Matthias Borchers
· 13.07.2026
Kurz vor dem Start der Tour de France stellten die Beteiligten ihre Zusammenarbeit bei einer Pressekonferenz in Barcelona vor. Das Airbag-System schützt gezielt die Wirbelsäule und soll schwere Verletzungen bei Stürzen verhindern. Castelli integriert die Technologie direkt in die Rennbekleidung, ohne Aerodynamik oder Bewegungsfreiheit einzuschränken. Das Trikot inklusive Trikot bleibt waschbar und lädt sich wieder auf. Die Teams testen die Technologie zunächst im Training und Wettkampf, bevor sie für Profi- und Hobbyfahrer verfügbar wird.
Das Airbag-System wiegt ungefähr so viel wie zwei Energy-Gels und löst nach einem Sturz in 200 Millisekunden aus. Nach der Aktivierung deflationiert der Airbag automatisch kontrolliert, sodass Fahrer nach einer versehentlichen Auslösung beweglich bleiben. Das System lässt sich aufladen und zum Waschen aus der Kleidung entfernen. Castelli integriert die Technologie in die Radbekleidung, ohne Bewegungsfreiheit oder Aerodynamik zu beeinträchtigen.
Soudal Quick-Step CEO Jurgen Foré betont, dass Sicherheit viele Entscheidungen des Teams beeinflusst. Die Fahrer tragen das System während Training und Wettkämpfen, um die Alltagstauglichkeit zu prüfen. Steve Smith, Global Brand Manager bei Castelli, erklärt, dass die Zusammenarbeit das Ziel verfolgt, schwere Verletzungen zu verhindern und gleichzeitig praktikabel zu bleiben. Francesco Ragazzini, Gründer von RAGAZ, sieht in der Kooperation einen wichtigen Schritt zur Weiterentwicklung der Technologie. Die Expertise der Teams liefert wertvolle Erkenntnisse für die Verfeinerung des Schutzsystems.

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