Im Radsport gehört Leiden zum täglichen Geschäft. Die größten Fahrer der Geschichte haben dafür Worte gefunden, die bis heute unvergessen sind. Wir zeigen die legendärsten Sprüche – und welchen du dir für deine nächste Ausfahrt merken solltest.
„Quäl’ dich, du Sau!“ ist bei deutschen Radsportfans legendär. Diese wohl gemeinten Worte von Udo Bölts an die Adresse von seinem Kapitän Jan Ullrich im Gelben Trikot fiel am 25. Juli 1997 auf der 18. Etappe der Tour de France, als Jan Ullrich am Col du Hundsruck in Schwierigkeiten geriet. Udo Bölts feuerte seinen Kapitän mit diesem derben, aber solidarischen Ruf an, um ihn im Gelben Trikot im Kampf um den Toursieg zu stützen.
Radsport ist ein Sport, der von außen oft elegant wirkt, von innen aber vor allem eines bedeutet: Schmerz. Wer lange genug fährt, weiß, dass Fortschritt nicht aus Komfort entsteht, sondern aus der Fähigkeit, tiefer zu leiden als der Nebenmann. Genau aus diesem Geist stammen die ikonischen Sprüche, die seit Jahrzehnten durch das Peloton geistern. Manche sind humorvoll, andere brutal ehrlich, wieder andere fast philosophisch – doch alle haben eines gemeinsam: Sie feiern die Leidensfähigkeit, die diesen Sport prägt wie kaum einen anderen. Such dir deinen Lieblingsspruch aus, präge ihn dir ein und nimm ihn mit auf die nächste Ausfahrt. Vielleicht wird er genau dann wieder auftauchen, wenn die Beine brennen und der Kopf nach einer Ausrede sucht.

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