Rennrad-Transport: Das sollten Sie beachten

Viele passionierte Radfahrer können sich die „schönsten Wochen des Jahres“ ohne ihr Zweirad nicht vorstellen. Die gute Nachricht ist: Selbstverständlich ist es möglich, mit dem Rennrad zu verreisen. Der Transport sollte jedoch in jedem Falle sicher sein. Eine Frage, die sich in diesem Zusammenhang oft unweigerlich stellt: Was bedeutet „sicher“? Wie können Sie Ihr Rennrad schützen und gleichzeitig die Sicherheit der Reisenden unterstützen?

Der Markt bietet mittlerweile viele Varianten an, wenn es darum geht, ein Bike von A nach B zu transportieren. Generell gilt: Egal, ob lange oder kurze Strecke – gehen Sie keine Kompromisse ein und transportieren Sie Ihr Rad bzw. Ihre Räder ausschließlich als sichere Ladung. TOUR rät dazu, sich schon früh mit der anstehenden Reise und dem Fahrradtransport auseinanderzusetzen. Die gute Nachricht ist jedoch, dass es meist unkomplizierter ist als gedacht, das Rennrad mit in den Urlaub zu nehmen – sowohl mit dem Auto als auch mit dem Flugzeug. Eine sichere Fahrradverpackung bzw. ein sicheres Verstauen des Rades ist jedoch das A und O.

Warum muss man ein Fahrrad überhaupt transportieren?

Es gibt einige Gründe, die es erforderlich machen können, dass ein Fahrrad transportiert werden muss. Und auch wenn es sich bei einem anstehenden Fahrradurlaub um den Klassiker handelt, kann es natürlich auch sein, dass ein Rad zur Reparatur (oder zu einem Wettkampf) gefahren werden muss.

Foto: Greber/Skyshot

Die verschiedenen Transportmöglichkeiten unterscheiden sich unter anderem mit Hinblick auf den Preis voneinander. Oder anders: Es gibt besonders günstige und etwas aufwendigere Optionen. Letztere müssen vor allem dann in Betracht gezogen werden, wenn es darum geht, das Rad mit dem Flugzeug als „Gepäck“ in ein anderes Land zu transportieren.

Wie transportiert man ein Fahrrad bei Autofahrten?

Grundsätzlich bieten sich hier verschiedene Varianten an. Besonders bekannt (und beliebt) ist das Transportieren des kompletten Rades im Auto bzw. im Kofferraum, über die Anhängerkupplung, auf dem Dach und über die Heckbefestigung.

Jede Variante bietet ihre Vorteile, gegebenenfalls aber auch einige Nachteile. Umso wichtiger ist es, entsprechend abzuwägen. TOUR empfiehlt, unabhängig davon, für welche Art des Fahrradtransports Sie sich entscheiden, das Prozedere im Vorfeld mehrmals zu üben und sich zudem mit Hinblick auf die Vorgaben zum Transport von Fahrrädern im Ausland zu erkundigen. Die entsprechenden Anforderungen können sich nämlich von Land zu Land unterscheiden.

Kann man ein Fahrrad im Auto transportieren?

Ja. Die Option, die im ersten Moment als die sicherste erscheinen mag, ist es meist auch: Der Transport IM Auto. Aber: Damit genau das funktionieren kann, müssen selbstverständlich einige Grundvoraussetzungen berücksichtigt werden. Ein „Detail“, das dafür sorgen kann, dass diese Möglichkeit von Vornherein ausscheidet, kann die Größe des Autos sein. Wer keinen Kombi bzw. Transporter fährt, bekommt hier schnell Platzprobleme – beim typischen Kleinwagen auch dann, wenn die Sitze der Rückbank umgeklappt wurden.

Sollte sich der Transport jedoch im Kofferraum oder im Auto (selbstverständlich gesichert) realisieren lassen, ergeben sich hier viele Vorteile:

  1. Das Fahrrad ist vor Beschädigungen, wie zum Beispiel Steinschlägen u. ä. geschützt.
  2. Auch Wind und Wetter haben keine Möglichkeit, Spuren auf dem Rad zu hinterlassen.
  3. Besondere „Details“, wie zum Beispiel eine bestimmte Durchfahrtshöhe bei Garageneinfahrten, müssen nicht beachtet werden.

