Der 27-jährige Franzose Sam Laidlow hatte vor dem Rennen angekündigt, seine Vorjahreszeit von 7:29:35 Stunden um zehn Minuten zu unterbieten. Die Distanz über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen absolvierte er bei optimalen Wetterbedingungen in 7:21:04 Stunden. Die bisherige Weltbestzeit von Kristian Blummenfelt vom Ironman Texas lag bei 7:21:24 Stunden. Der Norweger startete zum ersten Mal in Roth und erreichte in 7:26:24 Stunden den zweiten Platz beim Challenge Roth Triathlon. Rennleiter Felix Walchshöfer vermeldete einen neuen Zuschauerrekord.
Stimmung wie bei der Tour de France gibt es auf der Radstrecke am Solarer Berg. Manchmal macht man sich fast sorgen, ob die Menschenmassen rechtzeitig zur Seite weichen, wenn die Fahrerinnen und Fahrer kommen. “Die Stimmung war noch krasser, als ich es vorher gehört hatte. Beim Solarer Berg dachte ich, ich habe einen Gehörschaden”, meinte Rico Boden. In jedem Fall scheint die Anfeuerung auch die Leistung zu fördern: Rico Boden unterbot die bisherige Rad-Bestzeit. Er beendete die 180 Kilometer in einer Zeit von 3:54:45 was einem krassen Schnitt von 46 km/h entspricht. Der Solarer Berg auf der Radstrecke bei Hilpoltstein gilt als einer der größten Hotspots beim DATEV Challenge Roth.
Laidlow bestritt das Rennen weitgehend von vorne mit Rico Bogen, der als Langdistanz-Neuling und Ironman 70.3-Weltmeister sein Debüt gab. Der 25-jährige Leipziger fuhr die Radstrecke in 3:54:45 Stunden und unterbot den Rekord von Magnus Ditlev aus dem Jahr 2023 um drei Minuten. Bogen erreichte die zweite Wechselzone kurz vor Laidlow. Auf der Marathonstrecke setzte sich der Franzose ab Kilometer 15 kontinuierlich ab. Laidlow beschrieb nach dem Rennen: "Ich habe gestruggelt, aber mein Team, meine Freundin und die Zuschauer haben mich ins Ziel getragen."
Bogen musste auf dem zweiten Teil der Marathonstrecke Kristian Blummenfelt passieren lassen, sicherte sich aber in 7:27:53 Stunden den dritten Platz. Der Leipziger absolvierte das schnellste Langdistanz-Debüt aller Zeiten. Die Atmosphäre auf der Strecke beeindruckte ihn nachhaltig: "Die Stimmung war noch krasser, als ich es vorher gehört hatte. Beim Solarer Berg dachte ich, ich habe einen Gehörschaden." Der Solarer Berg auf der Radstrecke bei Hilpoltstein gehört zu den größten Hotspots beim DATEV Challenge Roth. Bogen kündigte seine Rückkehr an: "Ich habe vorher nicht gedacht, dass es mit dem Podium klappt. Ich werde nächstes Jahr auf jeden Fall wieder nach Roth kommen."
Patrick Lange, dreifacher Hawaii-Sieger und Roth-Sieger von 2021, wurde in 7:41:27 Stunden Neunter. Der Athlet aus Bad Wildungen kündigte an: "Dieses Jahr auf Hawaii und nächstes Jahr in Roth werde ich meinen Abschied feiern." Zu den Zeiten der Spitze sagte er: "Ich hatte keine Chance, bei dem, was die abfeuern. Ich bin ja gut gefahren, aber die Zeiten werden immer krasser." Magnus Ditlev, dreifacher Roth-Sieger, hatte seinen Start kurzfristig angekündigt und erreichte in 7:34:21 Stunden den sechsten Platz. Jonas Schomburg wurde in 7:32:17 Stunden Fünfter, Frederic Funk in 7:38:14 Stunden Siebter.
Jan Frodeno, der vor zehn Jahren die Weltbestzeit in Roth aufgestellt hatte, verfolgte das Rennen als Zuschauer. Er verglich Laidlows Rennen mit seinem damaligen: "Ähnlich wie Sam Laidlow konnte ich damals meinen Sieg in Roth auch nicht genießen, weil ich bis zum Schluss wegen der Weltbestzeit auf die Uhr schauen musste." Die Leistung von Laidlow bezeichnete er als "einfach toll". Zur Bedeutung der Konkurrenz sagte Frodeno: "Da sieht man, dass man Konkurrenz wie mit Magnus Ditlev braucht. Die hauen vorher auf die Kacke und lassen dann auch Taten folgen."
Die Vorjahresdritte Alanis Siffert gewann in 8:09:09 Stunden und verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um mehr als 30 Minuten. Die Schweizerin ist die jüngste Challenge Roth-Siegerin der Geschichte. Sie rechnete bis kurz vor Schluss mit einem Angriff von Lucy Charles-Barclay: "Es ist einfach unglaublich. Erst die letzten zwei Kilometer auf der Marathonstrecke habe ich gewusst, dass es klappt. Ich habe deshalb alles gegeben. Ich hatte ja schon sehr hart trainiert. Daher ist es schön zu sehen, dass sich dies ausgezahlt hat."
Die Ironman-Weltmeisterin Charles-Barclay verließ den Main-Donau-Kanal als Erste nach dem Schwimmen. In beiden Wechselzonen verlor sie wertvolle Zeit. In der ersten Wechselzone suchte sie ihren Wechselbeutel, dann musste sie ihr Rad noch einmal abstellen, um ihren Helm aufzusetzen. Die zweite Wechselzone kostete sie ebenfalls deutlich Zeit beim Umziehen. Charles-Barclay hatte ihren Start erst am Montag der Rennwoche zugesagt: "Vor zehn Tagen habe ich noch gedacht, dass ich heute eine Trainingseinheit habe. Deshalb bin ich sehr, sehr zufrieden." Sie erreichte in 8:20:36 Stunden den zweiten Platz. Daisy Davis, Triathlon-Europameisterin aus Großbritannien, wurde in 8:27:19 Stunden Dritte vor Kat Matthews und Langdistanz-Rookie Caroline Pohle mit 8:32:49 Stunden.

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