TOUR Transalp 2026Osttirol freut sich auf Etappenrennen

Kristian Bauer

 · 19.06.2026

TOUR Transalp 2026: Osttirol freut sich auf EtappenrennenFoto: Piarazzi
Etappenrennen TOUR Transalp
Die Vorfreude ist groß: am Sonntag schickt Lienz die Teilnehmer der TOUR Transalp 2026 auf die Strecke. Das Etappenrennen für Hobbyradsportler findet vom 21. bis 27. Juni 2026 statt und führt über 726 Kilometer mit 16.423 Höhenmetern von Lienz nach Riva del Garda. Ebenfalls am Start stehen die Starter der 3-Tages-Challenge.

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In Osttirol folgt ein Radsport-Highlight auf das nächste: Erst letztes Wochenende wurden die Dolomitenradrundfahrt und der SuperGiroDolomiti organisiert, dann folgte die Feier für Felix Gall, der beim Giro d’Italia überzeugte und jetzt kommt die TOUR Transalp nach Lienz. Das Alpen-Etappenrennen startet in Osttirol und nutzt mit dem Staller Sattel einen der landschaftlich reizvollsten Grenzübergänge zwischen Österreich und Südtirol. Die Route kombiniert neue Pässe in den Dolomiten mit Klassikern wie dem Monte Grappa und endet traditionell am Gardasee.

Startetappe TOUR Transalp

Die erste Etappe der Tour Transalp von Lienz nach Sillian führt die Teilnehmer durch das Defereggental zum Staller Sattel auf 2052 Metern Höhe. Das Tal gräbt sich von Ost nach West in die Hohen Tauern, deren Gipfel sich an der Nordflanke über 3000 Meter erheben. Auf den 35 Kilometern vom Taleingang bis zum Sattel verteilen sich 1250 Höhenmeter, was moderate Steigungsprozente ergibt. Die Lienzer Dolomiten im Süden bilden mit den Tauern und der Riesenfernegruppe im Norden die Kulisse für den Start.

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Am Staller Sattel erreicht die Strecke die Grenze zu Italien. Eine schmale, geschwungene Straße führt hinab zum Biathlon-Stadion in Antholz, wo 2026 die Olympischen Biathlonwettbewerbe stattfinden. Die Straße wird breiter und führt geradlinig ins Pustertal nach Olang am Fuße des Kronplatz. Wenig befahrene Seitenstraßen bringen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tour Transalp über einen Hügel nach Welsberg und auf dem Radweg weiter nach Niederdorf. Die Staatsstraße führt flach über Toblach und Innichen zurück zur Grenze. In Österreich fehlen noch 4 Kilometer bis zum Etappenziel in Sillian.

Königsetappe TOUR Transalp

Die zweite Etappe der Tour Transalp von Sillian nach San Martino di Castrozza fordert bereits größte Kletterausdauer. Erstmals im Transalp-Programm sind der Passo Staulanza und der Passo Duran. Die Strecke passiert die Drei Zinnen, Monte Cristallo, Hohe Gaisl, Antelao, Tofana, Civetta, Monte Pelmo und die Gipfel der Dolomiti Bellunesi. Der Passo Giau bildet den höchsten Punkt der Etappe. Die Pass-Straße führt durch die Felstürme der Cinque Torri von Cortina hinauf. Nach der Abfahrt bis Selva di Cadore folgt der Anstieg zum Passo Staulanza mit 450 Höhenmetern. Die Straße schlängelt sich zwischen der Civetta und dem Monte Pelmo hindurch. Die Abfahrt ins Val di Zoldo ist breit und geschwungen. Im Dorf Dont zweigt die schmale Straße zum Passo Duran ab. 650 Höhenmeter Anstieg sind steiler als am Staulanza. Die Abfahrt nach Agordo verläuft auf kurvenreicher Strecke. Von Agordo nach Falcade verteilen sich 600 Höhenmeter auf 18 Kilometer.

Klassiker bei der TOUR Transalp

Die dritte Etappe der Tour Transalp von Falcade nach San Martino di Castrozza ist mit weniger als 50 Kilometern die kürzeste, sammelt aber fast 1800 Höhenmeter. Der Passo Valles und der Passo Rolle zählen zu den Transalp-Klassikern. Die Pale di San Martino bilden das südlichste Massiv der Dolomiten und prägen die Landschaft. Für die Teilnehmer der 3-Tages-Challenge endet hier bereits die Rundfahrt.

Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ganzen TTA führt die 4. Etappe von San Martino di Castrozza nach Possagno über den Passo Brocon und den Monte Grappa. Mit über 3000 Höhenmetern ist dies die zweite Königsetappe. Die nordseitige Auffahrt zum Monte Grappa verläuft auf weiten Teilen im Wald und überwindet 1500 Höhenmeter bis zum Cima Grappa. Der Gipfel trägt ein Denkmal für die Opfer des ersten Weltkriegs. Bei klarer Luft reicht der Blick von der Südflanke bis zur Adria.

Das Etappenziel Possagno liegt auf 200 Metern Höhe am Südrand des Monte-Grappa-Massivs. Der Tempio Canova, ein Rundbau mit klassizistischer Säulenfassade, wurde nach Entwürfen des Bildhauers Antonio Canova erbaut. Der freie Platz vor dem Tempel dient als Zielbereich.