Zu guter Letzt ist hier natürlich auch der Diebstahlschutz vergleichsweise hoch. Zusatztipp: Ist das Fahrrad eher groß, kann es helfen, - wenn beispielsweise Schnellspanner vorhanden sind - das Vorderrad und gegebenenfalls auch das Hinterrad zu demontieren. Hierbei lohnt es sich dann auch, sich mit den Vorteilen von verschiedenen Transportsicherungen auseinanderzusetzen. Diese schützen den entsprechenden Bereich, wenn sich hier kein Rad mehr befindet.

Zusätzlich setzen viele Radbesitzer auch auf Fahrradtaschen. Hierin können die Räder bequem (und meist ein wenig „auseinandergeschraubt“) verstaut werden. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass sich ein Rad, das zum Beispiel auf dem Rücksitz eines Wagens transportiert wird, nicht zu einem „Wurfgeschoss“ werden kann. Auch beim scharfen Bremsen sollte die Ladung selbstverständlich immer sicher sein!

Da die Option des Transportes im Innenraum jedoch in vielen Fällen aufgrund von Platzmangel wegfällt, ist es sinnvoll, sich mit den Alternativen zu befassen. Von diesen gibt es nämlich reichlich.

Wie transportiert man ein Fahrrad über die Anhängerkupplung?

Ist der Innenraum des Wagens zu klein, aber eine Anhängerkupplung vorhanden, handelt es sich hierbei oft um das Mittel der Wahl. Der Schutz, der sich aus dem Windschatten ergibt, den das Auto wirft, sollte in diesem Zusammenhang nicht unterschätzt werden.

Wer sich für die Variante mit der Anhängerkupplung entscheidet, sollte auch sicherstellen, dass der Anhänger bei Bedarf bequem weggeklappt werden kann. Auf diese Weise ist es ganz unkompliziert möglich, den Kofferraum zu erreichen.

Um das Fahrrad zu fixieren, bieten sich verschiedene Systeme an. Viele Konstrukte basieren auf Ösen bzw. Riemen, andere setzen auf Schraubverbindungen.

Generell ist es in jedem Falle wichtig, darauf zu achten, dass das Rad zwar stabil steht, jedoch nicht zu stark fixiert wird. Denn: Die Teile, die beispielsweise aus Carbon gefertigt wurden, sind teilweise sehr empfindlich. Wer hier das Fixierungssystem zu stark anzieht, riskiert, dass sich – zum Beispiel am Rahmen - hier Dellen bilden. Besonders tückisch ist es in diesem Zusammenhang, dass einige Beschädigungen dieser Art oft nicht auf den ersten Blick auffallen. Immerhin muss das komplette Rohr nicht direkt brechen. Auch ein leichter Schaden kann dafür sorgen, dass es zu einem gefährlichen Unterfangen wird, das Rad zu belasten.

So praktisch und komfortabel der Fahrradtransport über die Anhängerkupplung auch sein mag – es gibt auch einen Nachteil: Die Sicht nach hinten ist teilweise stark eingeschränkt. Wer sich daher für den Transport über die Anhängerkupplung entscheidet, sollte das Fahren unbedingt im Vorfeld trainieren und lernen, zu einem großen Teil über die Spiegel und den Schulterblick zu fahren.

Foto: Matthias Borchers

Was sollte beim Fahrradtransport über die Heckklappe beachtet werden?

Wer keine Anhängerkupplung zur Verfügung hat, sollte über den Fahrradtransport über die Heckklappe bzw. über einen Heckträger nachdenken. Damit hier alles an Ort und Stelle bleibt, werden in der Regel Spanngurte genutzt.

Das Problem: Damit diese sicher (!) fixiert werden können, braucht es ein wenig Erfahrung. Ansonsten kann es sein, dass sich Teile des Konstrukts lösen und zum Beispiel Schäden am Lack hervorrufen.

