​BAM! 2025Europas größtes Bikepacking-Treffen

Sandra Schuberth

 · 15.05.2026

BAM! Europe ist ein Treffen unter abenteuer-liebenden Fahrradmenschen
Foto: BAM! Europe
Drei Tage Italien, Tausende Radreisende aus aller Welt, ein Park voller Geschichten: Das Bicycle Adventure Meeting, kurz BAM!, ist der jährliche Treffpunkt der internationalen Bikepacking-Community. 2026 geht es vom 5. bis 7. Juni in den Park der Villa Contarini bei Padua. Und ja, hinfahren lohnt sich. Wir erklären dir, warum.

Was ist das BAM!?

Das Bicycle Adventure Meeting ist seit 2014 das Familientreffen der internationalen Radreise-Community und mittlerweile in der zwölften Ausgabe angekommen. Bikepacking, Gravel, klassischer Radtourismus, Ultra-Abenteuer, Familientouren: Beim BAM! finden alle Spielarten des Reisens auf zwei Rädern ihren Platz, ohne Hierarchie. Wer eine Weltumrundung hinter sich hat, sitzt beim Bier neben jemandem, der das erste Mal mit Packtaschen unterwegs war. Genau diese Mischung macht den Ruf des Events aus.

Das Besondere: Das Festival beginnt nicht erst am Eingangstor. Alle Teilnehmenden reisen mit dem Rad an, viele brechen Wochen vorher von zu Hause auf und nutzen die Anreise als eigenes kleines Abenteuer. 2025 sind so zusammengerechnet über 450.000 Kilometer auf die Räder gekommen.

Was wird geboten?

Drei Tage und Nächte Programm zwischen Festival, Konferenz und Bike-Camp:

  • Talks und Reiseberichte von Größen der Szene wie Sami Sauri, Nelson Trees, Mattia de Marchi oder Monica Consolini, die ihre Zwei-Jahres-Solotour um die Welt erzählt
  • Geografische Bandbreite von Afrika über Alaska bis in den Himalaya, plus Matteo Stellas Transkontinental-Ride von Peking nach Venedig auf den Spuren Marco Polos
  • Workshops zu Reisefotografie, Storytelling, Wetterkunde und Erster Hilfe in abgelegenen Regionen, dazu Diskussionen zu Verkehrssicherheit und neuen Mobilitätsformen
  • Cycle Cinema mit Filmen, deren Beamer von Teilnehmenden selbst getreten wird
  • Ausstellungsfläche für Fahrradhersteller, Bag-Maker und Marken aus der Szene
  • Themen jenseits des Rads, etwa wenn die Kletterer Giovanni Zaccaria und Alessandro Ferrari über Cerro Torre, Grenzen und Freundschaft sprechen
  • Inklusion und Empowerment mit Kollektiven wie Bike Boobs und VaiGine
  • Yoga, Highline-Performances, Familienprogramm und nach Sonnenuntergang DJ-Sets und Live-Musik

Ein Teil des Programms ist gezielt international ausgerichtet und findet auf Englisch statt.

Warum hinfahren?

Drei gute Gründe:

Die Atmosphäre. Wer einmal dort war, beschreibt das BAM! gern als das herzlichste, offenste Bike-Event überhaupt. Kein Wettkampf, kein Performance-Druck, keine Cliquen. Stattdessen Tausende Menschen, die alle dasselbe lieben: das Reisen mit dem Rad als Lebensgefühl, nicht als sportliche Leistung.

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Die Anreise als Teil des Events. Du musst nicht in Italien wohnen, um teilzunehmen. Du musst nur losfahren. Egal ob München, Berlin oder Wien als Startpunkt: Die Tour zum Festival ist oft der eigentliche Urlaub. Unterwegs schließt du dich Gruppen an, die alle in Richtung Veneto rollen.

Die Location. Die Villa Contarini ist eine der prachtvollsten Villen Italiens, ihr 50 Hektar großer Park liegt direkt an der Treviso-Ostiglia, einer der bekanntesten Radrouten des Landes. Von dort führen Wege in die Dolomiten, ans Meer und in die Kunststädte der Region. Bessere Voraussetzungen für eine Verlängerung gibt es kaum.

BAM! 2026 auf einen Blick

  • Wann: 5. bis 7. Juni 2026
  • Wo: Villa Contarini, Piazzola sul Brenta (Provinz Padua, Italien)
  • Anreise: mit dem Rad
  • Eintritt: frei
  • Mehr Infos: bameurope.it

Sandra Schuberth

Sandra Schuberth

Redakteurin

Sandra Schuberth, mal Feierabendrunde, mal Trainingsride, mal unsupported Bikepacking-Challenge. Hauptsache sie und ihr Gravelbike – abseits vom Verkehr. Seven Serpents, Badlands oder Bright Midnight: Sie hat anspruchsvolle Bikepacking-Rennen gefinisht. Gravel und Bikepacking sind ihre Herzensthemen, ihr Anspruch an Equipment ist hoch. Was sie fährt, nutzt und empfiehlt, muss draußen bestehen: nicht im Marketing, sondern im echten Leben.

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