Maik Schröder
· 03.10.2026
Die Weste ist die passende zusätzliche Schicht, wenn vor allem Brust und Rumpf auf einer windigen Abfahrt geschützt werden sollen. Optional kann ein Langarmtrikot drunter getragen werden. Wer mit Trikot und Armlingen fährt, kann den Windschutz unterwegs flexibel anpassen. Das macht sie besonders für sportliche Ausfahrten interessant, bei denen sich Anstiege und Abfahrten abwechseln. Wie die Schichten zusammenspielen, erklärt auch der TOUR-Ratgeber zur Wahl zwischen Trikot, Windweste und Jacke.
Die Jacke schützt den gesamten Oberkörper und bietet viel Bewegungsfreiheit. Dadurch ist sie vergleichsweise wenig aerodynamisch. Sie ist aber die sinnvollere Wahl, wenn die gesamte Fahrt kühl und windig ausfällt oder längere Abfahrten geplant sind. Beide Modelle besitzen ein elastisches Rückenpanel. Es gibt in Fahrposition Bewegungsfreiheit und lässt am Rücken mehr Luftaustausch zu als eine rundum geschlossene Windschutzkonstruktion. Ob Weste oder Jacke besser passt, hängt deshalb auch von Tempo, Streckenprofil und den Schichten darunter ab, nicht nur von der Temperatur am Start.
Für beide Teile verwendet Vandeyk ein in Japan gefertigtes 20D-Ripstop-Gewebe aus Polyamid. Das Flächengewicht von 42 g/m² beschreibt den Stoff, nicht das Gewicht des fertigen Kleidungsstücks. Im Fahreindruck fällt das Material durch sein sehr geringes Gewicht auf. Die Verarbeitung wirkt sauber, der Windschutz überzeugt. Die Arme schließen angenehm eng und bündig ab. Zur Ausstattung zählen ein Zwei-Wege-Reißverschluss und seitliche Öffnungen für den Zugriff auf die Trikottaschen.
Beim Nylongarn kommen nach Herstellerangaben unter anderem Rohstoffe aus gebrauchten Reifen zum Einsatz. Sie werden über chemisches Recycling gewonnen und dem Material über ein Massenbilanzverfahren zugeordnet. Das bedeutet: Der Einsatz solcher Rohstoffe wird entlang der Herstellung bilanziell erfasst. Daraus lässt sich nicht ableiten, welcher konkrete Anteil eines einzelnen Kleidungsstücks physisch aus Altreifen stammt. Vandeyk gibt an, dass das Hauptmaterial in Japan gefertigt und beide Kleidungsstücke in Portugal hergestellt werden.
Jacke und Weste sind leichte Windschutzschichten, keine wärmenden Winterjacken. Bei Kälte kommt es daher auf Trikot und weitere Schichten darunter an. Beide Modelle sind wasserabweisend, für längeren oder starken Regen sollte man sie jedoch nicht anstelle einer Regenjacke einplanen. Wer seine Bekleidung für kühlere Touren zusammenstellt, findet im TOUR-Ratgeber zur Herbst- und Winterkleidung auf dem Rennrad weitere Kriterien für Windschutz, Isolation und Nässeschutz.
Fazit: Das Ultralight Wind Gilet passt zu wechselhaften, sportlich gefahrenen Herbsttouren, auf denen vor allem der Rumpf zeitweise Windschutz braucht. Die Ultralight Wind Jacket bietet sich an, wenn auch die Arme dem Fahrtwind länger ausgesetzt sind. Beide kombinieren geringes Gewicht mit gutem Windschutz. Wie warm die Kombination insgesamt ist, bestimmen die Schichten darunter.

Redakteur
Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.