Laurin Lehner
· 03.05.2026
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Beim Bikepacking zählt jedes Gramm. Das gesamte Equipment ist direkt am Rahmen, Sattel und Lenker montiert – jedes zusätzliche Kilo spürt man unmittelbar in den Beinen und im Fahrverhalten.
Schweres Gepäck macht das Bike träge in Kurven, mühsam an Anstiegen und kostet auf mehrtägigen Touren unnötig Kraft. Gerade auf Trails und in den Bergen wird überflüssiges Gewicht zur echten Belastung.
Minimalismus ist beim Bikepacking deshalb Programm: Nur wer sich auf das Nötigste beschränkt, bleibt agil, spart Energie und behält die Kontrolle.
Der US-amerikanische Hersteller NEMO Equipment aus New Hampshire präsentiert vier Ausrüstungsgegenstände für Bikepacking-Touren.
Zelt, Schlafsack, Isomatte und Kissen von Nemo.
Das Dragonfly Bikepack OSMO Zelt gibts als Einzel-Zelt und als 2-Personen-Zelt.
Es verwendet ein Poly-Nylon-Ripstop-Gewebe, das nach Herstellerangaben eine viermal bessere Wasserabweisung bietet als herkömmliche Zeltstoffe. Bei Nässe soll sich das Material dreimal weniger dehnen, was ein Nachspannen der Leinen überflüssig macht. Das Gewebe besteht zu 100 Prozent aus recycelten Garnen und verzichtet auf PFAS sowie flammhemmende Zusätze.
Die DIAPOLE Stangen bestehen aus recyceltem Aluminium. Eine Precurve Querstange erhöht das Raumvolumen im Kopfbereich um 34 Prozent. Die einzelnen Gestängesegmente wurden verkürzt, sodass das Zelt zwischen die Drops eines Rennlenkers oder in schmale Rahmentaschen passt. Der Divvy Cube Packsack verfügt über verstärkte, verstellbare Fixiergurte zur Befestigung am Bike.
Die überarbeitete Stangengeometrie schafft steilere Seitenwände und mehr Kopffreiheit im Innenraum. Eine wasserdichte Landing Zone dient zur Aufbewahrung der Ausrüstung. Die Nightlight Pocket verwandelt das Smartphone in eine Deckenleuchte.
Unsere Einschätzung:
Die Gewichte bewegen sich im Ultralight-Segment – auch wenn sie keine Rekordgewichte erzielen. Die Preise sind solide, das schaffen die meisten Mitbewerber auch nicht günstiger. Kurzum: Das Zelt von Nemo klingt vielversprechend. Als 2-Personen-Zelt kann ich das Vaude Hogan SUL 1–2 Personen für 530 Euro* (1370 Gramm) empfehlen – das habe ich seit rund zehn Jahren im Einsatz. Laurin Lehner, Testredakteur
Der Forte Endless Promise Schlafsack wurde aus recycelten Monomaterialien gefertigt und ist am Ende seiner Lebensdauer zu 100 Prozent recycelbar. Die Classic Spoon Shape bietet mehr Raum an Ellbogen und Knien als herkömmliche Mumienschlafsäcke. Die Zerofiber-Synthetikfüllung besteht zu 100 Prozent aus recycelten Fasern.
Zweistufige Thermo Gill-Reißverschlussbelüftungen an der Vorderseite geben überschüssige Körperwärme nach außen ab. Der Blanket Fold-Kragen lässt sich nach innen einschlagen, um Wärme zu speichern, oder nach außen stülpen für sofortige Abkühlung. Die integrierte Pillow Pocket nimmt ein Fillo Kissen oder eine Jacke auf und verhindert ein Verrutschen während der Nacht.
Der Schlafsack wiegt ab 1,78 kg. Er ist in Temperaturvarianten für minus 7 und plus 2 Grad Celsius erhältlich, jeweils für Damen und Herren in den Längen Regular und Long. Der Preis beginnt bei 220 Euro >> hier reduziert erhältlich.
Einschätzung der Redaktion:
Ob Daune oder Synthetik – da scheiden sich die Geister. Ein Drei-Jahreszeiten-Schlafsack besitzt eine große Bandbreite. Die Features wie das Pillow Pocket oder die Reißverschluss-Öffnungen vorne klingen vielversprechend.
Der Preis des Nemo Forte Endless Promise geht in Ordnung und ist eher günstig. Das angegebene Gewicht „ab 1,78 Kilo" ist dagegen eher üppig. Ein vergleichbarer Schlafsack wie der Deuter Astro 500 -2 °C/28 °F (300 Euro >> hier erhältlich*) wiegt unter 1,2 Kilo.
Für Sommer-Bikepacking-Aktionen rate ich zu einem leichten Zwei-Jahreszeiten-Schlafsack. Die gibt es bereits ab 170 Euro und wiegen nur um die 800 Gramm.
Laurin Lehner, Testredakteur
Die Tensor Trail Schlafmatte verwendet eine Spaceframe-Baffle-Konstruktion, die eine stabile und ebene Liegefläche schaffen soll. Im Inneren reflektieren zwei Schichten aus metallisierter Thermal Mirror-Folie die Körperwärme zurück und sollen gleichzeitig das Knistern minimieren.
Die Matte erreicht eine Höhe von 9 cm. An der Oberseite kommt recyceltes und bluesign-zertifiziertes 20D-Nylon-Material zum Einsatz, an der Unterseite 40D Nylon. Der mitgelieferte Vortex-Pumpsack ermöglicht das Aufblasen ohne Feuchtigkeit aus der Atemluft. Gibts z. B. hier in verschiedenen Shapes.
Einschätzung der Redaktion:
Die leichtesten Isomatten bewegen sich bei etwas unter 400 Gramm. Hier muss man meist tiefer in die Tasche greifen. Die Gewichte des Nemo Tensor Trail sind daher gut – die Preise scheinen auch in Ordnung. Wie komfortabel es sich darauf schläft, wissen wir jedoch noch nicht.
Laurin Lehner, Testredakteur
Das Fillo Elite Kissen kombiniert ein 7 bis 8 cm hohes Luftkammer-System mit einer Schicht aus 100 Prozent recycelter Primaloft-Isolierung. Diese Konstruktion soll eine anatomisch korrekte Stützung des Nackens und eine angenehme Polsterung des Kopfes bieten.
Das Kissen wiegt 83 Gramm. Das Packmaß ist kleiner als eine Getränkedose. Der abnehmbare Überzug aus Jersey-Stoff lässt sich in der Waschmaschine reinigen. Das Kissen ist in verschiedenen Farben für 70 Euro z. B. hier erhältlich.
Einschätzung der Redaktion:
83 Gramm sind wenig, das Packmaß ist super klein. Für Kissen-Fans eine Option – für mich wäre es ein Teil, das ich zu Hause lassen würde. Die leichte Daunenjacke, die man auf Tour immer dabei haben sollte, funktioniert auch als Kissen. Laurin Lehner, Testredakteur
Dragonfly Bikepack OSMO Zelt:
Forte Endless Promise Schlafsack
Tensor Trail Schlafmatte:
Fillo Elite Kissen:

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