Tom Pidcock hat bei der Andorra MoraBanc Clàssica seine Rückkehr nach einer Krankheitspause erfolgreich gestaltet. Der Brite vom Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team setzte sich auf dem Schlussanstieg zum Coll de la Botella gegen Carlos Verona und Sepp Kuss durch. Der finale Anstieg erstreckte sich über 11,4 Kilometer bei durchschnittlich sieben Prozent Steigung. Pidcock hatte erst gut eine Woche zuvor seine Teilnahme an der Tour de Suisse aufgrund einer Erkrankung zurückgezogen. Der Sieg in Andorra sei nach schwierigen Wochen ein wichtiges Signal gewesen, erklärte der 25-Jährige nach dem Rennen. Alle drei Fahrer auf dem Podium haben ihren Wohnsitz in dem Pyrenäenstaat, was dem Rennen eine besondere Bedeutung verlieh. Mit Verona und Kuss musste sich Pidcock gegen zwei Athleten durchsetzen, die ebenfalls zu den stärksten Kletterern ihrer Teams zählen.
Im entscheidenden Moment profitierte Tom Pidcock von der Unterstützung seines Teamkollegen Chris Harper. Der Australier half dabei, Verona zu einem Angriff zu bewegen, um das Duo von Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team einzuholen. Diese Aktion ermöglichte es Pidcock, im richtigen Moment zu attackieren und den Sieg zu sichern. "Es war nicht einfach, das war sicher hart umkämpft. Aber es ist schön, die Hände in die Luft strecken zu können, so schwierig es auch war", sagte Tom Pidcock im Ziel. Die Teamarbeit habe sich ausgezahlt, betonte der Brite. Jeder Fahrer habe seinen Teil beigetragen und sich den ganzen Tag über voll eingesetzt. Diese Geschlossenheit sei entscheidend für den Erfolg gewesen.
Tom Pidcock sprach offen über die Probleme, die zu seiner Absage für die Tour de Suisse geführt hatten. Die intensive Trainingsbelastung in dieser Saisonphase habe ihren Tribut gefordert. Das Team habe versucht, jeden Bereich zu optimieren, was letztendlich zu einer Überlastung geführt habe. Der zusätzliche Trainingsschritt sei notwendig gewesen, und es sei erfreulich zu sehen, dass ein Teil davon bereits Wirkung zeige. Die Krankheit kam zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da die Vorbereitung auf die Tour de France in der entscheidenden Phase war, so Pidcock.
Das Hauptziel von Pidcock in dieser Saison ist die Tour de France, bei der er mindestens einen Etappensieg anstrebt, gleichzeitig aber auch für die Gesamtwertung fahren wolle. Diese Doppelstrategie erfordere eine sorgfältige Balance zwischen den beiden großen Zielen. Tom Pidcock hat in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass er in der Lage ist, bei Grand Tours sowohl im Kampf um Tageserfolge als auch in der Gesamtwertung eine Rolle zu spielen. Der Sieg in Andorra ist nun die Bestätigung, dass seine Form nach der Krankheitspause wieder stimmt. Ob er seine beiden Ziele für das größte Radrennen der Welt jedoch in die Tat umsetzen kann, muss sich zeigen. Die verbleibende Zeit bis zum Tour-Start werde er nutzen, um die letzten Details in der Vorbereitung zu optimieren.
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