Hinzu kommt, dass auch hier die Sicht nach hinten deutlich eingeschränkt ist. Bitte beachten Sie in jedem Fall, dass auch der Fahrradträger mit einem (Folge-) Kennzeichen ausgestattet werden muss, da das Kennzeichen am Wagen zum größten Teil verdeckt wird. Hinzu kommt, dass am Träger eine Beleuchtung fixiert werden muss, wenn die Autobeleuchtung nicht mehr komplett sichtbar ist.

Zudem müssen vor dem Losfahren verschiedene einzelne Komponenten, wie zum Beispiel Luftpumpe (und gegebenenfalls Akku) entfernt werden. Weiterhin ist es sinnvoll, noch einmal kurz nachzumessen. Denn: Die Gesamtbreite von 2,55 Meter darf mit Fahrrad auf dem Heckträger nicht überschritten werden.

Zu guter Letzt gilt es auch zu beachten, dass sich das Fahrverhalten ein wenig verändert, wenn ein oder mehrere Fahrräder auf diese Weise transportiert werden. Dies zeigt sich vor allem in den Kurven und beim Bremsen. Daher ist es in jedem Fall wichtig, mit Heckträger langsamer (und vielleicht sogar noch vorausschauender) zu fahren als ohne. Auf eine Abdeckplane o. ä. sollte verzichtet werden, da diese den Effekt in der Regel noch verstärkt. Gerade im Zusammenhang mit längeren Fahrten macht es zudem Sinn, etwa alle 50 Kilometer zu überprüfen, ob sich alles noch an Ort und Stelle befindet.

Ist es gefährlich, sein Rennrad auf dem Autodach zu transportieren?

Wer auf die vorgegebenen Sicherheitsstandards, unter anderem natürlich auf eine verlässliche Fixierung achtet, geht mit dem Radtransport auf dem Autodach in der Regel kein größeres Risiko ein. Autos, auf deren Dach Räder bzw. Rennräder fixiert wurden, gehören auf Autobahnen schon lange zum Standard. Mittlerweile gibt es viele Hersteller, die die entsprechenden Dachträgersysteme anbieten – in unterschiedlichen Preisklassen. Hier kann es sich durchaus lohnen, ein wenig mehr Geld in die Hand zu nehmen. Denn: Oft sind es die etwas höherpreisigen Modelle, die es erlauben, die betreffenden Zweiräder komfortabel zu fixieren.

Der Schutzfaktor im Zusammenhang mit äußeren Einflüssen – nicht zuletzt auch mit zu niedrigen Durchfahrten – ist jedoch gering. Dafür ist die Angriffsfläche, die sich auf dem Dach ergibt, schlussendlich zu groß.

Wer hier ein wenig mehr auf der sicheren Seite sein möchte, sollte sich einen kleinen Zettel mit einer entsprechenden „Erinnerung“ (zum Beispiel: „Achtung! Durchfahrtshöhe!“) im Auto anbringen.

Auf der Suche nach einem passenden Dachträger-Modell kann es sich durchaus lohnen, ein wenig zu recherchieren. Vor allem die vergleichsweise leichten Ausführungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie den Spritverbrauch wenig belasten.

Damit ein Fahrrad jedoch überhaupt auf dem Dach transportiert werden kann, braucht es eine Dachreling bzw. ein Trägersystem. Bitte beachten: Die zulässige Dachlast des Autos darf selbstverständlich nicht überschritten werden. Um den Lack beim Fixieren des Rades auf dem Dach bestmöglich zu schonen, bietet es sich an, eine Decke unterzulegen.

Foto: Matthias Borchers

Welche Regeln gelten im Ausland?

Viele Radfans planen die schönsten Wochen des Jahres mittlerweile im Ausland. Doch welche Regeln und Standards müssen hier eigentlich in Bezug auf die Fahrradmitnahme beachtet werden? Grundsätzlich gilt, dass sich die Vorgaben in anderen Ländern von den Regelungen in Deutschland deutlich unterscheiden können. Steht die Ladung dementsprechend bei einer Fahrt im Ausland nach hinten über und überragt die Gesamtlänge die Angabe, die im Kfz-Schein als Maximum angegeben wurde, muss das Ganze gekennzeichnet werden. Welche Vorgaben hier genau beachtet werden müssen, ist von Land zu Land unterschiedlich. Daher ist es umso wichtiger, sich im Vorfeld zu informieren.

