Sebastian Lindner
· 22.04.2026
Vollering war schon im rund 1000 Meter langen und bis zu 19 Prozent steilen Schlussanstieg an vorderster Stelle der nur mehr 15 Fahrerinnen starken Spitzengruppe, die gemeinsam ins Finale ging. Etwa auf halber Strecke ging ein Loch zur direkt hinter ihr fahrenden Kasia Niewiadoma (Canyon//SRAM zondacrypto) auf. Während Vollering im Sitzen stur weiterkurbelte, wurde das Loch im größer. Amstel-Siegerin Paula Blasi (UAE Team ADQ) und Pieterse setzten nach, konnten zunächst den Abstand aber nicht verringern.
Erst, als es oben wieder flacher wurde, machte Pieterse im Wiegetritt Meter um Meter gut. Als Vollering fast schon bereit zum Jubeln war und sich nochmal umdrehte, stellte sie fest, dass Pieterse fast schon aufgeschlossen hatte, sodass sie doch nochmal aus dem Sattel und sprinten musste, um ihren zweiten sieg nach 2023 zu wiederholen. Blasi wurde Dritte, Niewiadoma Vierte. Liane Lippert (Movistar Team), die ebenfalls zur Spitzengruppe gezählt hatte, beendete das Rennen als 14.
“Ich bin sehr glücklich, hier gewonnen zu haben”, sagte Vollering nach dem Rennen. “Ich denke, es war auf eine recht eindrucksvolle Weise. Ich bin immer mein Tempo gefahren und hatte keine Ahnung, was hinter mir passiert, weil ich nie nach hinten geschaut habe. Oben habe ich dann aber gespürt, dass Puck recht nah war. Und dann musste ich doch nochmal sprinten”, so die 29-Jährige nach 148 Kilometern rund um Huy.
| RG | Fahrer | Zeit |
|---|---|---|
| 1 | FDJ United - SUEZ | 03:53:27 |
| 2 | Fenix-Premier Tech | +00:00:00 |
| 3 | UAE Team ADQ | +000:00:03 |
| 4 | CANYON//SRAM zondacrypto | +000:00:06 |
| 5 | Team SD Worx - Protime | +000:00:11 |
| 6 | EF Education-Oatly | +000:00:14 |
Es war zunächst ein Duo, dass die erste Hälfte des Flèche Wallonne bestimmte. Malou Eisen (VolkerWessels Cycling Team) und Lotte Claes (Fenix - Premier Tech) bildeten ein Duo, das lange Zeit von einer größeren Verfolgergruppe gejagt wurde. Darin saßen in Ricarda Bauernfeind (Lidl - Trek) und Justyna Czapla (Canyon//SRAM zondacrypto) auch zwei Deutsche, bis Czapla mit einem Defekt aus der Gruppe zurückfiel.
81 Kilometer, etwa bei Hälfte des Rennens, hatten die Verfolgerinnen aufgeschlossen, sodass elf Frauen gemeinsam die Spitze bildeten. Allerdings war der Abstand zum Peloton zu diesem Zeitpunkt auch schon stark geaschmolzen. Zehn Kilometer später war er dann ganz aufgebraucht. Die erste von zwei Runden über Cote d’Ereffe, Cote de Cherave und die Mur de Huy absolvierte das Feld dann gemeinsam. In der Mauer ging dann Axelle Dubau-Prévot (EF Education - Oatly) in die Offensive. Kurz darauf setzte Katrine Aalerud (Uno-X Mobility) nach. Das Duo ging gemeinsam mit einer MInute Vorsprung auf die letzten 30 Kilometer.
Waren deren Vorsprung bis zum zweiten Mal Cote d’Ereffe halbiert, bauten sie ihren Abstand aber nochmal aus. An der Cherave acht Kilometer vor dem Ziel war dann aber dennoch Schluss. Dort siebte FDJ - Suez das Feld dann mächtig aus, nur 15 Frauen gingen gemeinsam ins absolute Finale an der Mur. Dort schlug Vollering schnell ihr eigenes Tempo an - eines, das allen anderen zu hoch war. Es im flacheren Teil auf den letzten 100 Metern konnte Pieterse die entstandene Lücke nochmal schließen, aber nicht mehr an Vollering vorbeifahren.