Der Rhön-Radmarathon gehört zu den Klassikern im deutschen Radsportkalender und lockt jedes Jahr zahlreiche Radsportlerinnen und Radsportler in die hessische, thüringische und bayerische Rhön. Auch 2026 findet die Veranstaltung wieder am Pfingstwochenende statt. Am 23. und 24. Mai können Radsportbegeisterte wieder die landschaftlich reizvollen und sportlich anspruchsvollen Strecken durch die Mittelgebirgsregion in Angriff nehmen. Besonders die Marathonstrecken erfreuen sich großer Beliebtheit, weshalb die Startplätze schnell ausgebucht sind und eine frühzeitige Anmeldung notwendig. Die Registrierung für die drei Marathonstrecken am Sonntag mit 183, 214 und 258 Kilometern sowie für die Tour 4 (159 Kilometer) am Samstag beginnt am 17. Januar 2026 um 7:00 Uhr. Für alle anderen Strecken öffnet die Anmeldung einen Tag später am 18. Januar 2026, wobei hier kein Teilnehmerlimit besteht.
Eine Neuerung betrifft die sogenannte Bimbach 400, die aus der Kombination der Tour 4 am Samstag (159 Kilometer) und der längsten Marathonstrecke am Sonntag (258 Kilometer) besteht. Während die Wertung und Auszeichnung für die Bimbach 400 weiterhin bestehen bleibt, ist eine gemeinsame Buchung als Bundle nicht mehr möglich. Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen die beiden Strecken separat buchen. Aufgrund neuer Regularien des German Cycling Radmarathon-Cup Deutschland wird ein Rabatt nur noch für Besitzerinnen und Besitzer einer German Cycling Breitensportlizenz in der German Cycling App gewährt. Bei der Anmeldung wird die Lizenznummer abgefragt, daher sollten Lizenzinhaber diese bereithalten.
Die Tour E ist mit 258 Kilometern die längste und anspruchsvollste Strecke des Rhön-Radmarathons. Sie gilt als einer der härtesten Radmarathons in Deutschland und wird von mehr als der Hälfte aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewählt. Die Strecke wurde 2019 vollständig neu gestaltet und führt im Uhrzeigersinn über die "Offenen Fernen" der hessischen, thüringischen und bayrischen Rhön sowie in den Vogelsberg. Bei der Streckenplanung wurde besonderer Wert auf verkehrsarme und landschaftlich attraktive Straßen gelegt, während Gefahrenstellen auf ein Minimum reduziert wurden.
Die Tour E wartet mit zahlreichen bekannten und neuen Anstiegen auf. Zu den Klassikern zählen die Milseburg und der Ellenbogen. Hinzu kommen neue Herausforderungen wie der Weidberg und der Anstieg auf die Hochrhön von Hausen, der vom Chefstreckenplaner als sein persönlicher Lieblingsanstieg bezeichnet wird. Zwei der drei schwersten langen Anstiege der Rhön sind mit dem Anstieg von Ginolfs auf die Hochrhön und dem Totnansberg in der Streckenführung enthalten. Der dritte schwere Anstieg zum Kreuzberg-Sattel ist zumindest teilweise in der Route integriert, wobei der schwerste Teil des Anstiegs zum Kloster Kreuzberg ausgespart wird. Bei Kilometer 198 wartet mit dem Großen Nickus eine weitere Herausforderung, die der bekannten Ebersburg in nichts nachsteht.
Die Tour C mit 214 Kilometern ist der Klassiker des Rhön-Radmarathons und richtet sich an Radsportlerinnen und Radsportler, denen die Extrem-Variante zu anspruchsvoll ist. Auch diese Strecke wurde 2019 komplett neu gestaltet und führt im Uhrzeigersinn durch die "Offenen Fernen" der drei Rhön-Bundesländer. Der Schwerpunkt liegt seit 2019 auf der südlichen Rhön, wobei die Strecke für 2022 in einigen Abschnitten basierend auf Erfahrungen aus dem Vorjahr optimiert wurde.
Die Tour C kombiniert bekannte Anstiege wie die Milseburg und den Ellenbogen mit neuen Herausforderungen wie dem Weidberg und dem Anstieg auf die Hochrhön von Hausen. Nach dem Anstieg zum Schwedenwall von Bischofsheim folgt eine schöne Abfahrt nach Gersfeld und das malerische Gichenbachtal. Nach dem Kontrollpunkt in Oberzell wartet der Große Nickus, der als ebenso anspruchsvoll wie die bekannte Ebersburg gilt. Zum letzten Kontrollpunkt führt die Strecke über den sanften Anstieg nach Buchenrod und anschließend entlang der Flüsse Jossa und Lüder fast ausschließlich bergab nach Bimbach.
Die Tour B mit 182 Kilometern richtet sich speziell an Einsteiger in den Radmarathonbereich. Diese Strecke bietet die gleichen schönen Ausblicke der Rhön, verlangt den Fahrerinnen und Fahrern aber deutlich weniger Kilometer und Höhenmeter ab. Auch diese Route wurde 2019 komplett neu gestaltet und führt im Uhrzeigersinn durch die "Offenen Fernen" der drei Rhön-Bundesländer. Wie bei den anderen Strecken lag der Fokus bei der Planung auf verkehrsarmen und landschaftlich attraktiven Straßen bei gleichzeitiger Minimierung von Gefahrenstellen.
Die Tour B kombiniert bekannte Anstiege wie die Milseburg mit neuen Herausforderungen wie dem Anstieg zum Schwarzen Moor von Seiferts und dem Schwedenwall von Bischofsheim. Nach dem Anstieg zum Schwedenwall folgt die Abfahrt nach Gersfeld und das malerische Gichenbachtal. Nach dem Kontrollpunkt in Oberzell wartet auch hier der Große Nickus. Zum letzten Kontrollpunkt führt die Strecke über den sanften Anstieg nach Buchenrod und anschließend entlang der Flüsse Jossa und Lüder fast ausschließlich bergab nach Bimbach.
Für die drei Rhön-Radmarathon Strecken (Tour B, C und E) stehen insgesamt 2000 Startplätze zur Verfügung. Bei der Anmeldung muss jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ein verbindliches Startfenster auswählen. Die Startplätze für die Tour 4 am Samstag sind hingegen nicht limitiert. Für die übrigen Strecken, deren Anmeldung am 18. Januar 2026 beginnt, gibt es ebenfalls kein Teilnehmerlimit, sodass hier eine entspannte Planung möglich ist.