Und übrigens: Selbstverständlich muss die überstehende Ladung nicht nur beim eigenen Kfz, sondern auch bei Mietwagen vorgenommen werden. Sprechen Sie die Mitarbeiter beim Autoverleih daher bei Bedarf auch explizit auf die – in vielen Ländern nötigen - Warntafeln an. Diese sind unter anderem in Italien und in Spanien vorgeschrieben.

Wie viele Zentimeter die Ladung nach hinten überstehen darf, ist ebenfalls von Land zu Land unterschiedlich. Wer sich nicht an die entsprechenden Vorgaben hält, kann mit einer Geldstrafe belangt werden. Wie hoch diese ausfällt, ist ebenfalls wieder vom betreffenden Urlaubsland abhängig. In manchen Regionen müssen hier Summen im vierstelligen (!) Bereich gezahlt werden.

Wie transportiert man ein Fahrrad bei Flugzeugreisen?

Die gute Nachricht: Bei den meisten Fluggesellschaften ist es möglich, sein Fahrrad – inklusive Zubehör – in einem gesonderten Bereich als Gepäckstück aufzugeben. Zumindest dann, wenn einige Punkte, wie zum Beispiel die richtige Fahrradverpackung, beachtet werden.

Foto: Christian Kaufmann

Grundsätzlich sollte im Vorfeld natürlich auch immer abgewogen werden, ob es nicht auch eine Alternative darstellt, ein Rad vor Ort zu mieten. Immerhin ist mit jedem Transport ein kleines Risiko verbunden. Wenn Sie jedoch schon lange Rennrad fahren und dementsprechend die Individualität Ihrer Ausstattung zu schätzen wissen, kommt diese Option für Sie wahrscheinlich tendenziell eher weniger in Frage.

Wie teuer ein Fahrradtransport im Flugzeug ist, ist immer vom jeweiligen Anbieter abhängig. Zudem gilt es, mit Hinblick auf die Buchung im Vorfeld einige Faktoren zu beachten. Denn: Das Fahrrad, das Sie entsprechend transportieren möchten, muss als Sonder- bzw. Sportgepäck angegeben werden. Hier ist es wichtig, gezielt nachzufragen, welche Details genau beachtet werden müssen. Viele Fluggesellschaften haben den Transport des Equipments im Laufe der Zeit in Bezug auf Gewicht und Maße etwas eingeschränkt. Wenn Sie Ihr Rennrad verschicken möchten, kann es also sein, dass manche Fluggesellschaften schon im Vorfeld ausscheiden.

Zudem ist es unerlässlich, die folgenden Punkte zu beachten:

  1. Ein Fahrrad darf natürlich nicht „einfach so“ verschickt werden. Allein schon deswegen, weil die Ausstattung vor äußeren Einflüssen geschützt werden soll, braucht es im ersten Schritt eine verlässliche „Hülle“, zum Beispiel in Form einer Fahrradverpackung aus Karton. Hierfür sind Sie als Eigentümer des Rades zuständig. Setzen Sie nicht auf Kompromisslösungen, sondern nutzen Sie ausschließlich Produkte, die hierfür vorgesehen sind.
  2. Je nach Fahrradverpackung (und Radmodell) muss das Rad meist – zumindest in Teilen – zerlegt werden. Bei einigen Modellen reicht es aus, den Lenker zu demontieren. Achten Sie im Zusammenhang mit E-Rennrädern bitte auch auf die Vorgaben der einzelnen Fluggesellschaften in Bezug auf den Akku.
  3. Vergessen Sie nicht, Ihren Fahrradkarton oder ihren Bike-Koffer im Vorfeld anzumelden.
  4. Ein Bike, das auf Reisen im Flugzeug mitgenommen werden soll, gehört zum sogenannten Sperrgepäck. Daher kann es nicht am selben Schalter wie Koffer und Co. aufgegeben werden. Nutzen Sie hierzu die gesonderten Check-In Schalter.
  5. Sie möchten nicht nur Ihr Fahrrad, sondern auch weiteres Equipment, wie zum Beispiel einen Fahrradanhänger mit dem Flugzeug transportieren? Auch hier ist es wichtig, sich im Vorfeld nach den entsprechenden Bestimmungen zu erkundigen. Die meisten Fluggesellschaften setzen hier auf die Vorgaben, die auch für Kinderwagen und Co. gelten.

