportfolios des italienischen Herstellers schließt dieses Modell eine Lücke: Während die etablierten Modellreihen Bora Ultra, Bora WTO, Hyperon Ultra und Shamal weiterhin die reine Straßen-Performance repräsentieren und das Bora X speziell für den Gravel-Einsatz konzipiert ist, positioniert sich das Zonda All Road exakt zwischen diesen beiden Welten. Es richtet sich an Fahrer, die auf der Straße nicht auf Geschwindigkeit und Effizienz verzichten wollen, aber die Freiheit suchen, ihre Fahrt auch beim Wechsel auf loses, unbefestigtes Terrain fortsetzen zu können. Entsprechend ist der Laufradsatz für den Multi-Terrain-Einsatz ausgelegt und offiziell nach ASTM Kategorie 2 klassifiziert.

Aerodynamik trifft auf breite Reifen

Das Herzstück des neuen Modells ist die Felge aus unidirektionalem High-Modulus-Carbon, die vollständig in den europäischen Werken von Campagnolo gefertigt wird. Die Felge weist für eine hohe aerodynamische Effizienz eine Profilhöhe von 50 mm auf, die Innenmaulweite beträgt 25, die äußere Felgenbreite mit 30 Millimeter.

Beim Felgenprofil setzt der Hersteller auf das sogenannte „2 WAY FIT-hooked“-System, das die Montage von modernen Tubeless-Reifen in Breiten von 29 bis zu 60 Millimeter erlauben soll. Das Gesamtgewicht des Laufradsatzes liegt bei 1.550 Gramm. Die Grafiken der schicken Carbon-Teile sind mittels Siebdruck und Lasergravur aufgebracht.

Asymmetrie für mehr Steifigkeit

Bei den Naben setzt Campagnolo auf Gehäuse aus Aluminium. Im Inneren kommt ein einstellbares Konuslager mit Stahlkugeln zum Einsatz, das laut Hersteller auf eine langfristige Performance und ein geschmeidiges Laufgefühl ausgelegt ist.

Ein prägendes technisches Merkmal ist das G3-Einspeichmuster im Verhältnis 2:1. Pro Laufrad werden 21 konifizierte Straight-Pull-Speichen verwendet. Diese asymmetrische Speichenanordnung soll die Seitensteifigkeit erhöhen und eine direktere Kraftübertragung gewährleisten. Als Bremssystem ist die Scheibenbremsaufnahme nach dem AFS-Standard integriert.

Preise und Optionen für den Marktstart

Die offizielle Vorstellung des neuen Modells erfolgt am 1. Juli 2026 um 14:00 Uhr MEZ. Der unverbindliche Verkaufspreis für das Zonda Carbon All Road beträgt 1.420 Euro. Um eine breite Kompatibilität mit verschiedenen Schaltsystemen zu gewährleisten, wird der Laufradsatz mit den Freilaufkörper-Optionen N3W, HG11 (beziehungsweise HG) und XDR angeboten.

Wichtigste Produktdaten im Überblick

  • Modellbezeichnung: Campagnolo Zonda Carbon All Road / Zonda H50
  • Einsatzbereich: All-Road / Multi-Terrain (ASTM Kategorie 2)
  • Felgenmaterial: Unidirektionales High-Modulus Carbon mit C-LUX Finish
  • Felgenmaße: 50 mm Höhe | 25 mm Innenmaulweite | 30 mm Außenbreite
  • Felgenprofil: 2 WAY FIT-hooked
  • Reifenkompatibilität: 29 bis 60 mm
  • Naben & Lager: Aluminium-Naben mit einstellbarem Cup-and-Cone-Stahllagersystem
  • Einspeichung: 21 Straight-Pull-Speichen (tapered) im G3 (2:1) Muster
  • Bremssystem: AFS (Disc)
  • Freilaufoptionen: N3W, HG11 / HG, XDR
  • Gewicht: 1.550 Gramm
  • Herstellungsort: Vollständig in Europa
  • Preis & Verfügbarkeit: 1.420 Euro

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Josh Welz

Josh Welz

Chefredakteur

Josh Welz ist studierter Sportjournalist und prägt als Chefredakteur die publizistische Ausrichtung der BIKE. 2016 griff Welz den E-Trend auf und entwickelte den Titel EMTB. Entsprechend bewegt er sich gerne zwischen den Welten. Da seine Begeisterung für knackige Trails aber größer ist als sein Trainingsfleiß, schlägt das Pendel häufig in Richtung „E“ aus.

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