Test 2014Radbrillen - Günstige Radbrillen im Test

Unbekannt

 · 16.05.2014

Test 2014: Radbrillen - Günstige Radbrillen im TestFoto: Daniel Kraus

Die Radbrille ist für Rennradler nicht nur ein wichtiger Augenschutz, sondern auch ein modisches und nicht selten teures Accessoire, das zu Helm und Klamotte passen soll. Aber müssen schicke und gute Brillen wirklich viel kosten? Im TOUR-Test: zwei Dutzend Radbrillen zum Kampfpreis – von A wie Alpina bis U wie Uvex.

Wenn man bei der Auswahl der Radbrille nur oder vor allem die optische Coolness im Blick hat, kann sich das spätestens dann rächen, wenn man zu Tal rauscht und vor der Kurve den Bremspunkt verpasst, weil der Fahrtwind die Augen tränen lässt und der hübsche Brillenrahmen die Sicht ­einschränkt. Da wäre man mit der neuen Lifestyle-Brille vielleicht besser in der Eisdiele sitzen ­geblieben.

Ein Klassiker und Sinnbild für Design mit Funktion ist seit der Markteinführung 1990 bis heute das Modell M-Frame von Oakley. Die Brille mit dem schlanken, leichten Rahmen und der großen Scheibe wurde zum Trendsetter und basiert auf dem Modell ­Razor Blades, das seine Berühmt­heit vor allem Greg LeMond zu verdanken hat: Er trug die Brille bei seinem spektakulären Tour-de-France-Sieg 1989. Weil die Brille den Geschmack der Radler getroffen hattte und dies bis ­heute tut, zählt sie vermutlich zu den meistkopierten Radbrillen. Dass dieses Image im Wortsinn Gold wert ist, merkt der Radler spätestens an der Ladenkasse – Oakleys haben ihren Preis.

Für unseren aktuellen Test haben wir von zwölf Brillenmarken je zwei Modelle – ein günstigeres und ein "teureres" ausgewählt, die maximal 70 Euro kosten sollen. Unter den Teilnehmern sind etablierte Spezialisten wie Alpina, Carrera oder Uvex, aber auch Newcomer und weniger bekannte Marken wie Endura und Julbo. Bei den meisten Anbietern ist das günstigere Modell 20 bis 30 Euro billiger als das teurere, lediglich die ­beiden Brillen von Casco und Swiss Eye ­kosten jeweils 60 beziehungsweise 66 Euro.

20 Modelle haben einen unten offenen ­Halbrahmen, in den entweder eine durch­gehende Scheibe oder zwei getrennte Gläser eingehakt werden; Swisseye und Uvex schickten jeweils eine Vollrahmen-Brille ins Rennen, Carrera (R&B X-Lite) und Endura (Marlin Glasses) auch zwei rahmenlose ­Varianten, bei denen die Brillenbügel direkt an die Scheibe geklipst beziehungsweise ­geschraubt werden.

Haltepunkt Nase
Wie gut die Brille auf dem Kopf sitzt, darüber entscheidet neben der eigentlichen Größe die Flexibilität der Brillenbügel, die sich an den Kopf schmiegen sollen, ohne zu drücken. Standard sind mittlerweile kleine griffige Gummistreifen an den Bügeln, die auch dann noch Halt bieten, wenn einem der Schweiß vom Kopf rinnt. Der andere zentrale Haltepunkt ist die Nasenwurzel. Da diese individuell und oft unabhängig von der Kopfgröße zwischen zarter, schmaler Model­nase und breiter Boxerknolle ­variieren kann, sollten die Nasen­pads möglichst flexibel darauf einstellbar sein. Die Brille muss sich rutschsicher auf Augen­höhe positionieren lassen, ohne jedoch auf der Nase rote Druckstellen zu hinterlassen.

Die Testergebnisse dieser Brillen finden Sie unten als PDF-Download:

• Alpina Dribs 2.0
• Alpina Splinter VL
• BBB Arriver BSG-26
• BBB Impulse Team BSG-38
• Carrera Pugno
• Carrera R&B X-Lite (TOUR Testsieger)
• Casco SX 20 Polarized
• Casco SX 30 Polarized
• Cratoni Air Blast
• Cratoni Blitz
• Endura Shark Glasses
• Endura Marlin Glasses
• Julbo Access
• Julbo Dust
• Northwave Sitch
• Northwave Volata
• Rose RBS 19 Sportbrille
• Rose Photochromic 05 Sportbrille
• Shimano S20R
• Shimano S20R-PH
• Swisseye Freeride
• Swisseye Slide
• Uvex Sportstyle 109
• Uvex Sportstyle 210

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