Nach der erfolgreichen Änderung der Strecke im Jahr 2024 bleibt diese Verschärfung auch in diesem Jahr bestehen. Damit bilden der Feldberg und der Mammolshainer Stich Schlüsselstellen zum Erfolg bei einem der zwei deutschen WorldTour-Rennen. Neu ist nicht nur der Startbereich, sondern auch der Burgweg, der mit zweistelligen Prozenten auf die Profis wartet. 2026 könnte also durchaus ein anderer Fahrertyp den Sieg in Frankfurt erzwingen, wenn das Solo oder eine kleine Gruppe die Kilometer nach der letzten Herausforderung bis ins Ziel kommt.
Für die diesjährige Ausgabe am 1. Mai bekommt Eschborn-Frankfurt ein deutlich schärferes Profil. Der Veranstalter kündigt die Strecke als „härter als je zuvor“ an. Vom Start in Eschborn geht es über 211,4 Kilometer und rund 3300 Höhenmeter bis ins Ziel vor der Alten Oper.
Trotz der zusätzlichen Härte bleibt ein taktischer Knackpunkt: Nach dem letzten Mammolshainer Stich folgen noch etwa 35 Kilometer bergab und flach Richtung Frankfurt. Das gibt Verfolgern Chancen zur Rückkehr, insgesamt gilt aber: Reine Sprinter-Siege dürften künftig schwieriger werden, weil die Strecke vorher mehr Selektionsmomente bietet.
Eschborn-Frankfurt ist neben den Cyclassics Hamburg das einzige deutsche Rennen im WorldTour-Kalender und wird wie die Tour de France vom Veranstalter A.S.O. organisiert. Zuletzt gewann in Frankfurt der Australier Michael Matthews (Team Jayco-AlUla), Rekordsieger ist der Norweger Alexander Kristoff mit vier Erfolgen. Ob Matthews seinen Triumph wiederholen kann ist jedoch fraglich. Immerhin ist der Australier mittlerweile 35 Jahre alt.
Das Profirennen von Eschborn-Frankfurt 2026 wird wieder in voller Länge am 1. Mai im HR-Fernsehen übertragen, kommentiert von Florian Naß und Rick Zabel. Bei hessenschau.de, YouTube und in der ARD-Mediathek gibt es zudem einen Live-Stream zum Radklassiker.
Werkstudent