Seit über 16 Jahren gehört Jens Klötzer zu unserer Test- und Technikredaktion. Unzählige Renn- und Gravelbikes hatte er schon unter dem Hintern, um Fahreindrücke zu sammeln. Aber nicht nur das, er investiert auch viel Hirnschmalz, um die Bikes durch diverse Labortests im hauseigenen Testlabor, aber auch im Windkanal vergleichbar zu machen.
Wie tief sein Verständnis für Fahrräder ist, beweist er zusätzlich seit sieben Jahren im Fahrradpodcast Antritt von Detektor FM. Immer dann, wenn es heißt “Klingeln bei Klötzer”. Immer dann, wenn das Podcast-Duo Christian Bollert und Gerolf Meyer technische Fragen hat. Immer dann steht Jens Klötzer Rede und Antwort.
Nachdem im Podcast schon zahllose Technik-Fragen beantwortet wurden, war es in den vergangenen Monaten an der Zeit zu fragen, wie das eigentlich mit der Kraftübertragung am Rad funktioniert.
Vom Fuß geht’s ins Pedal, vom Pedal über Kurbelarm und Kettenblatt in die Kette. Eine Kette besteht aus unzähligen Kleinteilen - Gerolf hat an seinem Rad nachgezählt, wie viele es sind. Wie viele Reibungsverluste gibt es hier? Wo wollen wir beim Radfahren trotz Verluste Reibung haben? Was passiert beim Schalten? Was bedeutet Übersetzung?
Um das Ganze weniger trocken zu gestalten, hat sich das Podcast-Team etwas Anschauliches überlegt: Krafti.
Krafti ist Anfangs ein Druck aufs Pedal, 20 Kilo bzw. 200 Newton. Im Laufe der Zeit reist Krafti weiter durch den Antrieb bis Krafti auf der Straße ankommt. Jens Klötzer wurde, wie sollte es anders sein, zum Reiseleiter gekürt.
Und auch die Frage, wo wer sitzt im Reisebus der imaginären Reisegruppe, wurde geklärt. Jens sitzt rechts vorn, also auf dem Beifahrersitz. Und ich stelle mir beim Hören lauter kleine Strichmenschchen vor, die irgendwie auf ein Fahrrad einwirken. In meinem Kopf sieht das toll aus, auf Papier dann eher so:
Das Beste! Von Kraftis Reise es gibt einen Supercut, in dem alle Reiseabschnitte zusammen geschnitten wurden. In knapp 3,5 Stunden könnt ihr die komplette Reise durch den Fahrradantrieb geballt anhören. Perfekt für eine lange Trainingseinheit oder den Frühjahrsputz. Anhören geht natürlich auch Häppchenweise, so hab’ ich das gemacht. Angefangen auf dem Weg in die Redaktion, weiter ging es bei einem Lauf in der Mittagspause, die nächste Portion gönnte ich mir bei einem Spaziergang, dann nochmal Pendeln, dieses Mal mit Öffis statt Rad.

Redakteurin