Test 2016: Aero-Rennräder im Windkanal - 15 Aero-Rennräder im TestFoto: Markus Greber

AktuellesTest 2016: Aero-Rennräder im Windkanal - 15 Aero-Rennräder im Test

Unbekannt

 1/20/2016, Lesezeit: 7 Minuten

Ist das schnellste Rennrad der Welt zugleich das beste? Oder ist es die Summe aller Eigenschaften? Letztendlich müssen Sie die Frage beantworten. Doch unser Test hilft bei der Entscheidung.

Ortstermin im GST-Windkanal in Immenstaad am Bodensee: Gleich 15 spektakuläre Aero-Renner treten an zum großen Kräftemessen. Es geht um die Frage, die in den letzten Jahren immer mehr zur Triebfeder der Weiterentwicklung von Wettkampfrädern geworden ist: Wer baut das schnellste Rennrad der Welt? Dass dies weniger vom ­Gewicht abhängt als von einer mög­lichst guten Aero-Performance, hat sich unter Rennfahrern längst herumgesprochen. Hier in unserer Online-Galerie zeigen wir zusätzliche Detailfotos der Räder:

Die Lenker-Vorbau-Einheit aus einem Stück ist leicht und aerodynamisch, kein Zug oder Kabel stört den Luftstrom.Foto: Markus Greber
Die Lenker-Vorbau-Einheit aus einem Stück ist leicht und aerodynamisch, kein Zug oder Kabel stört den Luftstrom.
BH G6 Pro - 6,7 Kilo, 8.500 EuroFoto: Markus Greber
BH G6 Pro - 6,7 Kilo, 8.500 Euro
Im BB386evo-Lager dreht sich eine FSA-CarbonkurbelFoto: Markus Greber
Im BB386evo-Lager dreht sich eine FSA-Carbonkurbel
Die Eigenmarken-Carbonfelgen werden mit Direct-Mount-Bremsen an Gabel ...Foto: Markus Greber
Die Eigenmarken-Carbonfelgen werden mit Direct-Mount-Bremsen an Gabel ...
... und hinter dem Tretlager verzögert.Foto: Markus Greber
... und hinter dem Tretlager verzögert.
BMC Timemachine TMR01 - 6,7 Kilo, 10.200 EuroFoto: Markus Greber
BMC Timemachine TMR01 - 6,7 Kilo, 10.200 Euro
Die vordere V-Bremse sitzt vom Fahrtwind geschützt unter einer verschraubten Abdeckung, ...Foto: Markus Greber
Die vordere V-Bremse sitzt vom Fahrtwind geschützt unter einer verschraubten Abdeckung, ...
... die hintere sitzt unter den Kettenstreben.Foto: Markus Greber
... die hintere sitzt unter den Kettenstreben.
Das Design des BMC polarisiert, dafür gehört es im Windkanal zu den schnelleren Exemplaren. Allerdings ist es am Sattel bretthart.Foto: Markus Greber
Das Design des BMC polarisiert, dafür gehört es im Windkanal zu den schnelleren Exemplaren. Allerdings ist es am Sattel bretthart.
Canyon Aeroad CF SLX - 6,7 Kilo, 8.535 EuroFoto: Markus Greber
Canyon Aeroad CF SLX - 6,7 Kilo, 8.535 Euro
Die integrierte Lenker-Vorbau-Einheit ist mitverantwortlich für das gute Aero-Ergebnis und ...Foto: Markus Greber
Die integrierte Lenker-Vorbau-Einheit ist mitverantwortlich für das gute Aero-Ergebnis und ...
... die saubere Integration der Kabel. Die Junction-Box der Di2-Schaltung sitzt im Vorbau.Foto: Markus Greber
... die saubere Integration der Kabel. Die Junction-Box der Di2-Schaltung sitzt im Vorbau.
Das Aeroad ist vorn mit einem aerodynamischen 23er, hinten mit einem komfortableren 25er Grand Prix TT bestückt.Foto: Markus Greber
Das Aeroad ist vorn mit einem aerodynamischen 23er, hinten mit einem komfortableren 25er Grand Prix TT bestückt.
Mit Alu-Inlays in den Ausfallenden lässt sich der Gabelnachlauf und damit das Fahrverhalten einstellen.Foto: Markus Greber
Mit Alu-Inlays in den Ausfallenden lässt sich der Gabelnachlauf und damit das Fahrverhalten einstellen.
Cervélo S5 Dura-Ace Di2 - 7,1 Kilo, 9.599 EuroFoto: Markus Greber
Cervélo S5 Dura-Ace Di2 - 7,1 Kilo, 9.599 Euro
Der schlanke Rahmen gehört zu den schnellsten auf dem Markt.Foto: Markus Greber
Der schlanke Rahmen gehört zu den schnellsten auf dem Markt.
Der spezielle Lenker spaltet den Luftstrom vor der Vorbauklemmung und leitet ihn sauber daran vorbei.Foto: Markus Greber
Der spezielle Lenker spaltet den Luftstrom vor der Vorbauklemmung und leitet ihn sauber daran vorbei.
Felt AR FRD - 7,0 Kilo, 14.999 EuroFoto: Markus Greber
Felt AR FRD - 7,0 Kilo, 14.999 Euro