Zudem sollte das Rad natürlich vor dem Beginn der Reise gereinigt werden. Eine eindeutige Kennzeichnung auf der Verpackung sorgt dafür, dass Sie Ihr Rad in der Verpackung am Zielflughafen schnell wiedererkennen. Zu guter Letzt macht es auch Sinn, den Transport des Bikes zu versichern. Hier bieten sich in der Regel unterschiedliche Pakete an. Am besten orientieren Sie sich am Wert des Fahrrades.

Zusatztipp: TOUR empfiehlt, sich schon früh mit Fragen wie „Welchen Fahrradkarton brauche ich?“ und „Wie muss ich mein Rad zerlegen, dass es in den Karton bzw. in die Fahrradverpackung passt?“ auseinanderzusetzen. Auf diese Weise lässt sich viel Zeit sparen. Ein Mal probeweise ein- und auspacken kann nicht schaden. Auf diese Weise gestaltet sich das Verschicken an den jeweiligen Zielort meist ein wenig stressfreier.

Was ist besser? Eine Fahrradtasche, ein Fahrradkoffer oder ein Fahrradkarton?

Diese Frage kann nicht standardisiert beantwortet werden, denn: Sowohl die Fahrradtasche als auch der Fahrradkarton bieten, wenn auf moderne, hochwertige Produkte gesetzt wird, ein hohes Maß an Schutz und Komfort.

Während die Fahrradkartons vergleichsweise standardisiert daherkommen, gibt es in Bezug auf die Fahrradtaschen einige Unterschiede in Bezug auf die gebotene Stabilität.

Die etwas „luftigeren Modelle“ eignen sich hier unter anderem super, um einen Transport im Auto noch ein wenig sicherer zu gestalten. TOUR rät jedoch dazu, sich – wenn Sie Ihr Rad mit dem Flugzeug oder mit der Bahn transportieren möchten – auf eine etwas „festere Transporttasche“, einen Koffer oder den Fahrradkarton zu setzen.

Viele Taschen können mit ein paar Handgriffen und Verstrebungen noch ein wenig unterstützt werden und bieten zudem mehrere Polsterungen.

Wie beim Transportkarton ist es auch bei der Fahrradtasche meist nötig, Teile des Rades abzuschrauben. Ein besonderer Vorteil der Tasche gegenüber dem Fahrradkoffer ist meist das etwas geringere Eigengewicht. Dieses rührt vor allem daher, dass der Koffer meist mit einer harten Schale aufwartet, um so ein besonders hohes Maß an Schutz zu bieten.

Aber welches Design ist eigentlich das richtige? Hier entscheidet zu einem großen Teil der persönliche Geschmack. Der Vorteil der etwas bunteren Varianten liegt zweifelsohne darin, dass sie auf dem Gepäckband sicherlich eher erkannt und wahrscheinlich auch seltener gestohlen werden.

Besonders praktisch ist es in jedem Fall, dass viele Hersteller bei ihren Taschen und Koffern mittlerweile auf leicht zu pflegende Materialien setzen. Diese besonderen „Accessoires“ können daher meist leicht von Verschmutzungen unterschiedlicher Art befreit werden und stehen dann wieder zur Verfügung.