Monte Grappa und Prosecco-Hügel

Die fünfte Etappe von Possagno nach Semonzo nutzt eine Panoramastraße am Monte Grappa, die noch nie Teil der Tour Transalp war. Die Straße beginnt am Monte Tomba auf 800 Metern Höhe und schlängelt sich in engen Kehren hinauf ins Almgelände unterhalb des Gipfels. Einige Felstunnels mussten renoviert werden, weshalb die Straße Jahre gesperrt war. Die Abfahrt über Campo Solagna nach Romano d'Ezzelino ist mit einem kurzen Zwischenanstieg etwas länger als die Standardroute. Zwei flache Kilometer führen nach Semonzo.

Der Etappe vorgelagert ist eine Runde durch die Prosecco-Hügel rund um Valdobbiadine. Die Kulturlandschaft mit Rebstöcken und roten Ziegeldächern liegt nur drei bis vier Kilometer vom Monte Grappa entfernt. Sträßchen schlängeln sich im Auf und Ab über die Hügel. Im September findet hier die Veranstaltung "Prosecco Cycling" statt.

Hochebene und Gardasee-Finale

Etappe sechs der Tour Transalp von Semonzo nach Lavarone führt über die Hochebene der Sette Communi. Das Valstagna bietet eine der skurrilsten Straßen der Transalp-Geschichte. In Spitzkehren windet sich die Straße 800 Meter die Wand hinauf nach Foza. Hier hat sich ein altdeutscher Dialekt gehalten. Foza heißt auch "Vüsche", Asiago heißt "Sleghe". Die Hochebene ist Bauernland und Käsehochburg. Das kühlere Mikroklima macht die Region im Sommer attraktiv.

Die Pedescala führt ins Valdastico hinab. Im Tal gibt es zwei Wege zurück auf die Hochebene. Die Route wählt den langen Weg über Arsiereo und Tonezza. Der höchste Punkt liegt auf 1500 Metern Höhe auf der Malga Melgnon. Der Passo del Sommo zwischen Folgaria und Carbonare wird von der Seite kommend von oben angefahren. Nach einer kurzen Abfahrt fehlen 5 Kilometer bis Lavarone.

Die Schlussetappe der Tour Transalp 2026 von Lavarone nach Riva del Garda sammelt noch einmal 1800 Höhenmeter auf 80 Kilometern. Der Passo del Sommo ist heute ein richtiger 250 Meter hoher Passübergang. Der Passo Bordala auf 1251 Metern Höhe erfordert 1100 Höhenmeter Anstieg vom Etschtal. Der Pass führt ins Val di Gresta, ein Hochtal vor dem Gardasee. Der Passo Santa Barbara liegt 1000 Meter über dem Gardasee. Eine schmale Straße windet sich durch den Wald nach Bolognano. Einige flache Kilometer führen zum Hafen von Riva del Garda.

Startpunkt der Etappen

  • ​Lienz: Hauptpl. 15-1, 9900 Lienz, Österreich
  • Sillian: Sillian 113, 9920 Sillian, Österreich
  • Falcade: Via delle Pioatte, 32020 Falcade BL, Italien
  • San Martino di Castrozza: Via Passo Rolle, 167, 38054 San Martino di Castrozza TN, Italien
  • Possagno: Via Stradone del Tempio, 31054 Possagno, Italien
  • Semonzo: Via Chiesa, 31030 Semonzo, Italien
  • Lavarone: Frazione Gionghi, 107, 38046 Lavarone TN, Italien
  • Riva del Garda: Via della Librazione, 5, 38066 Riva del Garda TN, Italien

Ablauf der Etappen

Tagestasche
Die Etappen werden im Normalfall um 9 Uhr gestartet. Vor dem Start kann man im Startbereich spätestens 20 Minuten vor dem Start eine persönliche Tagestasche (Format eines Turnbeutels) abgeben. Nach der Zielankunft kanns man die Tagestasche dann wieder beim Tagestaschenteam abholen.

Startaufstellung
Die Startaufstellung beginnt jeweils 60 Minuten vor dem offiziellen Start einer jeden Etappe. Das tägliche Briefing für alle Teilnehmer durch die Rennleitung beginnt 15 Minuten vor dem offiziellen Start. Auf der ersten Etappe erfolgt die Startaufstellung nach Startnummern, die vom Veranstalter vergeben werden. Ab der zweiten Etappe stellen sich die Teilnehmer nach Platzierung in der Gesamtwertung in Startsektoren auf.

Verpflegung
Pro Etappe gibt es in der Regel zwei Verpflegungsstellen, an denen Snacks (Obst, Kuchen, Salzstangen, etc.) angeboten werden. Wasser und isotonische Getränke sind ebenfalls vorhanden.

Verkehrsregeln
Die Veranstaltung findet auf öffentlichen und nicht gesperrten Straßen statt. Die Teilnehmer müssen sich jederzeit an die Straßenverkehrsregeln halten.

Zeitnahme
An jedem Etappenziel müssen die Teilnehmer die Kontaktschleifen am Boden überfahren. Bei Teams müssen die beiden Teilnehmer nicht gemeinsam ins Ziel einfahren. Als Zeit gewertet wird allerdings ausschließlich die Zeit des langsameren Teilnehmers eines Teams.

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Kristian Bauer

Kristian Bauer

Redakteur

Kristian Bauer ist gebürtiger Münchner und liebt Ausdauersport – besonders wenn es in die Berge geht. Er ist ein Fan der Tour de France und bevorzugt solide Rennradtechnik. Er führt für TOUR Interviews, berichtet von Events im Hobbyradsport und schreibt Artikel über die Fahrradbranche sowie Trends im Rennradsport.

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