Canyon Grizl - Erster TestSo fährt sich das neue Gravelbike

Konstantin Rohé

 · 11.05.2021

Canyon Grizl - Erster Test: So fährt sich das neue GravelbikeFoto: Canyon/Roo Fowler

Mit dem neuen Gravelbike Grizl erweitert der Koblenzer Versender Canyon seine Palette an offroad-tauglichen Rädern. TOUR konnte die Gravel-Neuheit schon testen.

Mit dem optisch markanten Grail hat Canyon bereits seit 2018 ein Gravelbike im Portfolio - und hat dennoch als erste Marke deutschlandweit ein zweites Gravelbike entwickelt. Das Grizl soll sich mit 45 Millimeter breiten Reifen (das Grail ist serienmäßig mit 40 Millimeter-Pneus bestückt) vor allem auf Trails besser zurecht finden als die schnelleren Grail-Modelle. Das Rad lässt gar 50 Millimeter breite Reifen zu - willkommen in der Welt der Mountainbikes.

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Foto: Canyon
Verlagssonderveröffentlichung

Mehr Kontrolle, mehr Bikepacking-Optionen

Ein zweiter Schwerpunkt der Neuentwicklung neben der Traktion sind die zahlreichen Anbau-Optionen für Bikepacker. War das Grail in diesem Belang eher rudimentär ausgestattet, so verfügt das Canyon Grizl über drei Montageösen auf jeder Gabelseite, die mit bis zu drei Kilogramm schweren Taschen belastet werden können. Auch die Befestigungspunkte am Oberrohr oder eine zusätzliche Trinkflasche am Unterrohr (nicht bei den Grizl SLX Modellen) zahlen auf den Bikepacking-Charakter des Rades ein. Taschen-Spezialist Apidura bietet für das Grizl ein maßgeschneidertes, wenngleich etwas kleines Bikepacking-Set aus Rahmen-, Oberrohr- und Satteltasche an. Wer große Reisen vorhat, sollte aber auf andere, weil größere Sets setzen.

Foto: Canyon/Tal Vardi

Canyon Grizl: Der erste Fahreindruck

Dank der schon serienmäßig sehr breiten Reifen und der patentierten Komfort-Sattelstütze bügelt das Canyon Grizl ruppiges Terrain besser glatt als die meisten anderen Gravelbikes. Auch auf losem Untergrund und im Matsch fühlt sich das Rad sehr sicher an, weil das Profil der Reifen enormen Grip bietet und die Tubeless-Pneus mit wenig Druck gefahren werden können. Nachteil: Auf Asphalt fühlt sich das Grizl weniger wohl, beziehungsweise muss man beim Luftdruck in diesen Dimensionen zwangsläufig Kompromisse eingehen. Auch die schweren reifen fühlen sich bei Antritten auf der Straße etwas träge an. Die Ausrichtung bleibt Canyon-typisch sportlich - Sitzposition und Lenkverhalten sind nahe am Rennrad. Einen ausführlichen Einzeltest des Canyon Grizl gibt es in der TOUR-Ausgabe 7/2021.

Canyon Grizl 2021, Matcha Splash
Foto: Canyon

Ausstattung und Preise

Los geht's mit dem Grizl CF SL 6 mit einfacher GRX400-Ausstattung für 1.999 Euro. Die Top-Variante CF SLX 8 kommt entweder mit elektrischer GRX Di2 (4.599 Euro) oder Campagnolos mechanischer 1x13-Schaltung Ekar (4.499 Euro). Die Größenpalette umfasst sieben Abstufungen von 2XS bis 2XL, wobei die beiden kleinsten mit kleineren Laufrädern im 650B-Maß ausgestattet sind. Alle Varianten in der Bilderstrecke:

Grizl CF SL 6: Shimano GRX 400, 9,8 Kilo, 1.999 Euro
Foto: Hersteller