Die geschlitzte Sattelstütze soll den Sitzkomfort erhöhenFoto: Markus Greber
Die geschlitzte Sattelstütze soll den Sitzkomfort erhöhen
Der Pioneer-Leistungsmesser gehört zum Lieferumfang, ...Foto: Markus Greber
Der Pioneer-Leistungsmesser gehört zum Lieferumfang, ...
... der 3T-Vorbau bietet eine integrierte Halterung für Garmin-Computer.Foto: Markus Greber
... der 3T-Vorbau bietet eine integrierte Halterung für Garmin-Computer.
Fuji Transonic SL - 6,9 Kilo, 5.499 EuroFoto: Markus Greber
Fuji Transonic SL - 6,9 Kilo, 5.499 Euro
Die Tektro Direct-Mount-Bremsen fügen sich gut ins Rahmenkonzept.Foto: Markus Greber
Die Tektro Direct-Mount-Bremsen fügen sich gut ins Rahmenkonzept.
Viel Federkomfort bietet das Fuji wie viele seiner Konkurrenten nicht, immerhin ist der Sattel bequem.Foto: Markus Greber
Viel Federkomfort bietet das Fuji wie viele seiner Konkurrenten nicht, immerhin ist der Sattel bequem.
Giant Propel Advanced SL - 7,0 Kilo, 8.000 EuroFoto: Markus Greber
Giant Propel Advanced SL - 7,0 Kilo, 8.000 Euro
Die V-Brake des Giant verstecken sich hinter den Gabelscheiden ...Foto: Markus Greber
Die V-Brake des Giant verstecken sich hinter den Gabelscheiden ...
... und den Sattelstreben. Die Funktion ist erstklassig: Definierter Druckpunkt und gute Bremsleistung auf den Giant-eigenen Carbonfelgen.Foto: Markus Greber
... und den Sattelstreben. Die Funktion ist erstklassig: Definierter Druckpunkt und gute Bremsleistung auf den Giant-eigenen Carbonfelgen.
Die integrierte Lenker-Vorbai-Einheiten war noch vor ein paar Jahren ein Alleinstellungsmerkmal des Giant, inzwischen sind viele Hersteller nachgezogen.Foto: Markus Greber
Die integrierte Lenker-Vorbai-Einheiten war noch vor ein paar Jahren ein Alleinstellungsmerkmal des Giant, inzwischen sind viele Hersteller nachgezogen.
Look 795 Aérolight - 6,9 Kilo, 10.799 EuroFoto: Markus Greber
Look 795 Aérolight - 6,9 Kilo, 10.799 Euro
Der Vorbau des Look lässt sich in der Neigung verstellen.Foto: Markus Greber
Der Vorbau des Look lässt sich in der Neigung verstellen.
Die eigene Kurbel kann mit einem Insert auf drei Längen justiert werden.Foto: Markus Greber
Die eigene Kurbel kann mit einem Insert auf drei Längen justiert werden.
Die komplizierte Sattelstützenklemmung des Look funktioniert mit einem Kevlarseil, das die Distanzstücke zusammenzieht und dadurch im Sitzrohr spreizt.Foto: Markus Greber
Die komplizierte Sattelstützenklemmung des Look funktioniert mit einem Kevlarseil, das die Distanzstücke zusammenzieht und dadurch im Sitzrohr spreizt.
Marida Reacto Team-E - 6,9 Kilo, 8.699 EuroFoto: Markus Greber
Marida Reacto Team-E - 6,9 Kilo, 8.699 Euro
Die Aussparung auf der Rückseite soll auch hier den Sitzkomfort erhöhenFoto: Markus Greber
Die Aussparung auf der Rückseite soll auch hier den Sitzkomfort erhöhen
Auch Merida setzt eine Shimano Direct-Mount-Bremse unter das Tretlager.Foto: Markus Greber
Auch Merida setzt eine Shimano Direct-Mount-Bremse unter das Tretlager.
Ridley Noah SL 2.0 - 7,4 Kilo, 6.299 EuroFoto: Markus Greber
Ridley Noah SL 2.0 - 7,4 Kilo, 6.299 Euro
Der massive Tretlagerbereich macht den Rahmen sehr steif, was Sprintern entgegen kommt.Foto: Markus Greber
Der massive Tretlagerbereich macht den Rahmen sehr steif, was Sprintern entgegen kommt.
Die Gabelscheiden sind geschlitzt, was den Luftwiderstand reduzieren soll.Foto: Markus Greber
Die Gabelscheiden sind geschlitzt, was den Luftwiderstand reduzieren soll.
Rose X-Lite CWX-8800 - 7,0 Kilo, 5.757 EuroFoto: Markus Greber
Rose X-Lite CWX-8800 - 7,0 Kilo, 5.757 Euro
Als einziger Testkandidat geht das Rose mit Scheibenbremsen an den Start.Foto: Markus Greber
Als einziger Testkandidat geht das Rose mit Scheibenbremsen an den Start.
Durch den flachen Vorbau bietet das Rose eine extrem sportliche Sitzposition.Foto: Markus Greber
Durch den flachen Vorbau bietet das Rose eine extrem sportliche Sitzposition.
