Die Tour bewegt sich grundsätzlich weiter Richtung Süden, macht aber auf der 3. Etappe zwischen Start- und Zielort einen Schlenker nach Norden durch die Hügel des Departement Correze. Und die sind zahlreich. Auf den ersten zwei Dritteln des Rennens gibt es kaum einen ebenen Kilometer. Die Anstiege sind allerdings eher seicht, an den fünf Bergwertungen des Tages, eine der dritten Kategorie, vier der vierten, wird es nur selten steiler als fünf Prozent. Hintenraus flacht das Profil aus. Die letzten 25 Kilometer sind eben oder führen bergab. Auch die Zielankunft ist flach.
Der wellige Beginn der Etappe fordert eine Ausreißergruppe geradezu heraus, ihr Glück zu versuchen. Doch da es auf den letzten 55 Kilometern - abgesehen von einer Steigung zum Zwischensprint - nicht mehr bergauf geht, müsste der Vorsprung schon ziemlich groß sein, damit die Siegerin aus einer Gruppe kommen kann. Das wahrscheinlichere Szenario ist ein Massensprint.
Die Tour de France Femmes ist eines der bedeutendsten Radrennen im Frauenradsport und findet vom 23. bis 30. Juli statt. Sie ist Teil der UCI Women’s World Tour. Die Rundfahrt besteht aus insgesamt acht Etappen und führt die Fahrerinnen durch spektakuläre Landschaften in Frankreich. Renndirektorin ist Marion Rousse. 2023 findet die zweite Austragung der Tour de France Femmes avec Zwift statt. Bei der Premiere siegte 2022 Annemiek van Vleuten aus den Niederlanden vor ihrer Landsfrau Demi Vollering und Katarzyna Niewiadoma aus Polen.
2023 stehen insgesamt 22 Teams mit jeweils sieben Fahrerinnen am Start. Die komplette Startliste der Tour de France der Frauen gibt es hier.