Unbekannt
· 22.12.2016
Frage von Rudolf B.: Nach dem Rennradtraining nehme ich regelmäßig hochwertiges Eiweiß zu mir. Ich bin über 60 Jahre alt. Besteht ein Zusammenhang zu Eiweißablagerungen im Gehirn, wie sie bei Alzheimerpatienten festgestellt wurden?
Antwort von Uwe Schröder: Eiweiß nach dem Radtraining zu sich zu nehmen, ist vor allem nach intensiven oder intervallartigen Aktivitäten sowie nach sehr langen Trainingseinheiten sinnvoll. Es unterstützt die Regeneration und kann dazu beitragen, dass sich der Körper schneller und effektiver an den Trainingsreiz anpasst. Unmittelbar nach der Belastung sind hochwertige Eiweißquellen mit einem hohen Anteil an verzweigtkettigen Aminosäuren zu bevorzugen.
Ein Zusammenhang zwischen einer zielgerichteten – und meist zusätzlichen – Eiweißaufnahme und der Entstehung von Alzheimer-spezifischen Plaques (Ablagerungen) kann aber nach aktuellem Wissensstand nicht hergestellt werden und ist auch nicht wahrscheinlich. Wer Eiweiß zu sich nimmt, sollte jedoch die vom Hersteller empfohlenen Portionsgrößen nicht überschreiten. Um die Regeneration effektiv zu unterstützen, werden derzeit folgende Eiweißmengen für sinnvoll erachtet: 20 bis 35 Gramm pro Portion, oder nach sehr kraftausdauerorientierten Einheiten maximal 0,4 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht als Einmalportion. Wichtig ist weiterhin, das durch den Schweiß verlorene Wasser schnell zu ersetzen und bei zusätzlicher Eiweißzufuhr die Trinkmenge bewusst zu erhöhen, da Eiweißabbauprodukte über die Niere ausgeschieden werden. Empfehlenswert sind dazu insbesondere mineralstoffreiche Mineralwässer, idealerweise mit einem Calcium-Magnesium-Verhältnis von 2:1.