24-Stunden-Rennen Rad am RingVorbereitung läuft optimal

Thomas Musch

 · 05.06.2023

Leila bei der Materialübergabe bei bike components
Foto: Alexander Sievert, bc GmbH
Leila Künzel, Gewinnerin des Premium-Pakets für den Solostart bei Rad am Ring, steckt mitten im Training und ist begeistert von ihrem neuen Rad und dem Equipment.

“Ihr habt mir ein Dauergrinsen ins Gesicht gezaubert!” Mit diesen Worten kommentierte Leila Künzel im März die Mitteilung, dass sie als Gewinnerin des Premium-Pakets für den Solo-Start beim 24-Stunden-Rennen Rad am Ring ausgewählt wurde. TOUR, bike components und Rad am Ring haben als Partner ein Paket im Wert von rund 10.000 Euro ausgelobt, inklusive eines Top-Renners von Factor und eines kompletten Bekleidungs-Equipments.

Das neue Rennrad passt perfekt

Seither bereitet sich Leila intensiv auf ihren Saisonhöhepunkt vor – und stellt fest: “Das Grinsen geht gar nicht mehr weg.” Mit ihrem neuen Factor 02 VAM hat sie inzwischen schon einige Tausend Kilometer abgespult und freut sich jedes Mal aufs Neue, wenn sie in den Sattel klettern kann: “Der Unterschied zu meinem alten Rad ist schon krass; ich finde, man spürt deutlich, dass es aerodynamisch viel besser ist, es rollt einfach super.” Nach dem professionellen Bikefitting durch den Biomechanik-Experten Sebastian Klaus reifte außerdem die Erkenntnis: “Das Rad ist kleiner als alle, die ich bisher besessen habe. Aber es ist das erste, das mir wirklich richtig passt.” Klaus hat die Position der Bremshebel geringfügig modifiziert und außerdem Lenker und Vorbau so eingestellt, dass sie etwas entspannter auf dem Rad sitzt – für ihr 24-Stunden-Solo am Nürburgring sicher keine schlechte Maßnahme.

Ein weiterer Tipp aus dem Bikefitting: anatomisch geformte Einlegesohlen für die Radschuhe. “Seither habe ich keine Rückenschmerzen mehr”, stellt Leila erstaunt fest – die beim Radfahren auf längeren Strecken ab 120, 130 Kilometer eigentlich immer Rückenschmerzen hatte.

Mehr Fahrten am Berg im Training für Rad am Ring

Im TOUR-Trainingscamp in Alcudia traf Leila außerdem auf Radsport-Coach Torsten Weber, der sie gemeinsam mit seinem Partner, dem ehemaligen Radprofi Christian Knees, für ihr 24-Stunden-Projekt betreut. Nach einem ausführlichen Analysegespräch und einer Inscyd-Leistungsdiagnose schärften sie gemeinsam Leilas Trainingspläne nach. “Motivieren muss man mich nicht”, sagt die ehrgeizige Hobbysportlerin, die lange Jahre Triathlon gemacht hat, “ich trainiere in der Regel sowieso einmal täglich.” Aber Schwerpunkte setzt sie nun im Hinblick auf die bevorstehende Herausforderung und auf Basis der Leistungsdiagnose. Sie intensiviert die Trainingsarbeit für ihre maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) und baut mehr Fahrten am Berg in ihre Einheiten ein; der Nürburgring schaufelt pro 26-Kilometer-Runde 560 Höhenmeter auf die Uhr, der Anstieg zur Hohen Acht baut sich Runde für Runde mit 17 Prozent Steigung vor den Reifen auf – das stellt recht bald jeden Alpenmarathon in den Schatten.

Auch die Regeneration ist wichtig

Gut ist, dass Torsten Weber Leila dafür sensibilisiert hat, auf Pausen und die nötige Regeneration zu achten. “Ich hätte von mir aus mehr trainiert”, gibt sie zu und erläutert, dass sie Montag und Donnerstag jetzt strikt als Ruhe- bzw. Entlastungstage nutzt, beispielsweise, um sich beim lockeren Schwimmen aktiv zu erholen.

Einen ersten Langstrecken-Test hat Leila bereits absolviert, bei Cycle The Lake in Leipzig fuhr sie rund 240 Kilometer am Stück in acht Stunden. Demnächst will sie Nachtfahrten ins Training integrieren, um sich auch darauf vorzubereiten. Über Pfingsten radelte sie außerdem auf den Spuren des legendären Stoneman Miriquidi durchs Erzgebirge. “Steile Rampen, schnelle Abfahrten. Genau das, was mich bei Rad am Ring auch erwartet”, zieht Leila zufrieden Zwischenbilanz.

Rad am Ring ist ein legendäres 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, das in diesem Jahr am 21.-23. Juli stattfindet.

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Thomas Musch

Thomas Musch

Herausgeber

Der lupenreine Freizeitsportler beschloss einst als Student der Germanistik und Politikwissenschaften, sein Glück als Journalist zu versuchen. Seine Rennradleidenschaft führte ihn schnurstracks als Praktikant in die TOUR-Redaktion, woraus eine inzwischen mehr als 30 Jahre währende Herzensangelegenheit geworden ist, 16 Jahre davon als Chefredakteur. Als – nach eigener Aussage – „Generalist in der Nische Radsport“ interessiert er sich für alle Themen rund ums Rennrad (und Gravelbike) und begeistert sich bis heute ganz besonders für den Rennsport. Highlights seiner eigenen Rennradler-Karriere sind die Teilnahme an der TOUR-Transalp, dem einen oder anderen Jedermann-Rennen und die regelmäßigen Alpentouren mit Freunden.

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