Mit dem Start in Osnabrück betritt der Sparkassen Münsterland Giro erstmals niedersächsischen Boden. Das Rennen verbindet nämlich in diesem Jahr Osnabrück und Münster – jene Städte, die vor 375 Jahren den Westfälischen Frieden schlossen und den Dreißigjährigen Krieg beendeten. Viele Streckenteile verlaufen deshalb entlang der Friedensroute, die sich zwischen den beiden Orten befindet.
Fast 200 Kilometer, mehr als 2000 Höhenmeter: Das Streckenprofil ist beim diesjährigen Münsterland Giro wohl so anspruchsvoll wie noch nie. Nach dem Start in Osnabrück folgen die ersten Anstiege, die bis zu acht Prozent steil sind. Der erste Höhepunkt ist dann der Anstieg nach Holperdorp, der über drei Kilometer lang und mit Serpentinenflair der höchste Punkt des Giro ist. Der Hügel wird bei einer zweiten Schleife, die die Fahrer an Bad Iburg, Glandorf und Lienen vorbei führt, wiederholt. Eine nächste Runde folgt dann zwischen Leeden, Lengerich und Tecklenburg, bei der die meisten Höhenmeter im Rennen zurückgelegt werden. Diese wird dreieinhalb Mal gefahren und könnte aufgrund ihres hügeligen Terrains für eine Vorentscheidung durch die Klassikerfahrer sorgen.
Bis zum Ziel in Münster erwarten die Fahrer dann noch einmal 60 flache Kilometer, bei denen die Teams ihre Sprinter in Position bringen können. Münster wird aus nördlicher Richtung angefahren, ehe erstmalig die Zieldurchfahrt am Schloss stattfindet. Die Schlussrunde vorbei am Rathaus und über das Kopfsteinpflaster am Prinzipalmarkt wird dreimal absolviert.
Die Frage ist, ob die Klassikerspezialisten genug Zeit im hügeligen Teil herausfahren können, um den Abstand auf den 60 flachen Kilometern vor dem Peloton behaupten zu können. Einige Top-Sprinter haben sich nämlich bereits für das Rennen angekündigt. So geht neben Bora-Hansgrohes Danny von Poppel auch der Sprinter an den Start, der bei der Tour de France 2023 gleich vier Etappen gewann: Jasper Philipsen vom Team Alpecin-Deceuninck. Kommt es zu einem Massensprint, ist er derjenige, den es zu schlagen gilt.
Der Sparkassen Münsterland Giro wird am 3. Oktober ab 13:45 Uhr bei WDR Münster im Free-TV gezeigt. Zudem überträgt auch Eurosport 2 (ab 16:30). Einen kostenlosen Live-Stream bietet sportschau.de an - ab 12:45. Auch Discovery+ und GCN+ (beides über Bezahl-Abo) werden den Sparkassen Münsterland Giro im Stream zeigen.
Beim Münsterland Giro gibt es jedes Jahr neben dem Profi-Rennen auch Jedermann-Wettbewerbe. Diese finden ebenso am Dienstag, den 3. Oktober parallel zum Profi-Rennen statt. In diesem Jahr gibt es dabei mehrere unterschiedliche Strecken: Neben zwei Rennen für Kinder – die LeezenKids-Rennen – können Hobby-Fahrer*innen zwischen drei Renndistanzen entscheiden: Eine Strecke geht über 60 Kilometer, eine weitere über 95 Kilometer, die dritte und längste erstreckt sich über 125 Kilometer. Alle drei Rennen haben ihren Start und das Ziel in Münster. Weitere Infos zum Jedermannrennen haben wir hier zusammengefasst.