Scott Foil Premium Di2 - 6,9 Kilo, 11.999 EuroFoto: Markus Greber
Scott Foil Premium Di2 - 6,9 Kilo, 11.999 Euro
Auch Scott setzt beim neuen Foil auf eine integrierte Lenker-Vorbau-Kombi aus Carbon, in der ...Foto: Markus Greber
Auch Scott setzt beim neuen Foil auf eine integrierte Lenker-Vorbau-Kombi aus Carbon, in der ...
... Kabel, Züge und das Di2-Kästchen Platz finden.Foto: Markus Greber
... Kabel, Züge und das Di2-Kästchen Platz finden.
Die schlanke Stütze bietet sogar ordentlichen Federweg.Foto: Markus Greber
Die schlanke Stütze bietet sogar ordentlichen Federweg.
Specialized S-Works Venge ViAS Di2 - 7,6 Kilo, 10.999 EuroFoto: Markus Greber
Specialized S-Works Venge ViAS Di2 - 7,6 Kilo, 10.999 Euro
Schlanke Silhouette: Das Design des Venge ist konsequent der Aerodynamik untergeordnet.Foto: Markus Greber
Schlanke Silhouette: Das Design des Venge ist konsequent der Aerodynamik untergeordnet.
Die Bremsen sind eigens für das Rad konstruiert und sind am Sitzrohr ...Foto: Markus Greber
Die Bremsen sind eigens für das Rad konstruiert und sind am Sitzrohr ...
... wie an der Gabel Teil des Aero-Konzepts.Foto: Markus Greber
... wie an der Gabel Teil des Aero-Konzepts.
Lenker und vorbau sind zwar getrennte Teile, aber dennoch speziell aufeinander abgestimmt. Die Züge und Kabel verlaufen komplett im Inneren - eine Herausforderung für Mechaniker.Foto: Markus Greber
Lenker und vorbau sind zwar getrennte Teile, aber dennoch speziell aufeinander abgestimmt. Die Züge und Kabel verlaufen komplett im Inneren - eine Herausforderung für Mechaniker.
Storck Aerfast Platinum - 6,6 Kilo, 12.999 EuroFoto: Markus Greber
Storck Aerfast Platinum - 6,6 Kilo, 12.999 Euro
Die leichten Lightweight-Laufräder verhelfen dem Storck zum niedrigsten Gewicht im Testfeld.Foto: Markus Greber
Die leichten Lightweight-Laufräder verhelfen dem Storck zum niedrigsten Gewicht im Testfeld.
Die nach hinten offenen Ausfallenden sind ein Markenzeichen vieler Storck-RäderFoto: Markus Greber
Die nach hinten offenen Ausfallenden sind ein Markenzeichen vieler Storck-Räder
Trek Madone 9.9 - 6,8 Kilo, 12.999 EuroFoto: Markus Greber
Trek Madone 9.9 - 6,8 Kilo, 12.999 Euro
Mit dem aufwendigen Isospeed-Konzept, einer drehbaren Lagerung zwischen Sitz- und Oberrohr, wird das schnelle Madone auch komfortabelFoto: Markus Greber
Mit dem aufwendigen Isospeed-Konzept, einer drehbaren Lagerung zwischen Sitz- und Oberrohr, wird das schnelle Madone auch komfortabel
Alle Leitungen und Züge verlaufen auch hier konsequent innen, die Di2-Box sitzt unter einer Abdeckung im Unterrohr.Foto: Markus Greber
Alle Leitungen und Züge verlaufen auch hier konsequent innen, die Di2-Box sitzt unter einer Abdeckung im Unterrohr.
Die vordere Bremse verschwindet zum Teil im schiffsbugartigen Steuerrohr. Die Federklappen gewährleisten genügend Lenkeinschlag beim rangieren des Rades.Foto: Markus Greber
Die vordere Bremse verschwindet zum Teil im schiffsbugartigen Steuerrohr. Die Federklappen gewährleisten genügend Lenkeinschlag beim rangieren des Rades.
Die Lenker-Vorbau-Einheit aus einem Stück ist leicht und aerodynamisch, kein Zug oder Kabel stört den Luftstrom.Foto: Markus Greber
Die Lenker-Vorbau-Einheit aus einem Stück ist leicht und aerodynamisch, kein Zug oder Kabel stört den Luftstrom.
BH G6 Pro - 6,7 Kilo, 8.500 EuroFoto: Markus Greber
BH G6 Pro - 6,7 Kilo, 8.500 Euro
BH G6 Pro - 6,7 Kilo, 8.500 Euro
Im BB386evo-Lager dreht sich eine FSA-Carbonkurbel
Die Eigenmarken-Carbonfelgen werden mit Direct-Mount-Bremsen an Gabel ...
... und hinter dem Tretlager verzögert.
BMC Timemachine TMR01 - 6,7 Kilo, 10.200 Euro
Die vordere V-Bremse sitzt vom Fahrtwind geschützt unter einer verschraubten Abdeckung, ...
... die hintere sitzt unter den Kettenstreben.
Das Design des BMC polarisiert, dafür gehört es im Windkanal zu den schnelleren Exemplaren. Allerdings ist es am Sattel bretthart.
