Gravelbikes und Endurance-Rennräder werden längst nicht mehr nur für sportliche Ausfahrten genutzt. Viele Fahrer pendeln damit zur Arbeit, absolvieren Trainingsrunden in der Dämmerung oder nutzen ihr Rad für längere Touren durch Herbst und Winter. Entsprechend steigen die Anforderungen an die Beleuchtung. Mit der ATS-B100 präsentiert Litemove eine kompakte Akku-Leuchte, die den Spagat zwischen sportlichem Einsatz und Alltag meistern soll.
Mit 203 Gramm gehört die ATS-B100 nicht zu den absoluten Leichtgewichten ihrer Klasse. Dafür integriert die Leuchte einen vergleichsweise großen 5.000-mAh-Akku direkt im Gehäuse.
Besonders interessant ist das Montagesystem. Die Lampe verfügt über einen werkzeuglosen Schnellverschluss und lässt sich sowohl mit Garmin- als auch mit GoPro-Halterungen kombinieren. Damit passt sie zu modernen Computerhalterungen ebenso wie zu klassischen Lenkermontagen.
Gerade an aktuellen Rennrädern mit Aero-Lenkern oder vollständig integrierten Cockpits wird die Montage von Beleuchtung häufig zur Herausforderung. Klassische Rundlenkerflächen stehen oft nicht mehr zur Verfügung, während Computerhalter und Kabelintegration zusätzlichen Platz beanspruchen. Die ATS-B100 bietet hierfür eine besonders elegante Lösung: Dank der Führungsnut an allen vier Seiten des Gehäuses kann sie sowohl oberhalb als auch unterhalb des Lenkers beziehungsweise einer Frontcomputer-Halterung befestigt werden. Das sorgt für eine aufgeräumte Optik, verbessert die Integration ins Cockpit und ermöglicht die Nutzung leistungsstarker Beleuchtung auch an modernen Aero-Rennrädern ohne zusätzliche Adapterlösungen.
Im stärksten Modus liefert die Lampe laut Hersteller 100 Lux beziehungsweise 700 Lumen. Für eine kompakte Akku-Leuchte sind das beachtliche Werte. Die Reichweite gibt Litemove mit bis zu 200 Metern an. Gleichzeitig soll die sogenannte ATIR-Optik einen gleichmäßigen Lichtteppich mit 8,5 Metern Breite erzeugen.
Noch wichtiger für den Einsatz auf öffentlichen Straßen ist die klar definierte Hell-Dunkel-Grenze. Sie verhindert das Blenden entgegenkommender Verkehrsteilnehmer und ist Voraussetzung für die StVZO-Zulassung.
Eine Funktion sticht besonders hervor: der integrierte Umgebungslichtsensor. Die ATS-B100 erkennt selbstständig wechselnde Lichtverhältnisse und passt die Helligkeit automatisch an. Wer morgens durch beleuchtete Innenstädte fährt und später auf dunkle Radwege wechselt, muss nicht ständig zwischen verschiedenen Leuchtstufen umschalten.
Für Pendler und Vielfahrer dürfte das einer der größten Vorteile sein. Gerade im täglichen Einsatz zählt eine einfache Bedienung häufig mehr als maximale Spitzenwerte bei der Lichtleistung. Über die integrierte Speicherfunktion lässt sich zudem der zuletzt genutzte Modus schnell wieder aktivieren.
Mit einer maximalen Laufzeit von bis zu 15 Stunden eignet sich die ATS-B100 auch für längere Einsätze. Im stärksten Modus sollen laut Hersteller bis zu 1,5 Stunden möglich sein, im Eco-Modus entsprechend deutlich mehr.
Geladen wird über USB-C. Darüber hinaus unterstützt die Leuchte das Laden während des Betriebs per Powerbank. Das dürfte insbesondere für Bikepacker, Langstreckenpendler und Fahrer interessant sein, die auch auf mehrstündigen Trainingsfahrten oder Brevets nicht auf ausreichend Licht verzichten möchten.
| Lichtleistung | bis 100 Lux / 700 Lumen |
| Reichweite | bis 200 m |
| Lichtkegelbreite | 8,5 m |
| Akku | 5.000 mAh |
| Laufzeit | bis 15 h |
| Ladezeit | 3,5 h |
| Ladeanschluss | USB-C |
| Automatischer Lichtsensor | Ja |
| Memory-Funktion | Ja |
| Gewicht | 203 g |
| Schutzklasse | IP56 |
| Zulassung | StVZO-K, ISO 6742 |
| Halterung | Garmin- und GoPro-kompatibel |
Die Litemove ATS-B100 wirkt wie eine durchdachte Beleuchtungslösung für Rennrad-, Gravel- und Pendelfahrer. Besonders die vielseitige Montage an modernen Aero-Cockpits hebt sie von vielen Wettbewerbern ab. Auch der automatische Lichtsensor sowie die Möglichkeit, die Leuchte unterwegs per Powerbank weiterzubetreiben, passen gut zu langen Trainingsfahrten, Pendelstrecken und Bikepacking-Abenteuern. Ob die Lichtverteilung in der Praxis mit etablierten Premium-Anbietern wie Lupine oder Supernova mithalten kann, muss ein ausführlicher Praxistest zeigen.
Wie wichtig ist euch bei einer Rennrad- oder Gravel-Leuchte die automatische Lichtsteuerung? Nutzt ihr lieber einen Automatikmodus oder regelt ihr die Helligkeit selbst?

Redakteur
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