TOUR
· 03.06.2023
Der neue Wahoo Fahrradcomputer musste sich auf diversen Pendlerstrecken rund um München und bei Marathons beweisen. Erster Eindruck: Die neuen, nun erhabenen und größeren Tasten lassen sich auch mit Langfingerhandschuhen wesentlich besser bedienen als beim Vorgänger. Der auf 32 Gigabyte angewachsene interne Speicher kommt Anwendern entgegen, die sich nicht mit Datenpflege aufhalten wollen. Der neue Dual-Band-Chipsatz macht die Navigation noch präziser als zuvor, speziell in der Stadt oder im Gebirge, wo durch Signalschatten Abweichungen drohen.
Das Schwarz-Weiß-Display mit farbiger Teildarstellung ist brillanter als das des Vorgängers und besser ablesbar. Nicht verbessert hat sich dagegen die Darstellung auf dem GPS-Navi einer geplanten Route, die sich farblich nicht deutlich vom übrigen Wegenetz abhebt und deshalb fast versteckt. Die Akkulaufzeit in der Praxis beträgt knapp 15 Stunden. Das bedeutet genügend Stromreserve auch für ausgedehnte Tagestouren, die sich jedoch schnell reduziert, je mehr Sensoren wie Pulsmesser oder Powermeter gekoppelt sind.
Präzisere Positionsbestimmung dank Multiband-GPS, deutlich gesteigerte Speicherkapazität, mehr Akkuleistung, ergonomisch bessere Drucktasten: Das jüngste Upgrade von Wahoo bietet etwas mehr Kaufanreiz für ein Upgrade oder Neukauf als im Fall bei Garmin für den Wechsel von 1030 Plus auf 1040. Die Elemnt-Begleit-App und die Integration von Strava oder Komoot funktionieren sehr gut. Auf ein größeres Display mit verbesserter Kartendarstellung von Routenvorschau und Wegbeschaffenheit müssen Wahoo-Fans weiter warten.
Preis: 400 Euro
Pro Wahoo:
kompakt, robust, unempfindlich gegen Nässe und Schmutz, sichere Tastenbedienung, Display bei jedem Licht gut ablesbar
Zuletzt hatten wir den neuen Fahrradcomputer Edge 540 und Edge 840 im ersten Test. Interessant sind auch die fünf günstigen Fahrradcomputer TOUR-Test. Weitere GPS-Geräte und Tests dazu finden sie in unserer Rubrik “Radcomputer / Navis / Tracker”.