Die Highlights der TOUR-LeserDas waren unsere Glücksmomente 2023

TOUR

 · 31.12.2023

Stilfser Joch: Frank Henninger, 48,  Korntal-Münchingen
Foto: Privatfoto
Was war Ihr schönster ­Rennrad-Moment 2023? Wir haben TOUR-Leser nach ihren Erlebnissen ­ge­fragt, hier sind einige Highlights.

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Stilfser Joch: Frank Henninger: 48, Korntal-Münchingen

Mein Highlight war die Auffahrt zum Stilfser Joch. Ich bin bereits zum achten Mal hochgeradelt – siebenmal die 48 Kehren der Südtiroler Seite. Ich bin frühmorgens los und war daher ohne Auto­verkehr am Stelvio. Am ­Finalanstieg wurde ich von Murmeltierpfeifen begleitet, jede Kurve war ein Genuss, bergauf bin ich dem blauen Himmel entgegengefahren.

Frank Henninger: Dem Himmel entgegen!Foto: PrivatfotoFrank Henninger: Dem Himmel entgegen!

Everesting am Roßfeld: Martin Nock, 54, Berchtesgaden

Mein Höhepunkt der Saison war ein Everesting am Roßfeld in Berchtesgaden. Wir sind am 22. Juli für die Kinderkrebshilfe Berchtesgadener Land & Traunstein und unserer Bergwacht Ramsau gefahren. Gut 500 Teilnehmer sind geklettert und haben dabei ca. 21.000 Euro Spendengelder gesammelt. Nach der elften Auffahrt hatte ich die 8848 Höhen­meter geschafft. Als Ehrengast hat sogar ­Bora-­Hansgrohe-Profi Toni Palzer vorbeigeschaut. Insgesamt sind stolze 1,25 Millionen Höhenmeter zusammengekommen.

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Martin Nock: 1,25 Millionen Höhenmeter für den “Guten Zweck”.Foto: PrivatfotoMartin Nock: 1,25 Millionen Höhenmeter für den “Guten Zweck”.

Traumtag am Passo Gavia: Barbara Rieger, 40, München

Der Passo Gavia (2621 Meter) ist einer der schönsten Pässe Italiens und landschaftlich ein absolutes Highlight. Das war mein absoluter Traumtag auf dem Rennrad 2023. Die Südseite ab Ponte di Legno ist spektakulärer und kann mit dem giftigen Mortirolo-Pass zu einer anspruchsvollen Runde kombiniert werden. Im Juni 2022 wurde der Pass auf voller Länge neu asphaltiert. Bormio ist zudem ein super Ausgangspunkt für einige der großen Alpenpässe: Stilfser Joch, Umbrail, Gavia, Mortirolo, Berninapass, Foscagno, Cancano-Seen, Bormio 2000.

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Barbara Riegers Traumtag auf dem Passo Gavia.Foto: PrivatfotoBarbara Riegers Traumtag auf dem Passo Gavia.

Tour durch Deutschland: Matthias Burg, 39, Elsenfeld am Main

Ich bin von Basel aus in sechs Tagen an den Timmendorfer Strand geradelt. Es war eine unfassbar schöne Tour durch ganz Deutschland und ein bisschen Elsass. Ich werde mein Leben lang nicht vergessen, wie ich über die Düne hoch an den Strand gekommen bin, das Meer gehört und dann gesehen habe. Es waren 1015 Kilometer mit 5921 Höhenmeter in sechs Tagen. Was man nicht vergessen darf, sind die Momente, in denen man denkt: “Warum mach ich den Scheiß eigentlich?” Auf der letzten Etappe hatte ich einen Tiefpunkt, als ich durch Eschede fuhr und an das schreckliche Zugunglück vor 25 Jahren dachte. Glücklicherweise machte ich 20 Kilometer später eine längere Pause mit Kaffee und guten Brötchen und schaffte es dann nach 245 Kilometern an dem Tag an den Strand. Ich bin immer noch so stolz auf diese Tour, dass ich für nächstes Jahr schon noch ein, zwei Dinge in der Richtung fest geplant habe.

Matthias Burg schaffte 1.015 Kilometer mit 5.921 Höhenmeter in sechs Tagen durch Deutschland.Foto: PrivatfotoMatthias Burg schaffte 1.015 Kilometer mit 5.921 Höhenmeter in sechs Tagen durch Deutschland.

