Am Sonntag fiel in Lienz der Startschuss für das mehrtägige Rennradrennen quer durch die Alpen. Die 22. Auflage der TOUR Transalp bringt die Teilnehmer aus aller Welt in sieben Tagen vom österreichischen Osttirol an den Gardasee. Die Streckenführung kombiniert klassische Anstiege mit bisher nicht genutzten Passstraßen.
Die Auftaktetappe führte über 114 Kilometer und 2000 Höhenmeter vom Start in Lienz über den Staller Sattel nach Sillian. Unter den Startern befand sich auch der zweimalige Olympiasieger im Snowboard Benjamin Karl, der in seiner österreichischen Heimat auf dem Rennrad antrat. Die zweite Etappe verlangte bei Temperaturen über 30 Grad deutlich mehr: 135 Kilometer und 3600 Höhenmeter bis nach Falcade. Der Etappenort in den Dolomiten war nach 14 Jahren Pause wieder Teil der Strecke und liegt in einem Hochtal zu Füßen des Passo Valles und der Pale di San Martino.
Auf der zweiten Etappe überquerte das Feld erstmals in der Geschichte der TTA den Passo Staulanza und den Passo Duran. Die beiden Anstiege zählen zu den landschaftlich reizvollsten Straßen der Dolomiten. Von Falcade führt die Route in den kommenden Tagen weiter nach San Martino di Castrozza, Possagno und Semonzo am Monte Grappa sowie nach Lavarone. Das Finale erreichen die Fahrer am 27. Juni in Riva del Garda am Gardasee.
Etappe 3: Falcade → San Martino di Castrozza
Kurze, aber intensive Bergetappe unter 50 km mit 1800 Höhenmetern und dem höchsten Höhenmeter-Kilometer-Verhältnis der gesamten Tour. Über Passo Valles und Passo Rolle endet die Etappe mit Blick auf die Pale di San Martino.
Etappe 4: San Martino → Possagno
Die Route führt über Passo Croce d'Aune auf den Monte Grappa – den letzten echten Alpenpass der Tour. Die Südrampen bieten Panoramablick bis zur Adria. In Possagno erwartet die Fahrer mit dem Tempio Canova ein kulturelles Highlight.
Etappe 5: Possagno → Semonzo
Erstmals wird eine neue Ost-West-Traverse über den Monte Grappa genutzt, die durch renovierte Felstunnel und enge Kehren führt. Das Etappenintro durch die Prosecco-Hügel von Valdobbiadene verbindet Weinberge mit Alpenpanorama.
Etappe 6: Semonzo → Lavarone
Die Etappe überquert die Hochebene der Sette Communi mit der spektakulären Auffahrt durch das Valstagna. Die Region ist kulturell besonders: Altdeutsche Dialekte und zweisprachige Ortsnamen zeugen von historischen Wurzeln.
Etappe 7 (Finale): Lavarone → Riva del Garda
Die Schlussetappe führt über drei Pässe mit 1800 Höhenmetern zum Ziel am Gardasee. Nach dem letzten Übergang am Passo Santa Barbara endet die Alpenüberquerung im Hafen von Riva del Garda.

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