Canyon Aeroad CF SLX - 6,7 Kilo, 8.535 Euro
Die integrierte Lenker-Vorbau-Einheit ist mitverantwortlich für das gute Aero-Ergebnis und ...
... die saubere Integration der Kabel. Die Junction-Box der Di2-Schaltung sitzt im Vorbau.
Das Aeroad ist vorn mit einem aerodynamischen 23er, hinten mit einem komfortableren 25er Grand Prix TT bestückt.
Mit Alu-Inlays in den Ausfallenden lässt sich der Gabelnachlauf und damit das Fahrverhalten einstellen.
Cervélo S5 Dura-Ace Di2 - 7,1 Kilo, 9.599 Euro
Der schlanke Rahmen gehört zu den schnellsten auf dem Markt.
Der spezielle Lenker spaltet den Luftstrom vor der Vorbauklemmung und leitet ihn sauber daran vorbei.
Felt AR FRD - 7,0 Kilo, 14.999 Euro
Die geschlitzte Sattelstütze soll den Sitzkomfort erhöhen
Der Pioneer-Leistungsmesser gehört zum Lieferumfang, ...
... der 3T-Vorbau bietet eine integrierte Halterung für Garmin-Computer.
Fuji Transonic SL - 6,9 Kilo, 5.499 Euro
Die Tektro Direct-Mount-Bremsen fügen sich gut ins Rahmenkonzept.
Viel Federkomfort bietet das Fuji wie viele seiner Konkurrenten nicht, immerhin ist der Sattel bequem.
Giant Propel Advanced SL - 7,0 Kilo, 8.000 Euro
Die V-Brake des Giant verstecken sich hinter den Gabelscheiden ...
... und den Sattelstreben. Die Funktion ist erstklassig: Definierter Druckpunkt und gute Bremsleistung auf den Giant-eigenen Carbonfelgen.
Die integrierte Lenker-Vorbai-Einheiten war noch vor ein paar Jahren ein Alleinstellungsmerkmal des Giant, inzwischen sind viele Hersteller nachgezogen.
Look 795 Aérolight - 6,9 Kilo, 10.799 Euro
Der Vorbau des Look lässt sich in der Neigung verstellen.
Die eigene Kurbel kann mit einem Insert auf drei Längen justiert werden.
Die komplizierte Sattelstützenklemmung des Look funktioniert mit einem Kevlarseil, das die Distanzstücke zusammenzieht und dadurch im Sitzrohr spreizt.
Marida Reacto Team-E - 6,9 Kilo, 8.699 Euro
Die Aussparung auf der Rückseite soll auch hier den Sitzkomfort erhöhen
Auch Merida setzt eine Shimano Direct-Mount-Bremse unter das Tretlager.
Ridley Noah SL 2.0 - 7,4 Kilo, 6.299 Euro
Der massive Tretlagerbereich macht den Rahmen sehr steif, was Sprintern entgegen kommt.
Die Gabelscheiden sind geschlitzt, was den Luftwiderstand reduzieren soll.
Rose X-Lite CWX-8800 - 7,0 Kilo, 5.757 Euro
Als einziger Testkandidat geht das Rose mit Scheibenbremsen an den Start.
Durch den flachen Vorbau bietet das Rose eine extrem sportliche Sitzposition.
Scott Foil Premium Di2 - 6,9 Kilo, 11.999 Euro
Auch Scott setzt beim neuen Foil auf eine integrierte Lenker-Vorbau-Kombi aus Carbon, in der ...
... Kabel, Züge und das Di2-Kästchen Platz finden.
Die schlanke Stütze bietet sogar ordentlichen Federweg.
Specialized S-Works Venge ViAS Di2 - 7,6 Kilo, 10.999 Euro
Schlanke Silhouette: Das Design des Venge ist konsequent der Aerodynamik untergeordnet.
Die Bremsen sind eigens für das Rad konstruiert und sind am Sitzrohr ...
... wie an der Gabel Teil des Aero-Konzepts.
Lenker und vorbau sind zwar getrennte Teile, aber dennoch speziell aufeinander abgestimmt. Die Züge und Kabel verlaufen komplett im Inneren - eine Herausforderung für Mechaniker.
Storck Aerfast Platinum - 6,6 Kilo, 12.999 Euro
Die leichten Lightweight-Laufräder verhelfen dem Storck zum niedrigsten Gewicht im Testfeld.
Die nach hinten offenen Ausfallenden sind ein Markenzeichen vieler Storck-Räder
Trek Madone 9.9 - 6,8 Kilo, 12.999 Euro
Mit dem aufwendigen Isospeed-Konzept, einer drehbaren Lagerung zwischen Sitz- und Oberrohr, wird das schnelle Madone auch komfortabel
Alle Leitungen und Züge verlaufen auch hier konsequent innen, die Di2-Box sitzt unter einer Abdeckung im Unterrohr.
Die vordere Bremse verschwindet zum Teil im schiffsbugartigen Steuerrohr. Die Federklappen gewährleisten genügend Lenkeinschlag beim rangieren des Rades.
Die Lenker-Vorbau-Einheit aus einem Stück ist leicht und aerodynamisch, kein Zug oder Kabel stört den Luftstrom.

