Matthias Borchers
· 22.09.2026
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Das Trikot kombiniert winddichte und wasserabweisende Tempest-Protect-Paneele an Front und Seiten mit einem atmungsaktiveren Rücken. Damit zielt das Konzept auf wechselhafte, kühle Bedingungen, in denen eine klassische Windweste allein zu wenig Schutz bietet, eine Regenjacke aber schnell zu warm werden kann. Vier Rückentaschen, darunter eine Tasche mit Reißverschluss, sowie umlaufende Reflexdetails erweitern den Einsatzbereich auf längere Trainingsfahrten bei eingeschränkter Sicht.
Im Test bestätigt sich die Ausrichtung als schützende, eng anliegende Trainingsschicht. Die Note 1,0 für den Wetterschutz spricht für die wirksame Abschirmung gegen Fahrtwind und leichten Niederschlag. Besonders auf freien, windanfälligen Strecken oder bei kühlen Abfahrten kann das Materialkonzept seine Stärke ausspielen.
Für Dauerregen ersetzt das Trikot allerdings keine vollständig wasserdichte Regenjacke. Die wasserabweisende Konstruktion ist eher auf Spritzwasser, Nieselregen und kurze Schauer als auf lang anhaltende Niederschläge ausgelegt. Wer bei unsicherer Wetterlage mit hoher Intensität trainiert, findet hier eine funktionale Alternative aus Trikot und Windschutzschicht.
Bei der Passform erzielt das Bioracer die Note 1,8. Der Schnitt fällt laut Testdaten klein aus und verlangt deshalb eine sorgfältige Größenwahl. Das kann sportlich orientierten Fahrern entgegenkommen, die ein körpernahes Trikot ohne flatternde Partien suchen. Wer zwischen zwei Größen liegt oder mehrere wärmende Lagen darunter tragen möchte, sollte die Größenempfehlung besonders genau prüfen.
Die verfügbaren Größen reichen von S bis 2XL. Der Hersteller hinterlegt dazu konkrete Maße für Brust, Taille und Hüfte. Das erleichtert die Einordnung, ersetzt aber nicht die Anprobe, wenn zwischen zwei Größen entschieden werden muss.
Mit 285 Gramm in Größe L ist das Tempest Protect kein Leichtgewicht. Die Note 2,5 für Gewicht und Packmaß zeigt den Zielkonflikt des Konzepts: Das Mehr an Materialschutz kostet Reserven in der Trikottasche. Als kompakte Notfalllösung für milde Tage ist es daher weniger geeignet. Seine Stärke liegt vielmehr als bewusst gewählte Bekleidungsschicht für Touren mit unsicherem Wetter und niedrigen Temperaturen.
Bei der Ausstattung erreicht das Bioracer die Note 2,0. Positiv sind Kragenfutter, Silikonbund, Zippergarage, Reißverschlusstasche und Reflexpaspeln. Der Preis von 130 Euro liegt im Testfeld im unteren Bereich. Damit bietet das Modell einen klaren Gegenwert für Fahrer, die Wetterschutz priorisieren und ein sportlich geschnittenes Trikot für die Übergangszeit suchen.
Im direkten Vergleich rangiert das Bioracer mit der Gesamtnote 1,7 auf dem Niveau des GripGrab-Modells. An die Bestwerte von Maap mit 1,3 sowie Castelli und Sportful mit jeweils 1,4 reicht es nicht heran. Dafür kombiniert es sehr guten Wetterschutz mit einem vergleichsweise moderaten Preis. Seine Schwächen liegen vor allem im höheren Gewicht und in der kleinen Passform.
| Produktinformationen | Wert | Bewertung | Note |
| Hersteller | Bioracer | Wetterschutz, 30 % | 1,0 |
| Modell | Speedwear Concept Tempest Protect | Passform / Tragekomfort, 30 % | 1,8 |
| Produktionsland | EU | Gewicht / Packmaß, 20 % | 2,5 |
| Gewicht | 285 g, Größe L | Ausstattung / Funktion, 20 % | 2,0 |
| Größen / Passform | S bis 2XL / fällt klein aus | Gesamtnote, 100 % | 1,7 |
| Ausstattung | Kragenfutter, Silikonbund, Zippergarage, Reißverschlusstasche, Reflexpaspeln | ||
| Preis | 139 Euro | >> hier erhältlich |
Das Bioracer Speedwear Concept Tempest Protect erzielt im TOUR-Test die Gesamtnote 1,7. Seine Stärke ist der sehr gute Schutz vor Wind, Kälte und Nieselregen, den die Note 1,0 beim Wetterschutz bestätigt. Die sportliche, eher kleine Passform passt zu trainierten Rennradfahrern, verlangt aber eine sorgfältige Größenwahl. Mit 285 Gramm ist es kein leichtes Reservetrikot für die Tasche. Für ambitionierte Fahrer, die bei kühlen und wechselhaften Bedingungen zuverlässig trainieren wollen, ist es zum vergleichsweise günstigen Preis eine passende Wahl.

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