Thomas Goldmann
· 16.03.2024
Julian Alaphilippe feiert vor fünf Jahren seinen bislang einzigen Sieg bei der “Primavera”. Dabei verpufft die Attacke des Franzosen am Poggio zunächst. Die Verfolger um Peter Sagan und Michal Kwiatkowski kommen wieder ran. Auf der Via Roma kann Alaphilippe trotzdem noch jubeln. Er verweist Oliver Naesen und Michal Kwiatkowski auf die Plätze zwei und drei.
Ein Jahr später sieht alles nach einem zweiten Sieg von Alaphilippe aus. Diesmal kann sich der Profi von Deceuninck - Quick Step am Poggio sogar leicht absetzen. Sein Verfolger Wout van Aert steckt aber nicht auf. Der Belgier schafft dank seiner Abfahrtskünste den Anschluss und besiegt Alaphilippe im Zweiersprint.
Das Bild der vorangegangenen zwei Jahre wiederholt sich 2021: Wieder attackiert Alaphilippe am Poggio, kommt aber nicht weg. Eine kleine Gruppe fährt gemeinsam über die Kuppe. Am Ende der Abfahrt attackiert Jasper Stuyven. Der Belgier setzt sich leicht ab, der Däne Sören Kragh Andersen schließt auf. Stuyven eröffnet den Sprint aus zweiter Position und rettet einen kleinen Vorsprung vor den heranjagenden Verfolgern ins Ziel. Kragh Andersen wird auf Rang neun durchgereicht.
2022 drückt Tadej Pogacar dem Rennen erstmals seinen Stempel auf. Der Slowene attackiert am Poggio, kommt aber nicht weg. In der ersten Kurven der Abfahrt prescht Matej Mohoric nach vorne. Der Landsmann von Pogacar rast seinen Konkurrenten mit einer halsbrecherischen Fahrweise auf und davon. Dabei setzt er zur Überraschung vieler auf einer absenkbare Sattelstütze. Der Plan geht auf: Mohoric siegt in San Remo.
Ein Jahr später versucht es Pogacar erneut am Poggio. Wieder fehlt dem zweifachen Tour-de-France-Sieger aber der nötige Punch, um die Konkurrenz abzuhängen. Schließlich ist es Mathieu van der Poel, der die entscheidende Attacke setzt. Dem Antritt des Niederländers kann keiner folgen. Er holt sich den Sieg im Alleingang.