Den gesamten Artikel und die Testergebnisse dieser Modelle finden Sie unten als PDF-Download:

• BH G6 Pro Dura-Ace Di2
• BMC Timemachine TMR01
• Canyon Aerorad CF SLX 9.0 Ltd.
• Cervélo S5 Dura-Ace Di2
• Felt AR FRD
• Fuji Transonic SL
• Giant Propel Advanced SL
• Look 795 Aérolight
• Merida Reacto Team-E
• Ridley Noah SL 20
• Rose X-Lite CW X-8800
• Scott Foil Premium Di2
• Specialized S-Works Venge ViAS Di2
• Storck Aerfast Platinum
• Trek Madone 9.9

Besonders spannend ist der Test diesmal auch, weil Trek und ­Specialized als Schwergewichte der Branche aufregende neue Aero-Räder vorgestellt haben, die das Rennrad-Design in den kommenden Jahren maßgeblich beeinflussen könnten. Zumindest sind das Trek Madone und das Specialized Venge ViAS Renn­räder, wie es bisher keine gab. Für beide galt bei der Entwicklung: keine Denkverbote, keine Kompromisse. Beide hielten Heerscharen von Ingenieuren auf Trab, durchliefen aufwendige Computersimulationen und erhielten ihren letzten Feinschliff im Windkanal. Entsprechend weit entfernten sie sich vom gewohnten Bild des Rennrads.

