Baldiso ZenithNeuer Wettkampf-Allrounder will Bestnote knacken

Jens Klötzer

 · 29.05.2026

Mit dem Zenith will Baldiso eines der schnellsten Rennräder der Welt liefern
Foto: Baldiso
Die Allgäuer Marke Baldiso stellt mit dem Zenith ein UCI-konformes Aero-Rennrad vor, das von seinen Eckdaten viel verspricht: Rekord im Windkanal, dazu leicht und relativ komfortabel. Nicht weniger als das beste Rennrad der Welt will der Allgäuer Hersteller damit anbieten, gefertigt wird es vollständig bei Bike Ahead Composites in Bayern.

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Hinter dem Zenith steht Sebastian Baldauf, ehemaliger Radprofi und Gründer der Allgäuer Marke Baldiso, die zuletzt mit dem aufsehenerregenden The One von sich reden machte. Das neue Carbonrahmenset des Zenith ist mehr Performer als Schmuckstück, es entsteht in kleiner Stückzahl und wird vollständig in Handarbeit gefertigt. Jedes Exemplar kann individuell konfiguriert werden, von der Komponentenwahl über die Rahmenfarbe bis zur letzten Schraube.

Leicht, schnell und komfortabel

Der Carbonrahmen soll 860 Gramm in Größe M auf die Waage bringen. Viele vergleichbar schnelle Aero-Rahmen liegen deutlich näher an einem Kilogramm. Eine Rohcarbon-Oberfläche ohne Lackierung spart weitere 100 Gramm Gewicht. Je nach Wunschaufbau liegt das Komplettrad zwischen 6,2 und 6,9 Kilogramm. Auch in weiteren Disziplinen soll das Rad sehr gut abschneiden. Die Tretlagersteifigkeit beträgt 73 N/mm und sorgt laut Hersteller für eine direkte Kraftübertragung. Das Zedler-Institut attestierte dem Zenith zudem für ein konsequent aeroorientiertes Rennrad einen auffallend guten Komfortwert. Viele klassische Aero-Plattformen liegen in dieser Disziplin höher und sind tendenziell weniger komfortabel.

Im April 2026 testete Baldiso das Zenith im GST-Windkanal nach gängigen Standards mit einem Dummy samt Trinkhalterung und runder Radflasche. Das Ergebnis: 195 Watt bei 45 km/h. Damit läge das Zenith gleichauf mit dem aktuell schnellsten UCI-konformen Serienrad nach diesem Messstandard, dem Storck Aerfast.5 Pro.

Entwicklung und Fertigung

Entworfen und konstruiert wurde das Zenith von Simon Bühler von CarbonWorks, einem Ingenieur mit langjähriger Erfahrung in der Optimierung von Carbonstrukturen. Baldiso setzte auf eine stark fokussierte Entwicklungsstruktur ohne breite, arbeitsteilige Industrieorganisation. Die Fertigung erfolgt vollständig bei Bike Ahead Composites in Bayern, einem Hersteller, der in der Szene für die Oberflächenqualität und Präzision seiner Carbonfertigung bekannt ist.

Preise, Größen und Verfügbarkeit

Das Rahmenset is in den drei Größen S, M und L erhältlich; in Carbon Raw Optik kostet es 6.900 Euro. Kompletträder liegen je nach individueller Ausstattung zwischen 10.500 Euro und 16.000 Euro. Baldiso produziert das Zenith in überschaubaren Stückzahlen, da jedes Rad vollständig in Handarbeit gefertigt wird.

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Jens Klötzer

Jens Klötzer

Redakteur

Jens Klötzer ist gelernter Wirtschaftsingenieur und bei TOUR der Experte für Komponenten aller Art: Bremsen, Schaltungen, Laufräder oder Reifen – alles testet Jens auf Herz und Nieren. Er sammelt historische Rennräder, besitzt sowohl ein modernes Zeitfahrrad wie ein Gravel-Reise-Rennrad aus Titan. Auf Reisen erkundet er gern unbekannte Straßen in Osteuropa – auf breiten, aber schnellen Reifen.

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