Sneak PeaksNeue Herausforderungen im Orbit360

Sandra Schuberth

 · 15.12.2023

Sneak Peaks: Ein neues unsupported Ultracycling Event
Foto: Orbit360
Für 2024 gibt es viele neue Ultracycling-Events und Herausforderungen im Alpenraum. Eine davon ist Sneak Peaks, eine unsupported Bikepacking-Expedition. Die Weltraumcrew rund um den Orbit360 und Space Commander Raphael Albrecht hat sich drei gleich herausfordernde und abenteuerliche Routen überlegt.

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Mit Sneak Peaks bietet die Orbit360 Weltraumcrew eine Bikepacking-Expedition durch die italienischen Dolomiten, die je nach Strecke bis in das Triglav-Gebirge in Slowenien führt.

Die Akkreditierung und das Event-Briefing werden am 4. September in Bozen stattfinden. Am 5. September starten die Teilnehmenden auf die Adventure-Route, die zwei kürzeren aber nicht weniger anspruchsvollen und abenteuerlichen Routen starten am 6. September.

Sneak Peaks: Die Routen

Space Commander Raphael Albrecht hat gemeinsam mit seiner Crew in liebevoller Kleinstarbeit drei Routen gescoutet. Die Höhenmeter versprechen Abenteuer und werden die Beine maximal fordern. Es geht über abenteuerliche Bergpässe und dabei wortwörtlich über Stock und Stein.

Die Höhenmeter lassen es schon vermuten – es wird abenteuerlich. Dabei wechseln sich schnelle Gravelwege mit asphaltierten Hinterlandstraßen ab. Autos? Die sucht man hier vergeblich. Als Checkpoints wurden Rifugios ausgewählt, die ausschließlich in höheren Bergregionen zu finden sind. Dadurch wird der Spruch “Wer sein Rad liebt, der schiebt” in die Tat umgesetzt. Hike-A-Bike ist sicher nicht nur einmal nötig, um die “Peaks” zu erreichen. Die Weltraumcrew verspricht “Es lohnt sich, versprochen! Oben angekommen können sich die FahrerInnen auf einen warmen Empfang mit bester italienischer Verpflegung freuen.”

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  1. Entree: 500 Kilometer, 19.000 Höhenmeter
  2. Classic: 750 Kilometer, 29.000 Höhenmeter
  3. Adventure: 1100 Kilometer, 39.000 Höhenmeter

Das Besondere

Wie bei allen Ultracycling Events gibt es ein paar Regeln, doch um neben der Herausforderung auch ein gemeinsames Erlebnis zu kreieren, sind die Regeln bei Sneak Peaks nicht so streng. Klar, auch hier sind die Fahrerinnen und Fahrer auf sich allein gestellt. Hilfe von Dritten ist nicht erlaubt. Aber entgegen zu anderen Events ist es ausdrücklich erlaubt, zusammenzufahren und sich mental zu unterstützen - ganz im Sinne klassischer Audax-Grundsätze. Liebe und gegenseitiges Empowerment soll das Erlebnis besonders machen. Auch haben die Veranstalter auf ein Zeitlimit verzichtet, die Höhenmeter seien schon Herausforderung genug.

Mehr als Bikepacking

Der Crew ist die Leave-No-Trace-Ethik ein besonderes Anliegen. Leave-No-Trace ist sicherlich jedem Bikepacker und jeder Bikepackerin ein Begriff. Nichts als Reifenspuren sollen also hinterlassen werden. Keine verlorene Bananenschale, kein vom Wind weggerissenes Riegelpapier, kein Toilettenpapier am Wegesrand.

Eine weitere Regel der Orbit360-Crew für Sneak Peaks folgt dem Hashtag #noflightride. Die An- und Abreise soll ohne Flugzeug stattfinden. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen statt dessen auf nachhaltige Verkehrsmittel setzen. So wurde auch der Startort ausgewählt, denn nach Bozen fährt ein Zug. Die Veranstalter selbst werden CO2-Emissionen ausgleichen, die während des Events durch Transport, Verpflegung und Übernachtung der Teilnehmenden entstehen.

Ermutigend

Wer sich auf Radveranstaltungen umguckt, wird überwiegend weiße Männer sehen. Der Veranstalter bietet besondere Tickets an, um unterrepräsentierte Gruppen im Radsport zu ermutigen, sich der Orbit360 Community anzuschließen. Es gibt Tickets für FLINTA*-Personen (Frauen, Lesben, intersexuelle, nicht-binäre, trans und agender Personen), die die Gender Pay-Gap berücksichtigen. Und weil es Personen gibt, die finanziell nicht in der Lage sind, ein Ticket zu kaufen, können andere Teilnehmer Soli-Beiträge zahlen. Mit den so generierten Summen werden Soli-Tickets finanziert und Menschen Abenteuer ermöglicht, für die Sneak Peaks ohne das Angebot keine Option gewesen wäre.


Spoiler:

Sandra Schuberth, Verfasserin dieser Meldung, Online-Redakteurin und Bikepacking-Expertin wird einige ihrer Urlaubstage für diese Veranstaltung verwenden, um genau bei diesem Event an den Start zu gehen - und hoffentlich auch zu finishen.

Mein Favorit: Adventure, also 1093 Kilometer und ... viel zu viele Höhenmeter. Ich habe Bock und blicke dem schon jetzt voller Vorfreude und Ehrfurcht entgegen. - Sandra Schuberth

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Sandra Schuberth

Redakteurin

Sandra Schuberth, mal Feierabendrunde, mal Trainingsride, mal unsupported Bikepacking-Challenge. Hauptsache sie und ihr Gravelbike – abseits vom Verkehr. Seven Serpents, Badlands oder Bright Midnight: Sie hat anspruchsvolle Bikepacking-Rennen gefinisht. Gravel und Bikepacking sind ihre Herzensthemen, ihr Anspruch an Equipment ist hoch. Was sie fährt, nutzt und empfiehlt, muss draußen bestehen: nicht im Marketing, sondern im echten Leben.

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