Disc-Bremsen im Aerotest

Um es vorwegzunehmen: In punkto Aerodynamik hat sich der Aufwand offenbar gelohnt. Beide Räder verließen unseren Windkanaltest als Klassenbeste. Dass sie am Ende nicht den ­Gesamt-Testsieg davontrugen, hat andere Gründe.

Schließlich sind Venge ViAS und Madone nicht die einzigen interessanten neuen Aero-Renner in diesem Vergleich. Scott tritt mit der zweiten Generation des Foil an, das ebenfalls hohe Erwartungen weckt. Ridley ist mit dem Noah SL dabei, auf dem André Greipel bei der jüngsten Tour de France vier Etappensiege einfuhr. Spannend auch das neue X-Light CW von Rose, das einzige ­Modell mit Scheibenbremsen im Vergleich. Wie wirken sich die Discs im Kampf gegen den Wind aus? Von diesem Test erwarteten wir uns dazu erste Erkenntnisse.

In jeder Hinsicht außergewöhnlich ist das formal atemberaubende 795 Aérolight von Look. Was den Konstruktionsaufwand angeht, steht es auf einer Stufe mit Venge ViAS und Madone – Lenker, Bremsen, Sattelstützen und Kurbeln sind integriert. Damit pflegt der französische Hersteller seinen Ruf als kreativer Außenseiter der Rennradbranche. Zugleich ist das 795 neben dem in den USA produzierten Madone das einzige Modell im Test, dessen Rahmen nicht in Taiwan oder China gefertigt wird, sondern in Tunesien. Komplettiert wird das Feld durch weitere neue Modelle wie das Aerfast von Storck sowie bereits bekannte Teilnehmer, darunter das S5 von Cervélo als schnellstes bisher von TOUR gemessenes Rad.

Neues Bewertungssystem

Interessant ist dieser Test nicht nur wegen der hochkarätigen Konkurrenz. Zugleich ­bedeutet er eine Zäsur in der mehr als 20-jährigen Geschichte des TOUR-Testverfahrens. Es gilt, Abschied zu nehmen von ­einem Bewertungssystem, das alle Rennräder unabhängig von ihrem Einsatzzweck über einen Kamm schert. Damit reagieren wir auf den Trend, dass der traditionelle Rennradbau – ein Hersteller entwickelt einen Rahmen und komplettiert ihn mit Bauteilen von Zulieferern – vor allem bei High-End-Modellen nicht mehr zeitgemäß ist. Zunehmend kons­truieren die Firmen ihre Renner als kom­plette Fahrzeuge, technisch zugeschnitten auf den jeweiligen Einsatzzweck. Man mag dies bedauern, weil die Räder dadurch komplizierter und auch teurer werden. Doch wenn es darum geht, das letzte Quäntchen Performance aus einer Konstruktion herauszuholen, scheint dieser Weg unausweichlich.

Ein weiterer Grund, unsere Testmethode weiterzuentwickeln, ist die fortschreitende Ausdifferenzierung des Marktes. Noch vor wenigen Jahren waren sich die meisten Räder sehr ähnlich, Geometrien und Ausstattungen ­orientierten sich meist am Ideal des typischen Wettkampfrades. Entsprechend ließen sie sich auch nach einem einheit­lichen Schlüssel ­bewerten. Heute jedoch verläuft eine klare Trenn­linie zwischen Aero- und Leichtbaumodellen – beide ­primär für Renn­einsätze ent­wickelt – sowie Rädern, die vor ­allem auf Freizeitfahrer zielen und Komfortaspekte stärker betonen, Stichwort "Marathonrennräder". Für beide Kategorien gelten unterschiedliche Entwicklungsziele, die sich immer schlechter würdigen lassen, wenn für beide der gleiche Bewertungsmaßstab gilt.

