Laut Pressemitteilung stand die Aerodynamik bei der Entwicklung des Propero 4 im Vordergrund. Die Form ist “inspiriert von der Form des S-Works Evade 3.” Aber auch die Belüftungsöffnungen wurden optimiert, um einen “hohen inneren Luftstrom” zu ermöglichen. Der Hersteller nennt das Micro Channeling: “Wir haben kleine, jeweils um 2 mm versetzte Mikrokanäle eingebaut, die den Luftstrom im gesamten Helm verwirbeln und so für einen kontinuierlichen, erfrischenden Luftstrom sorgen.” Plakativ erklärt Specialized das Prinzip wie folgt: “Micro Channeling arbeitet wie ein Wäschetrockner. So wie Kleider in der Trommel gedreht werden, damit jede Faser vollständig trocknen kann, sorgt Micro Channeling für die anhaltende Luftzirkulation im Helm. Heiße abströmende Luft saugt kühle Luft an.” Optimale Aerodynamik und beste Belüftung haben andere Hersteller auch schon versprochen - TOUR hat den Helm noch nicht getestet.
Auch die Aerodynamik haben wir daher noch nicht überprüft. Laut Specialized ergaben die Tests im Windkanal, dass der Propero 4 vier Watt schneller ist als der S-Works Prevail 3. Das entspricht einem Vorsprung von 15 Sekunden auf 40 km bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 45 km/h.
In Deutschland wird der Helm für einen offiziellen Verkaufspreis von 190 Euro angeboten. Es gibt fünf Farbvarianten – darunter auch Helme in Weiß und Schwarz.
Der Radhelm ist mit dem Sicherheitssystem Mips Evolve ausgestattet. In unserem Crashtest haben wir 2023 das MIPS-Sicherheitssystem unter die Lupe genommen.
Die Aufgabe dieser inneren Schale besteht darin, bei einem schrägen Aufprall – wie er zum Beispiel beim Sturz über den Lenker typisch ist – etwas zusätzliche Rotationsbewegung der Helmschale zuzulassen. Das senkt die Wahrscheinlichkeit von Hirnschäden, die auftreten, wenn der Schädel sich so schnell dreht, dass die träge Masse des Gehirns nicht folgen kann und Blutgefäße bei der Scherbewegung zwischen Schädelknochen und Gehirn einreißen. Der Übergang von leichter Gehirnerschütterung zu schwerer Kopfverletzung ist dabei nach Ansicht der Mediziner fließend. Das heißt, man sollte möglichst alles tun, was die Belastung des Gehirns bei einem Unfall senkt.

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