Crossräder 2010

AktuellesCrossräder 2010

Unbekannt

 11/20/2009, Lesezeit: 3 Minuten

Passend zum Jahresausklang zeigen vier Crossrad-Hersteller, wie ihre – bis 5.000 Euro teure – Vorstellung vom perfekten Geländerenner aussieht. Wichtiges Detail dabei: verbesserte Bremsen. Außerdem im Test: sieben bezahlbare Crosser bis 1.700 Euro.

Crossräder bis 5000 Euro

Das Thema Cross polarisiert. Für die einen sind die ungefederten Gelände-Rennräder mit ihrer antiquierten Bremstechnik Schnee von gestern – technisch überholt und gegenüber modernen Mountainbikes klar im Nachteil. Dagegen steht eine wachsende Schar von Fans, für die der Reiz der Crosser gerade in ihrer technischen Beschränkung liegt – nach dem Motto: Was das Rad nicht durch sein Fahrwerk ausgleicht, muss der Pilot eben durch seine Fahrtechnik glattbügeln. Ein bisschen mag bei dieser Sichtweise der Wunsch nach dem Nervenkitzel eine Rolle spielen. Sicher ist aber: Wer sein Rennrad auf losem Untergrund beherrscht, ist auch auf Asphalt ein besserer Fahrer.

Um Cross-Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, würde es schon reichen, wenn sich die Hersteller ernsthaft mit dem Thema Bremsen auseinandersetzen würden. Speziell an den Bremsen der Stollenrenner entzündet sich immer wieder heftige Kritik. Stotternde Gabeln und jaulende Beläge ohne Biss gehören an Crossrädern immer noch zur Tagesordnung.

Die Testergebnisse dieser Räder finden Sie unten im PDF-Download:

Focus Mares Team

Kocmo Cross Disk

OCCP Step Al-Disk

Stevens Cyclocross Team

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Gut gegen Winterdepressionen:

sieben Stollenrenner bis 1.700 Euro im neuen Härtetest

Eigentlich ist München ja eine Bike-Hochburg – nicht nur wegen der nahen Berge. Doch der Mountainbike-Boom, der einst das Crossrad aus dem Gelände verdrängt hat, ist nun schon 20 Jahre alt. Und so tummeln sich in den Isarauen der bayerischen Hauptstadt in letzter Zeit mehr und mehr Radsportler, die breite gegen schmale Stollenreifen getauscht haben: Crossen ist wieder cool – und nicht nur in München. Echte Cross-Hochburgen sind Hamburg und Berlin, wo mittlerweile richtige Szenen rund ums Stollenrennrad entstanden sind.

Was dabei auffällt: Highend-Modelle sind extrem selten. Stattdessen dominieren Räder mit robusten Alu-Rahmen, die auch mal einen Sturz wegstecken. Ähnlich ist es bei den Ausstattungen: Statt edler Top- Komponenten sind an den meisten Rädern bewährte, aber wenig prestigeträchtige Komponenten vom Schlage einer Shimano-“Ultegra”- oder “105”-Gruppe montiert. Dass beim Crossrad offenbar stärker auf den Preis geachtet wird, hat nicht nur damit zu tun, dass es sich meist um das Zweitoder Drittrad handelt. Entscheidender ist, dass der Verschleiß viel höher ist als beim Straßenrenner. Vor allem Lager und Antriebskomponenten leiden durch permanenten Beschuss mit Dreck und Feuchtigkeit extrem und müssen entsprechend häufig ausgetauscht werden. Das geht deutlich weniger ins Geld, wenn die Teile aus einer günstigeren Gruppe stammen. Die Funktion ist in der Regel kaum schlechter.

Die Testergebnisse dieser Räder finden Sie unten im PDF-Download: 

Berner Cross

Focus Mares Expert

Koga Miyata Crosswinner

Quantec Race Cyclocross

Rotor Cross

Simplon Grid CX-1

Stevens Super Prestige

  Die Zukunft im Cross? Mechanische Scheibenbremse von Bengal am Crosser von OCCP
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  Packt kräftig zu, lässt sich gut dosieren: Mechanische Scheibenbremse von Avid an Kocmos Titanrenner
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  Die 1700 Euro Stollenrenner im Test
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  Bis zum Kopfstand: Der Bremsentest mit Bewässerung aus dem Trinkrucksack simuliert eine Vollbremsung bei Starkregen.
Bis zum Kopfstand: Der Bremsentest mit Bewässerung aus dem Trinkrucksack simuliert eine Vollbremsung bei Starkregen.

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