Aero-Test als Standard

Künftig unterscheidet unser Bewertungsverfahren die Räder deshalb nach ihrem Einsatzzweck. Bei Modellen, die vorrangig für Renneinsätze entwickelt wurden, gewichten wir in der Benotung die besonders relevanten Kriterien Aerodynamik und Gewicht stärker, dafür fahren wir andere Punkte wie Federkomfort oder Schlagfestigkeit des Lacks herunter oder klammern sie aus. Beide Kriterien bewerten wir aber weiterhin bei Marathonmodellen, bei denen wir den Komfort ins­gesamt stärker gewichten und die Aero­dynamik außen vor lassen. Umgekehrt werden wir künftig alle Modelle, die vorrangig für Wettkampfeinsätze entwickelt wurden, im Windkanal messen. Aerodynamik wird damit bei allen Wett­kampf­rädern – und nicht mehr wie bisher nur bei ausgewählten Aero-Modellen – zum gleichwertigen Kriterium neben Gewicht, Fahrstabilität und Komfort.

Wie schlagen sich die neuen Top-Rennräder nun in diesem Test?

Sowohl Venge ViAS als auch das neue Madone von Trek setzen sich an die Spitze des Aero-Rankings und lösen das Cervélo S5 als bisherige Referenz ab. Mit je 204 Watt bei 45 km/h scheint ihr Vorsprung auf das S5 (205 Watt) auf den ersten Blick zwar vernachlässigbar. Ein genauer Blick auf die Verlaufskurven der ­Räder über die verschiedenen Anströmwinkel von -20 bis +20 Grad bringt jedoch Interessantes zutage: Bei frontaler Anströmung, wie sie für sehr hohe Geschwindigkeiten typisch ist, fahren das Venge und das Madone einen kleinen, aber signifikanten Vorsprung gegenüber dem S5 heraus, das dafür bei flachen Winkeln etwas schneller ist. Doch auch, wenn Venge und Madone im Windkanal praktisch gleichauf liegen, ist Trek der eindeutige Sieger dieses Duells: Das Madone ist das komplettere Rennrad. Mit seinem dank IsoSpeed-Gelenk zwischen Ober- und Sitzrohr in vertikaler Richtung spürbar flexenden Rahmen bietet es besseren Federkomfort als viele Marathonrenner. Zudem ist es leichter als das unerwartet schwere Venge, das seinen Aero-Vorteil daher nur auf flachen Strecken ausspielen kann. Je mehr Höhenmeter ins Spiel kommen, desto klarer setzt sich das Madone ab, wie unsere Streckensimulation mit 1.000 Höhenmetern auf 100 Kilometer verdeutlicht.

Ein weiterer Pluspunkt für das Madone: Beim für den Test gelieferten Rad hat Trek das aerodynamische Potenzial noch nicht voll ausgeschöpft, etwa bei den Laufrädern. Misst man das Madone mit anderen Lauf­rädern (Zipp 404 Firestrike) und Reifen (Continental Grand Prix 4000S2, 23 Millimeter) im Windkanal, verbessert es sich noch einmal um fast drei Watt. Beim Venge ViAS war dagegen mit den mitgelieferten 64 Millimeter hohen Roval-Felgen samt aero­dynamisch optimiertem Vorderreifen das Optimum erreicht. Auch die 404-Laufräder brachten keine Verbesserung.

Perfekter Vierklang

Das Trek Madone 9.9 setzt also einen neuen Standard in Sachen Aerodynamik und beherrscht auch die anderen Disziplinen, die bei Rennrädern zählen. Mit schnelleren ­Reifen und besseren Bremsbelägen wäre der Testsieg möglich gewesen. Den holen sich stattdessen Canyon mit dem Aeroad und Scott mit dem neuen Foil, die den Vierklang aus Aerodynamik, Leichtbau, Fahrstabilität und Federkomfort ähnlich gut beherrschen. Weil sie in der Gesamtwertung, in die alle Testkriterien eingehen, um Nuancen vor dem Madone liegen, gehen sie als gemein­same Gesamtsieger aus diesem Test hervor. Auch sie zählen damit zum exklusiven Kreis der besten Rennräder der Welt. Für das neue Madone aber bleibt festzuhalten: Wenn es darum geht, mit möglichst geringem Energieeinsatz möglichst schnell zu fahren, ist dieses Rad der neue Maßstab.

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