Ein besonderes Jahr: Stephanie Claßen, 27, Wangen im Allgäu

Die Touren fingen wie jede Saison klein an. Meinen Kilometer-Tagesrekord habe ich mit der Bodenseeumrundung dann auf 268 Kilometer gesteigert. Mitte der Saison bin ich dann die ersten kleinen Pässe gefahren und hab ich mich immer weiter gesteigert. Vom Oberjoch bis hin zum Stilfser Joch und Timmelsjoch. Zudem habe ich zum ersten Mal am Arlberg-Giro teilgenommen. Die ganze Saison war gelungen – es gab mehr als einen schönen Moment!

Für Stephanie Claßen gab es viele schöne Momente in diesem Jahr.Foto: PrivatfotoFür Stephanie Claßen gab es viele schöne Momente in diesem Jahr.

Saisonstart am Gardasee: Timo Lippke, 25, Alfeld (Leine)

Die ersten gemeinsamen Rennradtouren ­Anfang Mai 2023 am Gardasee waren mein gelungener Start in die Sommersaison. Traumhaftes Wetter, wunderschöne Anstiege und Abfahrten – und eine gute Zeit mit zwei Freunden!

Timo Lippke genoß die Zeit mit Freunden am Gardasee.Foto: PrivatfotoTimo Lippke genoß die Zeit mit Freunden am Gardasee.

Ruhr2NSC: Stefan Trippler, 52, Bochum

2023 bin ich wieder einmal die Ruhr2­NSC gefahren – 300 km an einem Tag. Am Wochenende vorher hatte ich noch heftige Krämpfe auf einer 200er-Tour und bin fast vom Rad gefallen. Aber dann hat es am 17. Juni supergut geklappt. Ich war mit Freunden unterwegs, und wir sind mit einem Schnitt über 27 km/h angekommen. Für ­einen 100-Kilo-Plus-Mann gar nicht so schlecht.

Ruhr2NSC: Stefan Trippler schaffte 300 km an einem Tag.Foto: PrivatfotoRuhr2NSC: Stefan Trippler schaffte 300 km an einem Tag.

Mediterranean Epic Gran Fondo: André Schulz, 56, Benigembla (Spanien)

Ich fahre im Jahr rund sechs Jedermann-Rennen. Eines der am besten organisierten in Spanien findet jedes Jahr im Mai in Oropesa statt: “Mediterranean Epic Gran Fondo”. Normalerweise fahre ich immer alleine, aber in diesem Jahr bin ich mit zwei belgischen Freunden gefahren und das war ein super Tag. Wir haben uns für die kurze Strecke entschieden, da es in Belgien nicht so viele Berge gibt. 112 Kilometer mit 1500 Höhenmetern haben daher gereicht. Ich bin auf dem Foto ganz rechts.

André Schulz (rechts) genoß das Jedermann-Rennen mit Freunden.Foto: PrivatfotoAndré Schulz (rechts) genoß das Jedermann-Rennen mit Freunden.

TK Cycling Tour: Erik Ulrich, 40, Hamburg

Mein Höhepunkt neben vielen tollen Ausfahrten in vielen tollen Bundesländern und Städten waren die Teilnahmen an sieben Jedermann-Rennen, und das schönste war die TK Cycling Tour zum Finale der Deutschland-Tour in Bremen. Eine tolle Atmosphäre und schöne Strecke!

Für Erik Ulrich war die TK Cycling Tour das schönste Jedermann-Rennen des Jahres.Foto: PrivatfotoFür Erik Ulrich war die TK Cycling Tour das schönste Jedermann-Rennen des Jahres.

Zürich – Zermatt: Saki Tzikas, 51, Bühler (Schweiz)

Mein Saisonhöhepunkt war Zürich – Zermatt mit 260 Kilometern und 5900 Höhenmetern. Ein Event der Superlative! Start um 1.30 Uhr bei knapp 15 Grad und bestem Wetter. Über den Glaubenberg ging es Richtung Grimselpass, runter ins Wallis und schlussendlich nach Täsch. Das Rennen ist eine mentale Herausforderung, die den Kopf auf die Probe stellt. Ich bin solo gefahren und hatte keine Unterstützung von außen. Ich bin schon 16-mal den Ötzi gefahren – der härter und intensiver ist, aber beide haben ihre Reize, beide sind mehr als nur ein Rennen.

Zürich – Zermatt: Saki Tzikas ist stolz auf die geschafften 260 Kilometer und 5900 Höhenmeter.Foto: SportografZürich – Zermatt: Saki Tzikas ist stolz auf die geschafften 260 Kilometer und 5900 Höhenmeter.

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