Ekoi S-Aero im TestBrille mit Spoilern

Matthias Borchers

 · 23.05.2026

Radbrille Ekoi S-Aero
Foto: Wolfgang Papp
Plus: Individuelles, auffälliges Design, hervorragende Schutzfunktion, längenverstellbare Bügel

Die S-Aero von Ekoi richtet sich mit ihrem auffälligen Design an Sprinter, Zeitfahrer und alle Highspeed-Enthusiasten. Die französische Marke kombiniert eine XXL-Zeiss-Scheibe mit integrierten Spoilern für aerodynamische Vorteile. Für 167 Euro verspricht das Pro-Modell Performance im oberen Preissegment.

​Der französische Hersteller Ekoi ist ein Spezialist für Radbekleidung und Ausstatter von Profi-Teams. Mit der S-Aero präsentiert die Marke ein Modell, das gezielt für "Highspeed" entwickelt wurde – ein Pro-Modell für Profis wie auch für Hobbysportler mit hohem Anspruch an die eigenen Ausrüstung. Das innovative Design setzt auf eine große Zeiss-Scheibe der neuesten Generation, kombiniert mit kleinen Spoilern links und rechts unten am Visier, die aerodynamische Vorteile versprechen und der Brille ihr charakteristisches Erscheinungsbild verleihen.

Qualität von Zeiss

Die Scheibe der Kategorie 3 eignet sich für starke Sonneneinstrahlung und bietet maximalen Windschutz. Ekoi bietet die S-Aero in fünf verschiedenen Tönungen an, um unterschiedlichen Lichtverhältnissen gerecht zu werden. Besonderheiten sind die längenverstellbaren Bügel und der biegsame Nasensteg, die eine individuelle Anpassung ermöglichen sollen. Mit knapp 167 Euro liegt die Brille im mittleren bis gehobenen Preissegment, wobei Ekoi generell mit Rabattaktionen arbeitet.

Alle Infos zur Ekoi S-Aero

  • Gewicht: 38 Gramm
  • Visiergröße: 5,5 x 20 Zentimeter
  • Gläser: Zeiss, Kategorie 3
  • Features: seitlich integrierte Spoiler, längenverstellbare Bügel, einstellbarer Nasensteg
  • Varianten: 5 verschiedene Tönungen
  • Lieferumfang: Brillenputztuch
  • Preis: 167,30 Euro

Das ist unser Fazit​

Mit 38 Gramm fällt die Ekoi S-Aero etwas schwerer aus als der Durchschnitt vergleichbarer Rennradbrillen. Verantwortlich dafür ist die riesige Zeiss-Scheibe mit Abmessungen von 5,5 x 20 Zentimetern und ihren kleinen Spoilern. Diese kleinen aerodynamischen Elemente links und rechts unten an der Scheibe prägen ihr markantes Erscheinungsbild und sollen laut Hersteller einen messbaren aerodynamischen Vorteil bringen – ein interessantes Feature für zeitfahrorientierte Fahrer. In der Praxis überzeugt die große Scheibe mit exzellentem Windschutz bis weit in die Augenwinkel, ihre Tönung liefert guten Kontrast bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen. Beim Tragekomfort zeigen sich jedoch spürbare Schwächen: Unsere Tester beurteilen den Sitz wegen der eingerückt-positionierten Bügel als vergleichsweise eng, das nur wenig flexible und schlanke Nasenpad sollte exakt zur individuellen Nasenform passen. Bei breiterer Nasenwurzel entstehen unangenehme Druckstellen, vor allem bei längeren Ausfahrten. Positiv hervorzuheben ist die Möglichkeit, die Brillenbügel in der Länge individuell anzupassen – ein Feature, das nicht jeder Hersteller bietet. Die Brille ist mit fünf verschiedenen Visieren erhältlich und bietet damit Flexibilität für unterschiedliche Witterungsbedingungen und Einsatzbereiche. Unterm Strich eine Brille mit starker Schutzfunktion und individuellem Design, die jedoch bei der Passform wählerisch ist und nicht jeder Kopfform schmeichelt.

Minus: Eingeschränkte Anpassbarkeit, enger Sitz, Druckstellen bei breiterer Nasenwurzel


Matthias Borchers ist im Test-Ressort von TOUR, Experte für Bekleidung und Zubehör. Als Hobbyradsportler hat er die TOUR-Transalp und die TOUR-Trans Austria absolviert. Prägend sind zudem Reportage-Reisen von San Francisco bis Sakai sowie 17 Trips zur Tour de France mit rund 30.000 Wohnmobilkilometern.

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