Generelles: Fahrradbesitzer sind in der Pflicht – zumindest zum großen Teil

Mit ein wenig Vorausplanung ist es meist einfacher als gedacht, sein Rad mit in den Urlaub zu nehmen. Und trotz der Tatsache, dass viele Fluggesellschaften (und übrigens auch die Bahn) ihr Angebot entsprechend erweitert haben, sollten Sie nicht vergessen, dass es als Fahrradbesitzer Ihre Aufgabe ist, sich um die „perfekte Basis“ für Ihren Fahrradtransport zu kümmern. Das bedeutet unter anderem, ausschließlich auf zugelassene Fahrradkartons, Fahrradtaschen und andere einschlägige „Verpackungen“ zu setzen, das Rad sicher zu verstauen und entsprechend der jeweiligen Vorgaben aufzugeben. Sollten Sie dieser Verpflichtung nicht nachkommen, kann es sein, dass Ihnen der Transport verweigert wird. Passt alles, wird Ihr Eigentum in der Regel über die Versicherung der Anbieter geschützt. Doch auch hier gibt es teilweise deutliche Unterschiede, so dass es Sinn macht, genauer hinzuschauen.

Auch beim Transport im oder am Auto sind Sie in der Pflicht, sich darüber zu erkundigen, was, wo vorgeschrieben ist.

Kann man ein Fahrrad als Beiladung verschicken?

Mittlerweile bieten viele Speditionen – vor allem aus dem Möbelbereich – sogenannte „Beiladungen“ an. Hiervon können auch diejenigen profitieren, die ein Rennrad oder ein klassisches Fahrrad verschicken möchten. Frei nach dem Motto „Hier ist noch Platz!“ wird das Rad – zusammen mit dem Rest der Ladung versendet. Gerade dann, wenn es Ihnen zunächst wichtig ist, keine bestimmte Adresse, sondern zunächst eine Stadt anzusteuern, kann es sich hierbei um eine günstige Alternative handeln. Je nach Vereinbarung muss das Rad dann jedoch meist an einer bestimmten Adresse abgeholt werden. Bitte vergessen Sie auch hier nicht, für eine sichere Verpackung zu sorgen. Diese ist in der Regel nicht im „Servicepaket“ der Spedition inbegriffen. Wie viel für den Fahrradtransport als Beiladung gezahlt werden muss, ist meist von mehreren Faktoren, unter anderem auch vom Gurtmaß, abhängig.

Wann lohnt sich ein Fahrradtransport?

Egal, ob am, auf, im Auto oder im Flugzeug: Ob es sich grundsätzlich lohnt, ein Fahrrad mit in den Urlaub (oder an einen bestimmten Ort) zu nehmen, ist vom eigenen Empfinden abhängig. Oder anders: Jeder Fahrer entscheidet selbst, ob er (und für wie lange) er auf sein Rad verzichten kann. Fragen, die in diesem Zusammenhang eine besonders wichtige Rolle spielen, sind unter anderem:

  • Wie wichtig ist es mir, auf mein „gewohntes Rad“ setzen zu können?
  • Bin ich dazu bereit, in meinem Urlaub Kompromisse einzugehen?
  • Bereite ich mich gerade auf einen Wettkampf vor? (Gerade in diesem Fall ist das eigene Fahrrad für viele fast schon unverzichtbar.)

Wie teuer ist mein Rad und lohnt es sich, das Risiko, dass es gegebenenfalls beschädigt wird, einzugehen? Dieses Risiko lässt sich mit Hilfe von hochwertigem Transportequipment natürlich senken. Gerade dann, wenn das Rad jedoch – wie bei Flugreisen - „aus der Hand“ gegeben wird, ist es jedoch durchaus sinnvoll, über eine Versicherung nachzudenken. Viele Fluggesellschaften, die Reisen mit dem Fahrrad anbieten, haben ihre Services im Laufe der letzten Jahre entsprechend ergänzt und ausgebaut. So dürfte es nicht schwerfallen, die richtige Versicherung für den eigenen Bedarf (oder das Rad) zu finden.

Kurz: Die Frage „Wann lohnt sich ein Fahrradtransport?“ muss immer sehr individuell beantwortet werden. Wer sich dann für die individuell am besten passende Variante entscheidet, schafft eine wunderbare Grundlage für erholsame, aber auch aktive und entspannte Ferien.

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